Niklas Moisander (r.) ärgert sich über seinen verschuldeten Elfmeter.
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Niklas Moisander (r.) ärgert sich über seinen verschuldeten Elfmeter.

Stimmen zum Spiel

Moisander: „Bin sauer auf mich“

Frankfurt - 2:0 geführt, am Ende aber nur 2:2 gespielt. Wie gut kann Werder Bremen mit einem Punkt in Frankfurt leben? Die Stimmen zum Spiel.

Niklas Moisander (Bremer Abwehrchef): „Die Szene vor dem Elfmeter hätte ich besser lösen müssen. Ich bin schon etwas sauer auf mich.“

Alexander Nouri (Werder-Trainer): „Wir haben uns mit einer unheimlichen Energieleistung einen Punkt verdient. Mit dem Verletzungspech sollte jetzt langsam mal Schluss sein.“

Niko Kovac (Eintracht-Trainer): „Das 2:2 ist für uns ein gefühlter Sieg. Wie wir nach dem 0:2 zurückgekommen sind, zeigt den Charakter der Mannschaft.“

Fin Bartels (Schütze des Bremer 2:0): „Wir müssen nicht über Europa reden, wir wissen, wo wir hergekommen sind. Wir halten den Ball ganz flach. Jetzt holen wir noch unsere vier, fünf Punkte und dann schauen wir mal.“

Zlatko Junuzovic (Schütze des Bremer 1:0): „Wir sind schwer reingekommen ins Spiel. Dann haben wir bewiesen, wie effektiv wir momentan sind. Wir haben in der zweiten Halbzeit gleich den Anschlusstreffer bekommen, das hat Frankfurt Rückenwind gegeben. Das, was wir uns in der Halbzeit vorgenommen haben, haben wir nicht umgesetzt. Verschleiß war heute auch da, wir konnten nicht mehr die Wege gehen. Unterm Strich hat Frankfurt ein super Spiel gemacht, das war ein gerechtes Unentschieden.“

Maximilian Eggestein (Werder-Spieler): „Im Endeffekt geht das Remis in Ordnung. Wir hätten zwar durchaus noch das 3:2 machen können, aber auch Frankfurt hatte Chancen. Es war ein kleiner Schritt weiter Richtung Klassenerhalt. Jetzt wollen wir natürlich das Derby gegen den HSV gewinnen.“

