+
Vorzeitige Vertragsverlängerung: Fin Bartels soll noch mindestens zwei Jahre für Werder Bremen spielen.

31-Jähriger denkt über Zukunft nach

Bartels: „Ich werde nicht im Fußball bleiben“

Bremen - Fin Bartels sieht bestens erholt aus, als er vor die Mikrofone im Presseraum des Weserstadions tritt.

„Reha von der Reha“, erklärt der Werder-Profi und berichtet von ein paar sehr warmen Tagen mit der Familie in Ägypten. Im kalten Deutschland hat ihm dann Werder das Herz erwärmt – mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung. Der Kontrakt läuft jetzt nicht nur bis 2019, sondern bis 2020.

„Ein tolles Zeichen der Wertschätzung“, findet Bartels, der seit Dezember nach seinem Achillessehnenriss nur zuschauen kann. Ein Comeback in dieser Saison hat er abgehakt. „Ich kann bislang nur gehen und noch nicht laufen“, erklärt der 31-Jährige: „Ich hoffe, dass ich beim Trainingsstart zur neuen Saison wieder dabei bin.“ Das wäre so Anfang Juli.

Der Verein rechnet fest mit ihm. Überraschend schon jetzt wurde die Option auf eine Verlängerung des Kontraktes gezogen. „Das hat mich sehr gefreut“, sagt Bartels: „Wir wissen, was wir aneinander haben. Ich fühle mich pudelwohl in Bremen, im Verein und in der Mannschaft.“ Sportchef Frank Baumann weiß das zu schätzen: „Wir möchten damit ein Zeichen setzen. Fin ist ein ganz wichtiger Spieler für uns, der auch in Zukunft ein Gesicht der Mannschaft sein soll.“

Die neue Vereinbarung gilt auch für die Zweite Liga, doch daran verschwendet Bartels natürlich keinen Gedanken. „Das ist kein Zwischenhoch, das hat ein festes Fundament“, sagt er zum Bremer Höhenflug unter Florian Kohfeldt: „Es ist ja kein Hauruck-Fußball, wir gewinnen nicht nur mit Emotionen. Wir spielen richtig Fußball, stehen hinten sehr gefestigt. Das Trainerteam arbeitet sehr akribisch.“

Genauso wie Bartels. Jeden Tag ist er mindestens vier Stunden im Stadion, lässt sich behandeln oder schwitzt im Kraftraum. Wie gerne hätte er in dieser Saison noch gespielt. Eigentlich sei es von Beginn an unrealistisch gewesen, doch er selbst habe irgendwie immer darauf gehofft. Doch das Thema hat sich längst erledigt. Und Bartels muss über sich ein wenig schmunzeln. „Alles ist gut, alle sind zufrieden – die Ärzte, die Physios, nur ich eben nicht.“ Denn der 31-Jährige will natürlich spielen. Gerade jetzt, wo es so gut läuft.

Nach dem Karriereende kein Anschlussvertrag bei Werder

Und natürlich ist ihm nicht entgangen, dass die Konkurrenz auf seiner Position auf der Außenbahn viel größer geworden ist – nicht zuletzt durch 7,5-Millionen-Einkauf Milot Rashica. „Wir haben damals in einer brenzligen Situation gesteckt. Da war es doch klar, dass der Verein alles versucht, um sich zu verstärken“, sagt Bartels und kündigt an: „Ich werde diesen Konkurrenzkampf annehmen und ab Sommer wieder voll angreifen.“

Noch ist Bartels voll auf Fußball eingestellt. Wie es nach seinem Vertrag in zwei Jahren weitergeht, das weiß er noch nicht. Ein Anschlussvertrag mit Werder wurde nicht ausgehandelt – und das wird auch nicht mehr passieren. Denn Bartels hat gar kein Interesse daran, wie zum Beispiel sein ehemaliger Teamkollege Clemens Fritz ins Management des Clubs zu wechseln und sich dort ausbilden zu lassen. „Nach meiner Karriere werde ich nicht im Fußball bleiben, sondern sicherlich etwas anderes machen“, sagt Bartels und sieht dabei mit seiner leichten Sonnenbräune im Gesicht ziemlich zufrieden aus.

Schon gelesen?

Thomas Schaaf vor Entscheidung über Job als Technischer Direktor

Jaroslav Drobny will bei Werder bleiben

Mehr News zu Werder Bremen

Holen die Grün-Weißen doch noch einen Offensivspieler? Werder Bremen soll angeblich an einer Ausleihe von Amin Younes vom SSC Neapel interessiert sein. Für ihn tricksten die Grün-Weißen sogar bei der Aufstellung: Mamadou Kone wurde im Geheimtest gegen Hannover 96 von Werder Bremen eingesetzt.

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Kommentare