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Fin Bartels drückt dem HSV für den Aufstieg zwar nicht die Daumen, würde sich aber wieder auf die Nordderbys freuen.

Angreifer kämpft um den Stammplatz

Bartels stichelt gegen den HSV

Bremen – Fin Bartels hätte sich einen anderen Ausgang gewünscht, keine Frage, am Ende setzte es allerdings ein 0:4 für seinen alten Verein. Und das ansonsten so perfekte Wochenende des Werder-Profis hatte doch noch einen kleinen Kratzer abbekommen.

Am Freitag das Comeback beim 4:2-Heimerfolg gegen Schalke, nach 454 Tagen Verletzungspause endlich wieder für Werder auf dem Platz. „Der Moment der Einwechselung war Gänsehaut pur, ein traumhaftes Erlebnis, das mich einfach nur umgehauen hat“, sagte Bartels. Am Samstag dann 71 Minuten für die U23 in der Regionalliga Nord, beim 1:1 gegen den VfB Oldenburg. „Das habe ich gut verkraftet“, berichtete der Stürmer. Und am Sonntag dann eben dieser Ausflug nach Hamburg, Stadtderby, St. Pauli gegen den HSV, als Ehrengast im Stadion. 0:4.

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Bartels: Kein Daumendrücken für den HSV

„Wir alle in Bremen hätten uns ein anderes Ergebnis gewünscht. Wir sind ja nicht die Freunde des HSV“, erklärte Bartels, der von 2010 bis 2014 für St. Pauli gespielt hatte, ehe er zu Werder kam. Angesichts dieser sportlichen Vita ist es naheliegend, dass der Angreifer nicht die größten Sympathien für den HSV hegt: „Für den Aufstieg drücke ich ihnen nicht die Daumen.“

Kleine Sticheleien gegen den alten Rivalen, mehr nicht, jedem Werder-Fan dürften sie gut gefallen. Und sie verraten auch etwas: Diesem Fin Bartels geht es wieder richtig gut. „Jetzt heize ich den Konkurrenzkampf bei uns an, möchte einfach nur Vollgas geben und Spaß am Fußball haben“, betonte der 32-Jährige, der sich auf dem Platz wieder „vollkommen frei“ fühlt. Nur drumherum, sprich vor dem Training oder einem Spiel, müsse er nach seinem Achillessehnenriss noch die eine oder andere Zusatzübung machen. „Das braucht eben noch etwas Zeit“, berichtete er.

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Bartels in Bestform mit Stammplatzgarantie?

Während seiner langen Verletzungspause hatte Bartels mit angesehen, wie „unsere Mannschaft an individueller Klasse dazugewonnen hat“. Jetzt möchte er wieder um seinen Platz in der ersten Elf kämpfen: „Ich bin voller Tatendrang.“ Trainer Florian Kohfeldt hat bereits angedeutet, dass ein Bartels in Bestform durchaus auch eine Stammplatzgarantie bekommen könnte, wie sie im Werder-Sturm derzeit nur Kapitän Max Kruse hat.

„Das ist ein schönes Kompliment“, sagte Bartels, „aber ich muss es auf dem Platz ja erstmal wieder zeigen.“ Das ist sein großes Ziel, denn schließlich könnten schon in der nächsten Saison wieder zwei ganz besondere Spiele anstehen – der HSV befindet sich bekanntlich auf Aufstiegskurs. Und auch wenn Bartels gut auf eine Bundesliga-Rückkehr der Hamburger verzichten könnte, räumte er ein: „Die Derbys sind schon geile Spiele.“

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