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„Von extremen Ausschlägen geprägt“ – so bewertet Werder-Coach Thomas Schaaf deshalb die Hinrunde.

Große Hoffnungen, große Enttäuschungen

Bremen - Es gibt sie nicht, die Wahl zum schönsten Werder-Tag der Hinrunde. Sie wird auch nicht gebraucht, denn der Sieger steht ohnehin fest. Es war der 10. September. Was da war? An diesem Tag hatte das Glück dieser Welt Ausgang und traf sich zu einer Party im Weserstadion. Werder duellierte sich mit dem Hamburger SV, gewann das Nordderby mit 2:0, sprang als Zugabe in der Bundesliga auf Platz zwei und bejubelte überdies auch noch das Comeback von Naldo. Grün-Weiß schwelgte in Glückseligkeit. Aber alle wissen es: Ganz so schön blieb es nicht.

Aus dem an jenem 10. September geborenen Titeltraum blieb nur der Moment. 1:16 Tore in den direkten Duellen mit den vier Top-Teams der Liga verscheuchten die Werder-Fans unsanft aus der Welt der Illusionen. In den Spitzenspielen war aus dem vermeintlichen Bayern-Jäger ein Opferlamm geworden.

Okay, der Begriff ist hart, beschreibt aber in etwa die in besagten Partien herrschenden Kräfteverhältnisse. „Von extremen Ausschlägen geprägt“ – so bewertet Werder-Coach Thomas Schaaf deshalb die Hinrunde. Hier die tolle Heimbilanz mit sieben Siegen aus acht Partien, dort die eklatante Auswärtsschwäche. „Die Diskrepanz ist viel zu groß. Das ist der Wermutstropfen in unserer Hinrunde“, moniert auch Geschäftsführer Klaus Allofs.

Werders Bremens Saison 2011/2012 in Bildern

1. Spieltag: Werder empfängt zum Bundesliga-Auftakt den 1. FC Kaiserslautern. Nach der verkorksten Vorsaison und der verpatzten ersten Pokalrunde gegen Heidenheim ist ein erfolgreicher Start Pflicht. © nordphoto
Ohne Pizarro avanciert ein alter Bekannter zum Matchwinner: Markus Rosenberg, der in der Vorsaison noch an Racing Santander ausgeliehen war, belohnt die engagierte Bremer Mannschaft mit einem Doppelpack zum 2:0-Endstand. © nordphoto
Werder ist Vierter und die Fans in der Ostkurve feiern mit Tim Wiese auf dem Zaun. © nordphoto
2. Spieltag: Werder muss zum ersten Topspiel nach Leverkusen. In einer chancenarmen Partie kassieren die Bremer erst in der 85. Minute das 0:1. © nordphoto
Bitter: In der ersten Hälfte hatte Nachwuchsprofi Lennart Thy aus vier Metern das leere Tor nicht getroffen. © nordphoto
Werder ist nur noch Achter und die Spieler schleichen mit betretenen Mienen vom Feld. Es wäre mehr drin gewesen. © nordphoto
3. Spieltag: Fußball furioso im Weserstadion: Gegen den SC Freiburg gewinnen die Bremer mit 5:3. Nach einem frühen Rückstand durch Papiss Cissé kämpfen sich die Hausherren zurück ins Spiel. Fritz und Pizarro drehen das Spiel nach vor der Pause. © nordphoto
 Die Gäste kommen aber zwei Mal zurück, auch nach dem 3:2 durch den eingewechselten Arnautovic. Erst in der 87. Spielminute macht Aaron Hunt per Elfer die erneute Führung. © nordphoto
Wesley geling in der Nachspielzeit der Endstand und schnappt sich spontan die Kamera eines verdutzten Fotografen. Werder springt auf den fünften Platz. © nordphoto
4. Spieltag: Werder gerät in Sinsheim bei der TSG Hoffenheim in der Anfangsphase mächtig unter Druck und können froh sein zunächst keinem hohen Rückstand hinterher zu laufen. © nordphoto
