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Florian Kohfeldt leitete am Dienstag nicht das Training seiner Mannschaft, weil er beruflich unterwegs war.

Werder-Coach fehlt beim Training

Kohfeldt unterwegs: Besucht er Klaassen?

Bremen - Werder startet in die Trainingswoche – und der wichtigste Mann ist nicht da: Chefcoach Florian Kohfeldt. Das kommt ziemlich selten vor. Der 35-Jährige sei beruflich unterwegs, teilt der Club mit. Mehr nicht.

Das bietet natürlich jede Menge Raum für Spekulationen. Wäre Kohfeldt auf einem Trainer-Kongress oder Ähnlichem, wäre das bestimmt gesagt worden. Stellt sich also zwangsläufig die Frage: Ist Kohfeldt womöglich nach Liverpool geflogen, um dort Davy Klaassen vom FC Everton von einem Wechsel nach Bremen zu überzeugen?

Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten: Kümmert sich Kohfedt schon um Plan B? Womöglich Mario Pasalic? Zumindest dieser Kandidat kann ausgeschlossen werden. Der 23-jährige Kroate, der gerade erst in Italien mit Werder in Verbindung gebracht wurde, wechselt nach Informationen der DeichStube vom FC Chelsea zu Atalanta Bergamo.

Everton will unbedingt jetzt Kasse machen

Topkandidat der Bremer soll weiterhin Klaassen sein. Doch der 25-jährige Niederländer zögert noch. Nach seinem verkorksten Jahr beim FC Everton will er diesmal keinen Wechselfehler begehen. Italienische Clubs sollen ebenfalls in der Verlosung sein. Für eine Ablösesumme von 13, 14 Millionen Euro würde ihn der FC Everton sofort ziehen lassen.

Der Premier-League-Club will unbedingt jetzt Kasse machen, um das Geld gleich in neue Spieler zu stecken. Bis zum Ende der Transferzeit in England (9. August) sollen noch sechs Spieler kommen. Dass der FC Everton vor einem Jahr 27 Millionen Euro für Klaassen an Ajax Amsterdam überwiesen hat, ist zwar nicht vergessen, aber es geht offenbar nur noch um Schadensbegrenzung.

In England sind Spieler schnell verbrannt, wenn sie nicht funktionieren – gerade Neulinge aus dem Ausland. Das ist Werders Chance. Normalerweise sind Spieler vom Schlage Klaassen für Werder nicht zu haben – weder sportlich noch finanziell. Nun könnte der Bundesligist als gute Zwischenstation dienen und selbst seinen Kader enorm verstärken.

Der Nationalspieler passt perfekt in das gewünschte Profil von Werder: ein strategisch kreativer Achter soll her als Ersatz von Thomas Delaney, der für 20 Millionen Euro zu Borussia Dortmund gewechselt ist. Schalkes Ex-Coach Huub Stevens sieht seinen niederländischen Landsmann gegenüber Delaney sogar im Vorteil. „Klaassen ist ein anderer Typ. Ich halte ihn für noch reifer und erwachsener“, sagte Stevens der „Bild“.

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