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Serge Gnabry läuft am Samstag erstmals seit seinem Abschied aus Bremen wieder im Weserstadion auf.

Wiedersehen im Weserstadion

Die Gefahr namens Gnabry

Sinsheim/Bremen - Im Pokalspiel Ende Oktober war er verletzt, eine Oberschenkelzerrung verhinderte damals die Rückkehr von Serge Gnabry ins Weserstadion.

Am Samstag dürfte der Stürmer für seinen neuen Verein 1899 Hoffenheim nun erstmals an alter Wirkungsstätte auflaufen. „Es wird definitiv ein besonderes Spiel für mich, weil ich erst im letzten Jahr weggegangen bin“, sagt Gnabry vor dem Rückrundenstart gegen Werder im Gespräch mit Radio Bremen. An seine Zeit an der Weser denkt der 22-Jährige dabei durchaus gerne zurück.

Als „sehr, sehr wichtig“ bezeichnet Gnabry die Station Bremen für seine Karriere. „Gerade nach der Zeit bei Arsenal, wo ich weniger gespielt habe, war es gut für mich, ein Jahr in Bremen zu haben, in dem ich sehr viel gespielt habe. Auch der Verein hat gut gepasst.“ Für Werder stand der Angreifer in 27 Pflichtspielen auf dem Platz. Seine beachtliche Bilanz: elf Tore, zwei Vorlagen. „Gerade in der Rückrunde haben wir super aufgeholt. Für Bremer Verhältnisse war es eine erfolgreiche Saison“, so Gnabry.

Kohfeldt freut sich auf das Wiedersehen mit Gnabry

Werder-Sportchef Frank Baumann ist heute noch froh, dass er Gnabry damals aus London geholt hatte – wenn auch nur für eine Saison. Und Trainer Florian Kohfeldt, der zu Beginn von Gnabrys Bremen-Saison Co-Trainer des Teams war, freut sich auf das Wiedersehen: „Ich habe Serge als einen sehr angenehmen Menschen kennengelernt.“ Der sportlich allerdings eine echte Bedrohung für die Bremer darstellt. „Im Eins-gegen-eins ist er wahnsinnig stark. Wir müssen verhindern, dass er auf dem Platz sein Tempo entwickeln und in die Spitze gehen kann“, meint Kohfeldt. Eine Sonderbewachung wird es aber nicht geben, „wir müssen das im Kollektiv lösen – immer mit dem Bewusstsein, dass er ein sehr starker Offensivspieler ist.“

Den hätte Werder im Sommer 2017 natürlich liebend gerne behalten. Aber eine Ausstiegsklausel und Gnabrys Fernweh sorgten für den Wechsel zu Bayern München – für eine Ablöse von nicht marktgerechten, aber vertraglich festgeschriebenen acht Millionen Euro. Der Meister hat Gnabry aber postwendend und auf dessen eigenen Wunsch an Hoffenheim weiterverliehen.

Gnabry träumt von der WM in Russland

Bei seinem aktuellen Club erwischte der Stürmer keinen guten Start. Verletzungen warfen Gnabry zurück. Erst verpasste er wegen einer Kapselverletzung vier Bundesligaspiele, eine Oberschenkelzerrung setzte ihn später für fünf weitere Partien außer Gefecht. In seinen bisher acht Ligaspielen traf er zweimal für Hoffenheim. „Wenn die Verletzungen nicht gewesen wären, hätte ich mehr Spiele gemacht, und es wäre besser gelaufen“, sagt Gnabry – und betont: „Jetzt versuche ich, in der Rückrunde voll anzugreifen.“

Schon am Samstag will er damit anfangen – schließlich gibt es da dieses große Ziel, das Gnabry verfolgt. Der Ex-Bremer träumt von einer Teilnahme an der WM in Russland. „Jeder Spieler muss dem Bundestrainer zeigen, dass er gewisse Leistungen bringen kann“, weiß Gnabry. „Ob es dann am Ende reicht oder nicht, entscheidet der Trainer.“

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