Dennoch macht Firmino die Führung für die Gastgeber. Arnautovic, das erste Mal in der Startelf, besorgt aber postwendend den Ausgleich. In der zweiten Hälfte sind die Bremer besser und kommen nicht unverdient noch zum Siegtreffer. © nordphoto
Joker Rosenberg ist mit seinem dritten Saisontreffer der Held. Werder ist nun schon Dritter. © nordphoto
5. Spieltag: Dritter Sieg in Folge: Auch der Tabellenletzte Hamburg kann Werders Lauf im Nordderby nicht stoppen. Beim 2:0 entscheidet Pizarro das Spiel mit zwei Treffern im Alleingang.  © nordphoto
Zudem feiert Neuzugang Ignjowski als linker Verteidiger sein Debüt und überzeugt prompt. Wiese hält in dieser Saison mit tollen Paraden das zweite Mal die Null.  © nordphoto
Werder ist nun erstmals Bayernjäger – Platz zwei. © nordphoto
6. Spieltag: Bitterer Start ins Spiel. Zunächst kommen die Bremer nicht ins Rollen, dann macht Torwart Wiese einen haarsträubenden Fehler und sieht für seine Notbremse Rot. © nordphoto
Werder reagiert aber stark und geht durch Mehmet Ekici in Front, der nur spielt, weil Marin verletzt war. © nordphoto
Auf klitschnassen Rasen liefern sich die Bremer eine wahre Abwehrschlacht. Das 1:1 durch Wollscheid kann aber auch Mielitz nicht verhindern. © nordphoto
Vor dem Spiel wurde der ehemalige Nürnberg-Kapitän Andreas Wolf offiziell verabschiedet. Werder behauptet Platz zwei. © nordphoto
7. Spieltag: Fortuna ist auf Werders Seite. Claudio Pizarro macht in doppelter Überzahl erst in der Nachspielzeit den Siegtreffer. © nordphoto
Zuvor hatte Ramos die Berliner früh in Führung gebracht, „Piza“ glich aus. In der zweiten Hälfte sehen Lell und Ramos bei den Berlinern die rote Karte, Werder spielt aber zu umständlich, bis Pizarro alle erlöst - 2:1. © nordphoto
Es bleibt bei Platz zwei und da Wiese rotgesperrt ist, holen sich die Fans Pizarro auf den Zaun und tanzen mit der Mannschaft den "Andree Wiedener". © nordphoto
8. Spieltag: Dämpfer für Werder: Im kleinen Nordderby bei Hannover 96 unterliegen die Bremer mit 2:3. Die Gegentore fallen allesamt nach dummen Fehlern, vor allem Bargfrede und Ignjowski geben keine gute Figur ab. Abdellaoue erzielte alle drei Tore. © nordphoto
Arnautovic's und Pizarro's Anschlusstreffer reichen nicht. Zu allem Überfluss sieht Arnautovic auch noch die rote Karte. © nordphoto
Werder bleibt dennoch Zweiter, hat aber zumindest einen Punkt leichtfertig verschenkt. © nordphoto
9. Spieltag: Der Meister kommt nach Bremen: Werder ist über 90 Minuten nicht die schlechtere Mannschaft, zeigt aber, dass sie noch kein Spitzenteam sind. © nordphoto
Die Gäste nutzen ihre zwei Chancen zu zwei Toren von Perisic und Owomojela. © nordphoto
Werder spielt oft zu umständlich und muss trotz fast 45-minütiger Überzahl eine bittere 0:2-Niederlage sowie den Absturz auf Platz fünf hinnehmen. © nordphoto
10. Spieltag: Eine Wende sieht anders aus: Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge will Werder einen "Dreier" beim Aufsteiger Augsburg. Nach einem dicken Bock von Andi Wolf kann aber auch Torwart Tim Wiese das 0:1 nicht verhindern. © nordphoto
