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Der Prozess im Fall Ivan Klasnic geht weiter.

Berufungsverhandlung am Bremer Oberlandesgericht

Fall Klasnic: Richter schlägt Vergleich über drei Millionen Euro vor

Bremen - In der Berufungsverhandlung um mögliche Behandlungsfehler bei der Nierenerkrankung von Ivan Klasnic ist am Freitag kein Urteil gefallen.

Nach sechsstündiger Verhandlung am Bremer Oberlandesgericht hat der Vorsitzende Richter Peter Lüttringhaus einen Vergleich vorgeschlagen. Im Raum steht eine Summe von drei Millionen Euro für Klasnic. Ohne eine Einigung würde der Prozess noch sehr lange dauern, mahnte der Richter. Zudem soll ein neuer Gutachter berufen werden. Als Verkündungstermin für eine Entscheidung ist nun der 18. Oktober geplant.

Klasnic will sich wohl nicht auf einen Vergleich einlassen. „Die Zeit spielt jetzt keine Rolle. Ob 10 oder 15 Jahre, ist mir egal“, sagte der Ex-Werder-Stürmer nach der Verhandlung. Kläger und Beklagte haben bereits angekündigt, in Revision gehen zu wollen. Letztlich könnte der Fall vor dem Bundesgerichtshof landen.

Drei Nierentransplantionen bei Klasnic

Der Fall Klasnic zieht sich seit mittlerweile mehr als zehn Jahren. Klasnic hatte Zivilklage gegen jene Ärzte eingereicht, die seiner Meinung nach seine Niereninsuffizienz nicht erkannt und folglich nicht behandelt hatten. Mittlerweile musste dem Ex-Fußballer drei Mal eine neue Niere transplantiert werden.

In erster Instanz hatte Klasnic Ende März 2017 ein Schmerzensgeld in Höhe von 100.000 Euro sowie in einem Grundurteil den Ersatz von Behandlungskosten und Verdienstausfällen zugesprochen bekommen. Gegen dieses Urteil hatten aber die Beklagten Dr. Götz Dimanski, ehemaliger Teamarzt von Werder Bremen, und die Internistin Dr. Manju Guha Berufung eingelegt.

(csa/han)

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