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Jubelt sich Max Kruse doch noch zur WM? Wenn der Werder-Star liefert, hat er vielleicht eine Chance.

Gnabry und Stindl fallen aus

Doch noch eine WM-Chance für Werder-Star Kruse?

Bremen -  Es ist sein großer Traum: Max Kruse möchte unbedingt im Sommer zur WM nach Russland. Doch bei Bundestrainer Joachim Löw hatte der Werder-Star zuletzt ganz schlechte Karten – aus verschiedenen Gründen. Möglicherweise wendet sich nun das Blatt, denn Löw plagen in der Offensive plötzlich Personalsorgen.

Das ist Kruses Chance. Mit einer starken Leistung am Sonntagabend im Heimspiel gegen Borussia Dortmund (18 Uhr) kann er sich selbst so richtig ins Gespräch bringen.

Stindl und Gnabry verletzt

Gerade der Ausfall von Lars Stindl, so bitter der auch ist für den Mönchengladbacher ist, öffnet für Kruse die Tür zumindest einen kleinen Spalt. Stindl und Kruse sind ähnliche Spielertypen. Der 29-Jährige Stindl stand bei Löw in der Vergangenheit hoch im Kurs, ihm war eigentlich ein WM-Ticket ziemlich sicher. Bis er am Samstag im Spiel gegen Schalke ganz übel umknickte. Die gute Nachricht danach: Der Fuß ist nicht gebrochen. Die schlechte Nachricht: Syndesmosebandriss im linken Sprunggelenk - das WM-Aus.

Bei Serge Gnabry herrscht ebenfalls traurige Gewissheit. Der Hoffenheimer war am Freitag gegen Hannover wegen eines Muskelbündelrisses im Oberschenkel ausgewechselt worden. Ganz bitter für den Ex-Bremer, der in den vergangenen Wochen Tore und Vorlagen am Fließband produzierte und plötzlich wieder von der WM träumen durfte.

Kruse seit März 2016 kein Thema mehr bei Löw

Diese Rolle könnte nun Kruse übernehmen. Dafür muss sich der 30-Jährigen in den letzten drei Bundesligaspielen in dieser Saison aber noch steigern. Kruse spielte zwar zuletzt nicht schlecht, aber auch nicht so auffällig, wie er es kann. Er braucht jetzt Topleistungen, um Löw zu überzeugen. Dabei muss Kruse wahrscheinlich etwas mehr tun als andere Profis. Denn durch Undiszipliniertheiten war der Offensivspezialist bei Löw in Ungnade gefallen, er strich den damaligen Wolfsburger im März 2016 aus dem Kader für zwei Testspiele. Seitdem ist Kruse bei der Nationalmannschaft kein Thema mehr, er blieb bei 14 Länderspielen und vier Toren stehen.

Das könnte sich nun ändern. Werder gibt seinem Star dabei Rückendeckung. Sportchef Frank Baumann und Trainer Florian Kohfeldt adeln Kruse als vorbildlichen Profi. Der Coach kann sich „an keine Verfehlungen“ erinnern. Er hat ihn schon als festen Vertreter von Kapitän Zlatko Junuzovic gemacht – und in der neuen Saison könnte Kruse dann dauerhaft die Binde vom Österreicher übernehmen. Junuzovic verlässt Werder bekanntlich.

Kruse muss liefern

Kruse hat sich seit seinem Wechsel im Sommer 2016 nach Bremen durchaus verändert. Möglicherweise hilft ihm das jetzt auch, um sich seinen WM-Traum zu erfüllen. Aber dafür muss Kruse liefern. Gelingt das am Sonntag gegen ein Spitzenteam wie Dortmund hätte das schon eine enorme Aussagekraft.

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