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Felix Wiedwald verlässt Werder Bremen.

Torwart wechselt von Werder zu Leeds

Wiedwald: Dank an alle, aber nicht an Nouri

Bremen/Leeds - Der Wechsel ist perfekt! Gestern Nachmittag unterschrieb Felix Wiedwald beim englischen Zweitligisten Leeds United einen Dreijahresvertrag und segnete damit einen Transfer ab, auf den er sicher gerne verzichtet hätte.

Wiedwald wäre niemals weggegangen von Werder Bremen, wenn Werder ihn denn wirklich und mit voller Überzeugung gewollt hätte. Doch der Kauf von Jiri Pavlenka, dessen Vertragsunterschrift in Bremen eine gute Stunde vor Wiedwalds Signatur unter den Leeds-Vertrag kommuniziert worden war, sagte eben genau das Gegenteil aus. Deshalb also der Abschied von seinem Herzensverein und ab auf die Insel.

Was er darüber denkt, wie er sich fühlt – gerne hätte man nachgefragt bei dem 27-Jährigen. Doch eine Anfrage per WhatsApp lehnt Wiedwald ab. „Es gibt doch nichts mehr zu sagen“, schreibt der Nun-nicht-mehr-Werder-Torwart und versieht die Absage mit einem Zwinker-Emoji, das wiederum verrät, dass er sehr wohl weiß, dass es noch einiges zu sagen gäbe, er aber nicht will.

Trainer Alexander Nouri - der Schwunggeber für die Torwart-Rotation

Manchmal geht's ja auch darum, was man nicht sagt oder schreibt. Siehe Wiedwalds per Facebook und Instagram verbreiteter Abschiedsgruß. Darin bedankt er sich bei allen, „die mich in den vergangenen, sehr spannenden Jahren unterstützt und immer an mich geglaubt haben: Den unglaublichen Werder-Fans, meinen Teamkollegen und dem ganzen Verein. Insbesondere auch Christian Vander und Florian Bruns.“ Torwart- und Ex-Co-Trainer werden also genannt, Cheftrainer Alexander Nouri und Sportchef Frank Baumann dagegen ausgespart – das sagt mehr als tausend Worte.

Nouri gilt als der Schwunggeber für die Torhüter-Rotation beim SV Werder. Die Suche nach einem neuen starken Torwart beschädigte Wiedwald, der sich in der Rückrunde erstmals in den zwei Jahren im Bremer Bundesliga-Team als sicherer und zuverlässiger Rückhalt erwiesen und zur „WiedWall“ gemausert hatte. Dennoch erhielt er nicht das Vertrauen und zog seine Konsequenz – sprich: den Schlussstrich unter seine Zeit bei Werder.

Felix Wiedwald - seine Karriere in Bildern

Jenem Club, für den er schon als Neunjähriger gespielt hatte und über den er sagt, dass er ihm immer die Daumen drücken wird. „Ich bin als Werderaner geboren“ beginnt sein Beitrag, mit „lebenslang grün-weiß“ endet er, mittendrin heißt es, dass für ihn als Bremer Nummer eins „ein großer Kindheitstraum in Erfüllung gegangen“ sei. Interpretation des Ganzen: Da fällt einem der Abschied richtig schwer.

Jetzt heißt es aber für die nächsten drei Jahre Leeds United statt Werder und Elland Road statt Osterdeich. „Darauf freue ich mich sehr“, schreibt Wiedwald.

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