Oliver Hüsing (M.) feiert den Pokalsieg mit den deutschen Mitspielern Julian Koch (l.) und Janek Sternberg.
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Oliver Hüsing (M.) feiert den Pokalsieg mit den deutschen Mitspielern Julian Koch (l.) und Janek Sternberg.

Ex-Bremer feiert Pokalsieg etwas anders

Hüsing: Bührener Bauernhof statt Budapester Balkon

Bühren - Vor einem Jahr verließ Oliver Hüsing Werder Bremen Richtung Budapest. Jetzt kehrt er mit seinem ersten Titel zurück - für einen Kurz-Urlaub auf dem heimischen Bauernhof.

Oliver Hüsing strahlt. Ihm könnte es kaum besser gehen. Denn der ehemalige Werder-Profi ist wieder daheim auf dem elterlichen Bauernhof in Bühren (Landkreis Cloppenburg). Und das keine 24 Stunden nach seinem Pokalsieg in Ungarn. Deutsche Pokalsieger stehen um diese Zeit dann gerne auf dem Rathausbalkon und lassen sich von den Fans feiern. Doch bei Ferencvaros Budapest war das nach dem Erfolg gegen Stadtrivale Vasas anders – aus mehreren Gründen, wie Hüsing im Interview mit der DeichStube auf dem Bauernhof in Bühren verrät.

„Wir haben nur zehn Tage frei, weil schon Ende des Monats die erste Runde in der Qualifikation zur Europa League ansteht“, erklärt Hüsing: „Deswegen wollte ich keine Zeit verlieren.“ Am Tag nach dem Triumph saß er schon um 6.40 Uhr im Flieger gen Heimat. Ein bisschen habe er schon geschlafen, behauptet der 24-Jährige. Aber er lacht dabei etwas verräterisch...

Natürlich werden auch in Ungarn Pokalsiege groß gefeiert. „Erst in der Kabine“, berichtet Hüsing, „dann waren wir noch in der Stadt. Es war super.“ Doch einen Empfang im Rathaus oder einen Autokorso gab es nicht. Dafür sei die Fußball-Begeisterung in Ungarn einfach nicht groß genug. Aber auch so bleibt dieser Triumph für Hüsing, der im Sommer von Werder zu Ferencvaros gewechselt ist, unvergesslich: „Es ist ein großartiges Gefühl. Das macht direkt Lust auf mehr. Bisher habe ich doch nichts gewonnen außer ein paar Meisterschaften in der Jugend. Aber jetzt habe ich richtig was in der Hand.“

„Kleine Pause“ bedeutet Aus fürs Pokal-Finale

Da schmerzt es den Innenverteidiger, der mit elf Jahren zu Werder gewechselt war, auch nicht mehr so sehr, dass er im Finale auf der Bank saß. „In so einem Spiel geht es nur darum, dass man gewinnt. Da muss man sich unterordnen.“ Er habe zuvor alle Pokalspiele absolviert, doch nach einer langen Zeit in der Startelf wollte ihm Trainer Thomas Doll „eine kleine Pause gönnen“, berichtet Hüsing: „Und dann haben die Jungs so gut gespielt, dass der Trainer nichts mehr für das Finale ändern wollte.“

Hüsing war raus. Sein ehemaliger Bremer Kollege Janek Sternberg wurde immerhin eingewechselt und traf später im Elfmeterschießen. Werder-Leihgabe Laszlo Kleinheisler spielte sogar durch. Anschließend wurde gemeinsam gefeiert – bis sich die Spieler in ihren kurzen Urlaub verabschiedeten. Seinen will Hüsing vornehmlich bei den Eltern in Bühren genießen – und natürlich auch mal in Bremen vorbeischauen.

Oliver Hüsing präsentiert stolz den ungarischen Pokal.

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