Einzelkritik: Starker Wiedwald an alter Wirkungsstätte

Felix Wiedwald
Felix Wiedwald: Lange Zeit wieder die „Wiedwall“! Und das passend gegen seinen Ex-Club, bei dem er einst sein Bundesliga-Debüt gefeiert hatte. Was die Eintracht vor der Pause auch versuchte, der Werder-Keeper parierte an alter Wirkungsstätte gleich mehrfach. Wahrscheinlich hatte er sogar beim Lattenkracher von Abraham noch seine Finger im Spiel (10.). Beim Anschlusstreffer absolut machtlos, genauso wie später auch beim Strafstoß zum 2:2. Kleiner, aber folgenloser Wackler am Ende. Note 2 © nordphoto
Milos Veljkovic
Milos Veljkovic (bis 28.): Ein Spiel zum Vergessen für den Serben. Sah schon früh Gelb (7.), dann nach einem taktischen Foul fast schon Gelb-Rot (21.). Deshalb musste der von Beginn an ziemlich unsicher wirkende Verteidiger früh runter. Note 5 © nordphoto
Niklas Moisander
Niklas Moisander (r.): Der Abwehrchef hatte zu Beginn Mühe, die Defensive zu organisieren. Durch die Mitte kam zu viel, was aber nicht nur am Finnen lag. Ganz allein sein Ding war aber das Foul zum Strafstoß. Da klemmte er Hrgotas Arm so lange ein, bis der Stürmer fiel. So etwas muss ein 31-Jähriger cleverer lösen. Bote 4,5 © nordphoto
Luca Caldirola
Luca Caldirola (bis 53.): Machte dort weiter, wo er gegen Schalke aufgehört hatte. Ein ordentlicher Auftritt, bis ihn schon kurz nach der Pause Probleme am Fuß stoppten. Die englische Woche war offenbar zu viel für den Italiener nach seiner langen Verletzungspause. Note 3 © imago
Theodor Gebre Selassie
Theodor Gebre Selassie: Sehr auffällig mit vielen Ballkontakten. Doch vieles blieb Stückwerk – und hinten wirkte er in der Fünferkette nicht immer souverän. Fühlte sich später als echter rechter Verteidiger in der Viererkette sichtlich wohler. Note 3,5 © nordphoto
Maximilian Eggestein
Maximilian Eggestein: Ein Schwachpunkt bis zur überraschenden Führung. Konnte das Zentrum nicht dicht machen und leistete sich gefährliche Ballverluste. Dem Delaney-Ersatz fehlte diesmal die Leichtigkeit. Note 4 © dpa
Santiago Garcia
Santiago Garcia: Zweikampfstark, passsicher und diszipliniert – der Argentinier machte seine Sache auf der linken Seite als Ersatz des verletzten Bauer gut. Bis zum Eckball direkt nach der Pause. Da verlor er das Duell mit Landsmann Abraham, dessen Kopfball von Gacinovics Knie zum Anschlusstreffer ins Tor prallte. Musste nach dem Caldirola-Ausfall als Innenverteidiger aushelfen. Note 3,5 © nordphoto
Florian Grillitsch
Florian Grillitsch: Es lief längst nicht so gut beim Österreicher wie gegen Schalke. Doch er biss sich in die Partie, scheute keinen Zweikampf. Hätte sich mit dem Treffer zum 3:2 belohnen, schaffte aber bei seiner Direktabnahme nur einen zu harmlosen Aufsetzer (76.). Note 3,5 © nordphoto
Zlatko Junuzovic
Zlatko Junuzovic: Erst etwas schläfrig, als er Abraham ungestört den Ball an die Latte hämmern ließ, dann hellwach, als ihn Kainz bediente. Sein drittes Saisontor. Kämpfte wie immer, aber hatte für gute Offensivaktionen zu wenig im Tank. Note 3 © nordphoto
Fin Bartels
Fin Bartels (bis 77.): Schon in der schwachen Anfangsphase ein Lichtblick, weil er sich durch die Frankfurter Defensive wuselte. Seinen feinen Treffer zum 2:0 leitete er selbst mit einem Pass auf Kruse ein. Es war sein fünftes Saisontor. Ließ dann etwas nach und machte deshalb Platz für Pizarro. Note 2,5 © nordphoto
Max Kruse
Max Kruse: Wo war eigentlich Kruse? Bis zur 43. Minute fast nicht zu sehen, dann aber eine sehr sehenswerte Vorarbeit zum 2:0. Es folgten noch einige wenige gute Pässe und die verpasste Riesenchance zum 3:2 (89.). Note 3,5 © nordphoto
Florian Kainz
Florian Kainz (ab 28.): Der Finten-Ösi. Immer wieder probierte er es außen mit angedeuteten Flanken, um seine Gegenspieler zu überraschen. In der 37. Minute mit großem Erfolg: Seine schöne Vorarbeit nach einem Tänzchen mit Chandler nutzte Junuzovic zum 1:0. Ziemlich flink unterwegs, manchmal etwas zu hektisch. Note 3 © nordphoto
Ulisses Garcia (r.)
Ulisses Garcia (ab 53., r.): Kam für den angeschlagenen Caldirola, durfte aber auf seiner gewohnten linken Seite verteidigen. Ein ordentlicher Auftritt. Note 3,5 © nordphoto
Claudio Pizarro (r.)
Claudio Pizarro (ab 77., r.): Der Superjoker stach nicht. Note - © nordphoto

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