Claudio Pizarro köpft zwar wenigstens nach Wolf-Vorlage den Ausgleich, danach vergibt der Peruaner aber zwei Möglichkeiten der Marke hundert Prozent © nordphoto
Werders Freude über den Punkt ist stark begrenzt. Von Tabellenplatz fünf geht es einen weiteren Platz runter. © nordphoto
11. Spieltag: Endlich der zweite Auswärtssieg! Beim FSV Mainz muss Werder zwar das achte Mal in der laufenden Saison einen Rückstand hinterherennen, doch zum vierten Mal wird dieser auch gedreht. Aaron Hunt macht kurz nach dem Wechsel mit einem Klasse-Tor das 2:1... © nordphoto
...und jubelt danach mit Vorbereiter Claudio Pizarro, der wieder mal eine fantastische Leistung zeigte und das wichtige 1:1 erzielte. © nordphoto
Für die Entscheidung sorgt schließlich Sebastian Prödl, der den Vorzug vor Wolf erhalten hatte und seinen Einsatz mit einer starken Leistung rechtfertigte. Die Bremer jubelten ausgelassen und sind nun Vierter. © nordphoto
12. Spieltag: Vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln, in dem ein Heimsieg her muss, wird Torsten Frings offiziell mit Blumen, einer Collage und einer Uhr verabschiedet. Danach heißt es mal wieder: Pizarro, Pizarro, und nochmal Pizarro!  © nordphoto
Erst sieht es aber gar nicht nach einem Happy End inklusive Pizarro-Show aus. Tim Wiese ärgert sich wieder über ein frühes Gegentor und es kommt vor der Pause noch dicker - 0:2. © nordphoto
Da kann nur noch der Peruaner das Ruder rumreißen. Nach zehn Minuten im zweiten Durchgang steht es nach zwei "Piza"-Toren schon 2:2. Erst per Drehschuss erfolgreich, übernimmt der Torjäger auch beim Elfmeter die Verantwortung. © nordphoto
In Überzahl schnüren die Bremer den gast aus Köln in der eigenen Hälfte ein. Das Tor muss aber wieder Pizarro machen. Als er fünf Minuten vor Schluss den Siegtreffer erzielt schwingt er sich endgültig zum Helden auf. Spieler und Fans im Freudentaumel - Werder ist Dritter. © nordphoto
13. Spieltag: Blamabel: Werder unterliegt beim vermeintlichen Topspiel Vierter gegen Dritter mit 0:5 der Borussia aus Mönchengladbach. © nordphoto
Trainer Thomas Schaaf kann es ganauso wenig fassen wie 5.000 Werder-Fans, die den Weg ins Rheinland auf sich nahmen. © nordphoto
Jubeln konnten nur die Fohlen mit ihrem wieder Mal überragenden Marco Reus, den Werder genau wie die anderen Offensivspieler nicht in den Griff bekam. Kosequenz: Von Platz drei geht es runter auf den fünften Rang. © nordphoto
14. Spieltag Endlich ist der Bann gebrochen: Werder siegt gegen schwache Stuttgarter mit 2:0 - nicht nur Bargfrede ist nach Hunts Führungstor obenauf. © nordphoto
Werder im Freudentaumel - allen voran Naldo. Nicht nur, dass der wiedergenesene Innenverteidiger hinten bärenstark abräumte, der Brasilianer erzielte mit einem wunderbaren Freistoß auch noch das 2:0 - und damit die Entscheidung. © nordphoto
Gegen die allen Belangen unterlegenen Schwaben hätten die Bremer auch schon im ersten Durchgang in Front gehen können. VfB-Schlussmann hatte aber mehrfach was dagegen.Nach dem wichtigen "Dreier" belegt Werder vor dem Topspiel bei den Bayern Platz 4. © nordphoto
