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Werder-Offensivspieler Florian Kainz glänzte mit zwei Toren gegen den VfL Wolfsburg.

Zwei Tore, weil „ich weniger grübele“

Kainz löst den Knoten im Kopf

Bremen - Ein prominenter Landsmann hat nach der Hinrunde etwas sehr Nettes über Florian Kainz geschrieben. Andreas Herzog war es, der den Österreicher in Diensten des SV Werder trotz einer für ihn torlosen Hinrunde mit Lob und Zuspruch bedachte.

Werder brauche in der Rückrunde „einen starken Florian Kainz – einen, der das Heft des Handelns in die Hand nimmt. Und ich bin überzeugt, dass Werder diesen starken Florian Kainz auch bekommen wird“, hatte Herzog in seiner Kolumne für die DeichStube erklärt. Fünf Spiele hat es gedauert, bis sich diese Prophezeiung erfüllt hat. Mit seinem Tor-Doppelpack beim 3:1 über den VfL Wolfsburg hat Kainz gezeigt, was in ihm steckt. Und zwar: Mehr Qualität.

Der erste Treffer war ein Traum, der zweite ein Produkt wilder und blinder Entschlossenheit. „Ich wollte das 3:1 unbedingt machen und habe gar nicht so viel hochgeschaut, sondern einfach draufgehalten“, erzählte Kainz, der offenbar erfolgreich an einer persönlichen Schwäche gearbeitet hat: „Vielleicht grübele ich jetzt weniger beim Abschluss.“

Kainz trifft mit Wucht und Entschlossenheit

Von einer Grübelei oder Zaghaftigkeit war am Sonntag tatsächlich nichts mehr zu sehen. Grundlage seiner beiden Tore waren Wucht und Entschlossenheit. „Ich habe mich diesmal belohnt. Ich hoffe, dass der Knoten jetzt geplatzt ist“, meinte er. Der angesprochene Knoten hatte allerdings auch sehr fest gesessen. Abgesehen von einem Treffer im DFB-Pokal war Florian Kainz in der bisherigen Saison leer ausgegangen. Für einen Offensivspieler war das „auf jeden Fall zu wenig“, gab Kainz zu.

Dennoch hat Trainer Florian Kohfeldt oft auf ihn gesetzt – aber in der Rückrunde gab es auch Pausen. Gegen Bayern und Hertha BSC kam Kainz nur von der Bank, gegen Schalke schaute er gleich ganz zu. Seine Antworten darauf waren der gute Auftritt im DFB-Pokal in Leverkusen und die zwei Tore gegen Wolfsburg. Damit, so Kohfeldt, sei Kainz das „Sinnbild für das, was uns gerade passiert“. Soll heißen: Geduldig sein, hart arbeiten, auf die Chance warten und sie nutzen, wenn sie sich bietet. Kohfeldt: „Ich sehe Kainzi da stellvertretend für viele in der Mannschaft.“

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