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Frank (l.) und Jesper Verlaat am Montag im Trainingslager im Zillertal.

Vater beim Sohn im Trainingslager

Frank Verlaat: „Für die Bundesliga muss sich Jesper noch steigern“

Zell am Ziller - Dass Jesper Verlaat mit ins Trainingslager der Profis reisen darf, hatte der 21-Jährige kurzfristig erfahren. Werder Bremen war und ist auf der Suche nach einem weiteren Innenverteidiger noch nicht fündig geworden.

Sonst hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der neue Mann Verlaats Platz im Flieger eingenommen. Stattdessen ist es nun U23-Talent Verlaat, der sich bei den Profis empfehlen darf. „Das sind die kleinen Chancen, die man packen muss“, sagt Frank Verlaat, Vater von Jesper und selbst ehemaliger Werder-Verteidiger.

Das Trainingslager sieht er aber gar nicht mal als direktes Sprungbrett in die Bundesliga, es hat schon einen viel einfacheren Wert: „Ich denke, es ist wichtig für Jesper und alle jungen Spieler, dass man mal sieht: Wo stehe ich eigentlich? Komme ich mit? Da reicht einmal Training nicht“, erklärt Frank Verlaat, der von 2000 bis 2003 in der Werder-Abwehr für Ordnung sorgte.

Jesper Verlaat nimmt gerne Ratschläge des Vaters an

Der Senior freut sich über die ersten guten Eindrücke seines Sohnes im Trainingslager. „Körperlich hat er einen Riesensprung gemacht“, sagt er, bleibt aber realistisch: „Für die Bundesliga muss er sich aber noch steigern, logisch. Deswegen ist es so wichtig, dass er hier oft mittrainieren kann.“

Für seinen Sohn hat Frank Verlaat immer einen guten Rat, Jesper nehme die Hilfe gerne an, sagt sein Vater: „Er will das schon hören, das ist kein Problem. Ich habe ihm immer gesagt: Wenn du nicht einverstanden bist, oder du etwas anders siehst - sag es.“ Bisher kommt das eher selten vor.

Immer wenn es geht, schaut Frank Verlaat in Bremen vorbei, guckt sich die Spiele seines Sohnes an, ist auch jetzt extra für das Testspiel gegen Ajax Amsterdam am Samstag ins Zillertal gereist - für das Duell seiner beiden Ex-Clubs.

Frank Verlaat war in der Ajax-Jugend ausgebildet worden, hatte nach Stationen in der Schweiz, Frankreich und Deutschland auch als Profi in Amsterdam gespielt, ehe er zu Werder Bremen wechselte. Sein Sohn wurde in der Werder-Jugend ausgebildet - und stand am Samstag im Test gegen Amsterdam die kompletten 73 Minuten auf dem Platz, bis das Spiel abgebrochen wurde. Das Zeugnis des Vaters: „Er hat okay gespielt. Er muss dranbleiben und weiter an sich arbeiten.“

Der Zillertal-Montag

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