15. Spieltag: Bayern gegen Werder, Dritter gegen Vierter, Nord gegen Süd - das Spitzenspiel war eines, in dem nur der Rekordmeister Spitze war. Franck Ribery erzielte im ersten Durchgang die verdiente Führung. © nordphoto
Die Bremer hielten zwar dagegen und ließen hinten auch nicht allzu viel zu, doch vorne war die Schaaf-Elf an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Der Ausgleich vom eingewechselten Markus Rosenberg kam daher umso überraschender und war bezeichnenderweise eine Einzelaktion. © nordphoto
Danach wurden die Bayern aber stärker und kamen durch einen Elfmeter durch den ebenfalls eingewechselten Arjen Robben zum 2:1. Sebastian Mielitz streckte sich vergeblich. © nordphoto
Nach dem erneuten Rückstand gaben sich die Grün-Weißen geschlagen, kassierten noch zwei Tore durch "Robbery" und Aaron Hunt sah nach einem Frustfoul auch noch Rot. Werder rutscht auf den fünften Platz ab. © nordphoto
16. Spieltag: In der Festung Weserstadion blühte Werder wieder auf. Gegen die Wolfsburger ließen die Bremer nie ein Zweifel aufkommen, wer als Sieger vom Platz geht. Sokratis eröffnete mit seinem ersten Bundesligatreffer den Torreigen. © nordphoto
Neben Claudio Pizarro, der noch vor der Pause auf 2:0 erhöhte, trumpfte auch Markus Rosenberg auf und markierte das 3:0.  © nordphoto
Auch Marko Arnautovic trug sich nach seiner Einwechslung in die Torschützenliste ein. Der Österreicher durfte nach dem 4:1-Sieg daher mit den Fans und der Mannschaft feiern. Werder bleibt auf Position fünf in der Bundesliga. © nordphoto
18. Spieltag: Zum Start in die Rückrunde eine Enttäuschung: nur 0:0 in Kaiserslautern. Zudem bricht Dorge Kouemaha Werder-Verteidiger Sebastian Prödl mit einem unbeabsichtigten Tritt ins Gesicht gleich mehrere Knochen. Werder wird auf dem Transfermarkt aktiv, leiht Sandro Wagner nach Lautern aus und verkauft Andreas Wolf an den AS Monaco. Francois Affolter und Zlatko Junuzovic kommen. © Nordphoto
18. Spieltag: Zum Start in die Rückrunde eine Enttäuschung: nur 0:0 in Kaiserslautern. Zudem bricht Dorge Kouemaha Werder-Verteidiger Sebastian Prödl mit einem unbeabsichtigten Tritt ins Gesicht gleich mehrere Knochen. Werder wird auf dem Transfermarkt aktiv, leiht Sandro Wagner nach Lautern aus und verkauft Andreas Wolf an den AS Monaco. Francois Affolter und Zlatko Junuzovic kommen. © Nordphoto
19. Spieltag: Nicht das 1:1 gegen Bayer Leverkusen ist die Überraschung, sondern die Aussagen von Coach Schaaf danach. „Ich sehe wunderbare Dinge“, sagt er. © Nordphoto
19. Spieltag: Nicht das 1:1 gegen Bayer Leverkusen ist die Überraschung, sondern die Aussagen von Coach Schaaf danach. „Ich sehe wunderbare Dinge“, sagt er. © Nordphoto
20. Spieltag: Zwei Tore von Claudio Pizarro reichen den Bremern nicht gegen den FC Freiburg. Cedrick Makiadi und Jonathan Schmid glichen für Freiburg zweimal aus. Der SC Freiburg und Werder Bremen trennten sich mit einem 2:2 unentschieden und landeten wieder auf Platz fünf. © Nordphoto
20. Spieltag: Zwei Tore von Claudio Pizarro reichen den Bremern nicht gegen den FC Freiburg. Cedrick Makiadi und Jonathan Schmid glichen für Freiburg zweimal aus. Der SC Freiburg und Werder Bremen trennten sich mit einem 2:2 unentschieden und landeten wieder auf Platz fünf. © Nordphoto
