Aus sechs mach zwei oder drei: Tim Kleindienst (1. FC Heidenheim), Philipp Tietz (Darmstadt 98), Simon Terodde (Schalke 04), Marvin Ducksch (Werder Bremen), Guido Burgstaller (FC St. Pauli) und Robert Glatzel (HSV) kämpfen mit ihren Clubs um den Aufstieg.
+
Aus sechs mach zwei oder drei: Tim Kleindienst (1. FC Heidenheim), Philipp Tietz (Darmstadt 98), Simon Terodde (Schalke 04), Marvin Ducksch (Werder Bremen), Guido Burgstaller (FC St. Pauli) und Robert Glatzel (HSV) kämpfen mit ihren Clubs um den Aufstieg.

Der SV Werder und die fünf Aufstiegskontrahenten im Check

Geglänzt, gejagt, gestrauchelt: Die Formkurven der Werder-Konkurrenz im Sechser-Aufstiegsrennen

Bremen - Sechs Spiele hat der SV Werder Bremen in Folge gewonnen, sechs Spiele, die die Bremer auf Rang drei der 2. Bundesliga katapultierten. Und es sind auch sechs Mannschaften, die sich aktuell ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, gerade einmal zwei Punkte trennen den Tabellenführer vom Sechstplatzierten. Neben Werders Gala-Bilanz, die zu inzwischen 38 Punkten führte (41:29 Tore), spuckt die jüngere Vergangenheit spannende Formkurven der Konkurrenz aus.

1. SV Darmstadt 98 (39 Punkte, 45:27 Tore)

Das hatte gesessen. „Wir haben richtig auf die Fresse bekommen“, meinte Fabian Holland, als das jüngste 0:5-Heimdebakel von Darmstadt 98 gegen den HSV endlich beendet war. Der Darmstädter Profi hatte mit seinem Team bislang eine ziemlich erfreuliche Saison erlebt, bis auf Tabellenplatz eins spielten sich die Hessen vor. Und da stehen sie trotz der Klatsche noch immer. Kleinere Ausrutscher hatte es mit Pleiten gegen Düsseldorf oder Rostock zwar auch schon früher gegeben, doch stets erholten sich die Darmstädter davon, brachten es in den vergangenen sechs Partien auf zehn Punkte (drei Siege, ein Remis, zwei Niederlagen). Nun wird sich zeigen, ob sich der Spitzenreiter abermals berappelt. Fabian Holland ist da zuversichtlich: „Uns wird diese Niederlage nicht umhauen. Dafür sind wir mental viel zu stark.“

Werder Bremen gegen den FC Hansa Rostock gibt es hier im Live-Ticker der DeichStube!

Werder Bremen kämpft mit fünf Teams um Bundesliga-Aufstieg: Beim FC St. Pauli läuft es nicht, der HSV will „den Ball flach halten“

2. FC St. Pauli (38 Punkte, 42:29 Tore)

Es läuft nicht mehr so richtig am Millerntor. Kürzlich stand der FC St. Pauli – wenn auch etwas überraschend – mit einigem Vorsprung an der Tabellenspitze, nun ist das Polster aufgebraucht. Letztmals reichte es Anfang Dezember gegen den FC Schalke 04 zu einem dreifachen Punktgewinn, danach blieb die Ausbeute sehr dünn (drei Unentschieden, zwei Niederlagen). Cheftrainer Timo Schultz, früher Spieler in der U23 des SV Werder Bremen, verfällt trotz der verlorenen Leichtigkeit aber nicht in Panik: „Wir müssen uns die Siege im Training wieder hart erarbeiten und das auf den Platz bringen, was uns stark macht. Dann werden die Siege wieder kommen. Wir werden die Art und Weise, wie wir agieren und trainieren nicht ändern.“

4. Hamburger SV (37 Punkte, 39:20 Tore)

Der Hamburger SV arbeitet derzeit mächtig gegen den eigenen Ruf an. Immer dann, wenn es in der Vergangenheit mal halbwegs gut lief, machte sich der Verein schnell alles wieder kaputt. Aktuell bleibt die Selbst-Demontage nach bedeutenden Erfolgserlebnissen aus. Dem Sieg im Pokal gegen den 1. FC Köln ließ Werder Bremens Nordrivale ein 2:1 im Stadtderby gegen den FC St. Pauli folgen. Die vorläufige Krönung gab es nun beim imposanten 5:0-Triumph gegen Darmstadt. Aus den vergangenen sechs Liga-Partien holte der HSV elf Punkte (drei Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage) – logisch, dass da an der Elbe traditionell schon wieder von Größerem geträumt wird. Doch Trainer Tim Walter tritt auf die Euphoriebremse: „Wir sollten den Ball flach halten. Wir hatten in dieser Saison schon Rückenwind und Gegenwind. Wir sind gut beraten, auf uns zu schauen. Das ist das Entscheidende.“ Gänzlich ungewohnte Töne aus Hamburg, aber vielleicht macht gerade das die neue Stärke des Traditionsvereins aus.

(Verfolgt das Zweitliga-Duell von Werder Bremen gegen Hansa Rostock live im TV oder im Live-Stream!)

Werder Bremen: Sextett kämpft um Bundesliga-Aufstieg - Der Spirit bei Schalke 04 „ist überragend“

5. FC Schalke 04 (37 Punkte, 42:25 Tore)

Bei Werder Bremen wird in diesen Tagen viel über den Teamgeist gesprochen, doch auch andernorts hat man diese Qualitäten für sich wiederentdeckt. In Gelsenkirchen etwa, wo Stürmer Marius Bülter jüngst schwärmte: „Wir haben eine Truppe mit super Typen, die ihr eigenes Ego zurückstellen. Der Spirit, den wir in der Mannschaft haben, ist überragend. Über allem steht das große Ziel, das wir gemeinsam haben.“ Ganz klar, auch für Schalke 04 soll es schnellstmöglich zurück in die 1. Bundesliga gehen, die Bilanz der vergangenen Wochen nährt die Hoffnung (drei Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage). Trainer Dimitrios Grammozis ist wegen personeller Entscheidungen und seines Coachings dennoch bei den Fans nicht unumstritten. Die Stimmung kann also auch ganz schnell wieder kippen.

6. 1. FC Heidenheim (37 Tore, 28:26 Tore)

Wird über den Aufstieg geredet, fallen stets die großen Namen, dabei gehören die Heidenheimer fast schon traditionell zu den Kandidaten, die Richtung erste Liga schauen dürfen. In der Vergangenheit waren sie häufig nah dran, auch jetzt sind sie heimlich, still und leise wieder Teil der Spitzengruppe. In den vergangenen sechs Partien gab es gleich vier Siege (ein Remis, eine Niederlage), vor allem in läuferischer Hinsicht ist der 1. FC Heidenheim das Maß der Liga (119,32 Kilometer im Schnitt pro Spiel). Dennoch regieren mit Blick auf die Tabelle die leisen Töne: „Was bringt es uns, jetzt eine Parole rauszuhauen?“, ist ein gern genutzter Satz von Trainer Frank Schmidt, der allerdings auch keinen Hehl daraus macht, möglichst gern und lang auf den vorderen Rängen bleiben zu wollen. (mbü) Lest auch: Werder Bremen-Aufstellung gegen Hansa Rostock: Rutscht Lars Lukas Mai in die Startelf?

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare