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Frank Baumann hat das Vorgehen von Werder Bremen auf dem Transfermarkt erklärt.

Preise für Werder zu hoch? 

Transfers aktuell: Nur gucken, nicht kaufen

Bremen - Noch ist nichts passiert, Werder übt sich auf dem Winter-Transfermarkt, was Zugänge angeht, in vornehmer Zurückhaltung. Warum das so ist, aber nicht bis zum Ende der Wechselfrist so bleiben muss, hat Sportchef Frank Baumann am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr) erklärt.

Die Fragen musste kommen, ganz klar. Das wusste auch Frank Baumann. Er hat sie in den vergangenen Wochen schließlich oft genug gehört. Was plant Werder noch auf dem Transfermarkt? Kommt Ersatz für den verletzten Fin Bartels? Und steht der Verein angesichts der Zugänge der Konkurrenz nicht unter Zugzwang? „Noch hat sich nichts ergeben, das für uns passt“, sagte Baumann - und nannte auch die Gründe dafür.

So habe sich in den vergangenen Monaten im Fußball eine ganze Menge getan, was Ablösesummen und Gehälter der Profis betrifft. Im Klartext: Sie sind jeweils deutlich gestiegen. Das ist für einen finanziell nicht gerade auf Rosen gebetteten Verein wie Werder natürlich ein Problem. „Ein neuer Spieler muss ins Gehaltsgefüge passen, damit es stimmig bleibt. Das macht es schwerer“, sagte Baumann - betonte aber auch, dass Werder generell die Möglichkeiten habe, „im Winter noch etwas zu machen“.

Gesucht wird vor allem in der Offensive. Nicht auszudenken, was passiert, wenn nach Bartels auch Topstürmer Max Kruse länger ausfallen sollte. „Wir spielen verschiedene Szenarien durch und müssen natürlich auch mit Ausfällen rechnen“, sagte Baumann. Dann verwies er ein weiteres Mal darauf, dass der aktuelle Kader für diesen „Worst case“ Optionen hergeben würde.

Bei allem Vertrauen in das vorhandene Personal - die Augen nach Verstärkungen hält Werder trotzdem offen. „Wir schauen uns um. Manchmal muss man schneller sein als die Konkurrenz. Manchmal zahlt sich auch Geduld aus“, sagte der Sportchef und verwies auf die Last-Minute-Transfers von Serge Gnabry (2016) und Ishak Belfodil (2017).

Transfers nur mit Perspektive - auch bei Leihen

Dass die Konkurrenz im Tabellenkeller - Mainz verpflichtete beispielsweise Anthony Ujah, Stuttgart Mario Gomez - im Winter ordentlich aufgerüstet hat, lässt Werder kalt. „Auf die Konkurrenz schauen wir natürlich, wir leben ja nicht in einer Blase“, sagte Trainer Florian Kohfeldt. „Aber wir bewerten diese Neuzugänge nicht.“ Klar ist: Der Bremer Coach würde sich über Verstärkungen freuen, auch wenn er sie nicht öffentlich fordert.

„Es muss Sinn machen. Ein Spieler muss uns auch über den Sommer hinaus besser machen können“, sagte Kohfeldt. Scheidet ein Leihgeschäft für den kurzfristigen Erfolg demnach aus? Nicht unbedingt. „Wenn wir einen Spieler ausleihen, ist die Prämisse, dass er uns besser macht und dass wir eine realistische Chance haben, ihn über den Sommer hinaus zu behalten“, erklärte Baumann, der auch in dieser Transferphase nicht von seiner Politik der Ruhe abweichen wird: „Wir haben ja noch ein paar Tage Zeit.“

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