21. Spieltag: Wunderbar lukrativ ist zwar der Sechs-Millionen-Transfer von Wesley zu Palmeiras Sao Paulo, aber die Ergebnisse sind es nicht. Das 1:1 gegen Hoffenheim ist das vierte Remis in Folge. Werder agiert ohne Spielwitz, und Ex-Profi Jonny Otten sorgt sich: „Wenn du dann Gladbach siehst, tränen dir die Augen.“ © Nordphoto
21. Spieltag: Wunderbar lukrativ ist zwar der Sechs-Millionen-Transfer von Wesley zu Palmeiras Sao Paulo, aber die Ergebnisse sind es nicht. Das 1:1 gegen Hoffenheim ist das vierte Remis in Folge. Werder agiert ohne Spielwitz, und Ex-Profi Jonny Otten sorgt sich: „Wenn du dann Gladbach siehst, tränen dir die Augen.“ © Nordphoto
22. Spieltag: Gegen den HSV geht einfach alles. Werder siegt 3:1 in Hamburg, zeigt dabei das beste Spiel der Rückrunde. © Nordphoto
22. Spieltag: Gegen den HSV geht einfach alles. Werder siegt 3:1 in Hamburg, zeigt dabei das beste Spiel der Rückrunde. © Nordphoto
22. Spieltag: Gegen den HSV geht einfach alles. Werder siegt 3:1 in Hamburg, zeigt dabei das beste Spiel der Rückrunde. © Nordphoto
23. Spieltag: Das war nichts. Werder Bremen machte zwar das Spiel und drückt Gegner Nürnberg in die eigene Hälfte, aber Alexander Esswein trifft. Die Gäste nehemen die Punkte aus dem Weserstadion also mit. © Nordphoto
23. Spieltag: Das war nichts. Werder Bremen machte zwar das Spiel und drückt Gegner Nürnberg in die eigene Hälfte, aber Alexander Esswein trifft. Die Gäste nehemen die Punkte aus dem Weserstadion also mit. © Nordphoto
24. Spieltag: Peinlich: Bei der krisengeplagten Hertha verlieren die Bremer 0:1 und schenken Ex-Werder-Trainer Otto Rehhagel zu dessen Heim-Debüt den ersten Sieg als Berliner Coach. Klaus Allofs nennt die Partie ein „Katastrophenspiel“, Naldo orakelt: „Machen wir so weiter, schaffen wir die Europa League nicht.“ © Nordphoto
24. Spieltag: Peinlich: Bei der krisengeplagten Hertha verlieren die Bremer 0:1 und schenken Ex-Werder-Trainer Otto Rehhagel zu dessen Heim-Debüt den ersten Sieg als Berliner Coach. Klaus Allofs nennt die Partie ein „Katastrophenspiel“, Naldo orakelt: „Machen wir so weiter, schaffen wir die Europa League nicht.“ © Nordphoto
24. Spieltag: Peinlich: Bei der krisengeplagten Hertha verlieren die Bremer 0:1 und schenken Ex-Werder-Trainer Otto Rehhagel zu dessen Heim-Debüt den ersten Sieg als Berliner Coach. Klaus Allofs nennt die Partie ein „Katastrophenspiel“, Naldo orakelt: „Machen wir so weiter, schaffen wir die Europa League nicht.“ © Nordphoto
25. Spieltag: 3:0 gegen Hannover 96 – es ist der zweite und letzte Sieg in der Rückrunde. Pizarro langt gegen Pogatetz zu und wird nach einem TV-Beweis für zwei Spiele gesperrt. Anschließend kommen erste Gerüchte über ein Interesse Bayern Münchens an dem Torjäger auf. © Nordphoto
25. Spieltag: 3:0 gegen Hannover 96 – es ist der zweite und letzte Sieg in der Rückrunde. Pizarro langt gegen Pogatetz zu und wird nach einem TV-Beweis für zwei Spiele gesperrt. Anschließend kommen erste Gerüchte über ein Interesse Bayern Münchens an dem Torjäger auf. © Nordphoto
