Milos Veljkovic bejubelt sein Tor zum 1:1 für den SV Werder Bremen in Leverkusen.
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Milos Veljkovic bejubelt sein Tor zum 1:1 für den SV Werder Bremen in Leverkusen.

Veljkovic trifft in Leverkusen

Torschütze und Sammelobjekt: Milos Veljkovic überrascht Werder-Trainer Ole Werner und freut sich auf die WM 

Bremen – Der Rutscher auf den Knien konnte sich sehen lassen, den bekommt manch Stürmer nicht derart ausgefeilt hin. Doch Milos Veljkovic hatte ja auch allen Grund zum Jubeln, schließlich war er es, der den Ball nach 82 Minuten aus kürzester Distanz zum erlösenden 1:1 gegen Bayer Leverkusen über die Linie drückte. „Das waren einfach nur Emotionen, weil das so ein enges Spiel war und ich der Mannschaft helfen konnte“, freute sich der Verteidiger des SV Werder Bremen später grinsend. „Ich war einfach am richtigen Ort zur rechten Zeit, habe schnell geschaltet und bin da geblieben und nicht zurückgelaufen.“

Für Veljkovic war es der erste Bundesligatreffer seit vier Jahren, aus Bremer Sicht kam er genau zum richtigen Zeitpunkt. „Das war mal wieder eine Überraschung“, meinte auch Trainer Ole Werner lachend. „Ich hoffe, dass er gierig bleibt.“ Vorerst sorgte das Tor dafür, dass Werder Bremen in dieser Saison auswärts noch immer ungeschlagen ist und den Platz im Mittelfeld der Tabelle behauptet. Und in den Augen von Milos Veljkovic wäre vielleicht sogar noch mehr möglich gewesen. „Ich denke, das Spiel hätte in beide Richtungen kippen können. Auch wir hätten 1:0 in Führung gehen können“, sagte der Defensivakteur. „Dann machen die ein wunderschönes Tor in Überzahl, aber wir bleiben dran. Das haben wir schon die ganze Saison bewiesen.“

Milos Veljkovic: Erstes Bundesliga-Tor für Werder Bremen seit vier Jahren

Mit diesem Schwung im Gepäck will der Serbe nun auch zur Nationalmannschaft reisen, in der Nations League stehen Partien gegen Schweden (24. September, 20.45 Uhr) und Norwegen (27. September, 20.45) an. „Da muss man immer bei 100 Prozent sein. Da sind Topspieler. Es ist eine Ehre und ein Privileg für mich, da zu sein“, betonte Milos Veljkovic. „Deswegen freue ich mich drauf und werde alles geben.“ Zumal es da ja in wenigen Wochen eine nicht unwesentliche Zugabe gibt. Wenn alles normal läuft, dann darf der Profi des SV Werder Bremen während der Weltmeisterschaft in Katar (20. November bis 18. Dezember) auf ganz großer Bühne zeigen, was er kann – unabhängig davon, ob das WM-Turnier nun öffentlich in der Kritik steht oder nicht. „Es ist nicht meine Sache, die politische Basis zu kommentieren“, erklärte Veljkovic. „Fußballerisch freue ich mich auf das Turnier. Es ist jedermanns Traum, bei der WM oder EM dabei zu sein.“

Werder Bremen-Verteidiger Milos Veljkovic freut sich über Panini-Bild

Und nicht nur er ist schon im WM-Fieber. Auch in seiner Familie spielt der Nachwuchs allmählich verrückt, Milos Veljkovic ist dort nämlich bereits zum begehrten Sammelobjekt geworden. Der 26-Jährige ziert mit einem Aufkleber das neue Panini-Album zum globalen Großereignis. „Ich selber habe es noch nicht gekauft, aber viele Freunde und meine Familie haben mir schon ein Foto davon geschickt“, erzählte der Bremer Vize-Kapitän lachend. „Es ist natürlich schön. Man hatte das schon als kleines Kind und versucht, da hinzukommen. Vor allem meine Nichten und Cousinen haben sich das besorgt.“ Und wer weiß, vielleicht gelingt Veljkovic tatsächlich auch bei der WM ein wichtiges Tor. Den passenden Jubler hat er bei Werder Bremen jetzt ja schon einstudieren können. (mbü)

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