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Ailton bejubelt einen seinen Treffer beim Hallenturnier in Oldenburg.

„Kugelblitz“ ist immer noch der Alte

Ailton bietet Werder Hilfe an: „Sie müssen mich nur anrufen“

Oldenburg – Und plötzlich war wieder alles wie früher. Die Leute riefen seinen Namen. Und zwar auf eine Art, wie in Bremen und großräumiger Umgebung wohl nie zuvor und nie mehr danach ein Name gerufen wurde. Erst ein langes Aaaaaaaaaaa, dann ein kurzes ilton!

Das sitzt, das hat auch in Oldenburg niemand verlernt. Nach seinem ersten Treffer beim Hallenturnier der Traditionsmannschaften, es war das 2:0 für Werder im Auftaktspiel gegen den 1. FC Köln, blieb Ailton einfach stehen, breitete die Arme aus – und badete. In der Menge. Im aufbrandenden Jubel. Es sind genau solche Momente, aus denen Fußballer, speziell Stürmer, ihre Kraft ziehen. Momente, die sie brauchen, die schnell süchtig machen. Auch wenn der Spieler inzwischen 44 Jahre alt ist, und es sich um ein reines Juxturnier handelt. Vollkommen egal.

Ailton stiehlt Klose die Show

„Die Atmosphäre in der Halle ist einfach toll“, schwärmte Ailton, der im Laufe des Abends noch viele weitere Tore folgen lassen sollte. Mal wuchtig unter die Latte, mal raffiniert ins lange Eck. Werders Torschützenkönig aus der Double-Saison präsentierte die ganze Palette seines Spätwerks – und stahl damit sogar einem Weltmeister die Show. Miroslav Klose hatte sich in Oldenburg erstmals überhaupt das Trikot von Werders Traditionself übergestreift. Zwar bekam der 39-Jährige vergleichbar großen Szenenapplaus – für die spektakulären Szenen auf dem Rasen war allerdings „Toni“ zuständig. „Ich freue mich, mal mit Miro zusammen zu spielen“, sagte Ailton – und betonte: „Solche Torjäger wie uns früher gibt es ja heute nicht mehr.“ Genau darin sieht der Brasilianer ein großes Problem – eines, bei dessen Lösung er seinem Ex-Verein Werder liebend gerne helfen würde.

„Meine Tür ist immer offen“

„Werder muss im Winter einen echten Stürmer kaufen“, forderte Ailton. „Man muss ja nur mal einen Monat lang in Südamerika gucken, dann kann man einen guten finden.“ Genau diesen Job würde der Ex-Stürmer-Star gerne für Werder übernehmen. „Meine Tür ist immer offen. Jeder bei Werder hat meine Nummer. Sie müssen mich nur anrufen.“ Hat bisher offenbar keiner getan.

Und selbst wenn irgendwer bei Werder in dieser Sache tatsächlich zum Hörer greift – einen neuen Ailton zu finden, kann und will der echte Ailton auch nicht versprechen. Das Original gibt es eben nur einmal. Davon konnten sich die Fans beim Hallenturnier in Oldenburg ein weiteres Mal überzeugen. Aaaaaaaaaaailton! Mehr muss im Grunde gar nicht gesagt werden.

Fotostrecke: Traditionsturnier in Oldenburg

Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018.
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018. © nordphoto
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018.
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018. © Gumz
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018.
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018. © Gumz
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018.
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018. © Gumz
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018.
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018. © Gumz
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018.
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018. © Gumz
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018.
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018. © Gumz
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018.
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018. © Gumz
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018.
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018. © Gumz
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018.
Traditionsturnier in Oldenburg am 5 Januar 2018. © nordphoto

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