Für Werder Bremen und das Weserstadion könnte sich bald einiges ändern: Sponsor Wohninvest hat einige Pläne.
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Für Werder Bremen und das Weserstadion könnte sich bald einiges ändern: Sponsor Wohninvest hat einige Pläne.

Werder-Sponsor hat Pläne für das Weserstadion

Erste Gespräche zwischen der Stadt Bremen und Werder-Sponsor Wohninvest

Bremen – Manchmal ist es für die Zukunft des SV Werder Bremen fast spannender, was vor dem Anpfiff im Wohninvest Weserstadion so passiert. Eine Person stand dabei am vergangenen Samstag besonders im Blickpunkt: Harald Panzer, der Boss von Wohninvest. Sein Unternehmen zahlt nicht nur seit 2019 jährlich drei Millionen Euro für die Namensrechte an der Arena, sondern will nun auch große Anteile der Bremer Weserstadion GmbH (BWS) übernehmen.

Harald Panzer möchte unter der Marke Brainhouse24 auch in Bremen Co-Working-Spaces anbieten, also mietbare Arbeitsplätze. Diesen Plan hatte Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Die Linke) bei Bekanntwerden vor wenigen Wochen allerdings als „kritisch“ bewertet und ein Mietmodell mit Wohninvest angeregt. Die BWS gehört jeweils zur Hälfte der Stadt und dem SV Werder Bremen.

Werder Bremen: Erste Gespräche zwischen Wohninvest und der Stadt - aber noch kein neuer Stand

Am Samstag kam es nun zu einem ersten Gespräch zwischen Panzer und Vogt über die Zukunft des Weserstadions. Ein neuer Stand habe sich daraus nicht ergeben, hieß es anschließend auf Nachfrage der DeichStube bei der Pressestelle der Senatorin. Dem Vernehmen nach hat Wohninvest ein paar Wochen Zeit erbeten, um aus der bisher vorgelegten Projektskizze ein echtes Konzept zu machen. Reden mag das Unternehmen darüber nicht. Nach Bekanntwerden des Vorhabens hatte ein Sprecher noch eine Stellungnahme von Harald Panzer für die nächsten Tage angekündigt. Seitdem wird geschwiegen.

Dabei spricht Panzer durchaus gerne. Im Weserstadion soll er sich ausgiebig mit Mitgliedern des Werder-Aufsichtsrats ausgetauscht haben. Dessen Vorsitzender Marco Fuchs hatte das Wohninvest-Vorhaben zuvor gegenüber der DeichStube als „interessanten Ansatz“ bezeichnet, „mit dem sich Werder, die Stadt Bremen und die BWS beschäftigen sollte“. Auf dem Stadion lasten Schulden in Höhe von etwa 65 Millionen Euro, die vornehmlich von Werder Bremen getilgt werden müssen. Da sind Zusatzeinnahmen zwingend notwendig. (kni)

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