25. Spieltag: 3:0 gegen Hannover 96 – es ist der zweite und letzte Sieg in der Rückrunde. Pizarro langt gegen Pogatetz zu und wird nach einem TV-Beweis für zwei Spiele gesperrt. Anschließend kommen erste Gerüchte über ein Interesse Bayern Münchens an dem Torjäger auf. © Nordphoto
26. Spieltag: Bremen verliert bei Meister Dortmund mit 0:1. Shinji Kagawa macht das entscheidende Tor schon in der achten Spielminute. Während der BVB einen neuen Rekord aufstellt - elfter Heimdreier in Folge - scheidet Bremens Sebastian Prödl verletzt aus. © Nordphoto
26. Spieltag: Bremen verliert bei Meister Dortmund mit 0:1. Shinji Kagawa macht das entscheidende Tor schon in der achten Spielminute. Während der BVB einen neuen Rekord aufstellt - elfter Heimdreier in Folge - scheidet Bremens Sebastian Prödl verletzt aus. © Nordphoto
28. Spieltag: Werder poltert die Tabelle runter. Das 0:3 daheim gegen Mainz 05 ist ein peinliches Spiel. Werder wird aus der Euro-Zone vertrieben, Sokratis fällt ein vernichtendes Urteil: „Wir sind keine Mannschaft.“ Und Tim Wiese hat die Nase voll. Er verkündet seinen Abschied zum Saisonende. © Nordphoto
28. Spieltag: Werder poltert die Tabelle runter. Das 0:3 daheim gegen Mainz 05 ist ein peinliches Spiel. Werder wird aus der Euro-Zone vertrieben, Sokratis fällt ein vernichtendes Urteil: „Wir sind keine Mannschaft.“ Und Tim Wiese hat die Nase voll. Er verkündet seinen Abschied zum Saisonende. © Nordphoto
29. Spieltag: Bremen geht gegen den abstuiegsbedrohten 1. FC Köln zwar durch Rosenberg in Führung, ist aber das schwächere Team. Ammar Jemal gleicht für die Geißböcke aus. © Nordphoto
29. Spieltag: Bremen geht gegen den abstuiegsbedrohten 1. FC Köln zwar durch Rosenberg in Führung, ist aber das schwächere Team. Ammar Jemal gleicht für die Geißböcke aus. © Nordphoto
30. Spieltag: Nach einer halben Stunde fliegt Sebastian Boenisch gegenn Gladbach vom Platz. Aber: In einer prickelnden Partie verdienten sich die kämpfenden Bremer einen glücklichen Punkt. Kurios: Naldo spielt vor der Abwehr als Sechser. © Nordphoto
30. Spieltag: Nach einer halben Stunde fliegt Sebastian Boenisch gegenn Gladbach vom Platz. Aber: In einer prickelnden Partie verdienten sich die kämpfenden Bremer einen glücklichen Punkt. Kurios: Naldo spielt vor der Abwehr als Sechser. © Nordphoto
31. Spieltag: Die Partie beim VfB Stuttgart wird zum „Euro-Endspiel“ hochgejazzt. Werder lässt sich auskontern, verliert trotz 1:0-Führung mit 1:4. © Nordphoto
31. Spieltag: Die Partie beim VfB Stuttgart wird zum „Euro-Endspiel“ hochgejazzt. Werder lässt sich auskontern, verliert trotz 1:0-Führung mit 1:4. © Nordphoto
32. Spieltag: Gut gekämpft, knapp verloren. Naldo trifft erst ins richtige, dann ins falsche Tor, ehe Franck Ribery mit einem Last-Minute-Treffer den 2:1-Erfolg von Bayern München in Bremen eintütet. © Nordphoto
32. Spieltag: Gut gekämpft, knapp verloren. Naldo trifft erst ins richtige, dann ins falsche Tor, ehe Franck Ribery mit einem Last-Minute-Treffer den 2:1-Erfolg von Bayern München in Bremen eintütet. © Nordphoto
33. Spieltag: Erst der Transfer-Knüller, dann das Ende aller Euro-Träume. Vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg verkündet Klaus Allofs den Wechsel von Marko Marin zum FC Chelsea. Anschließend lässt sich die Mannschaft wie schon in Stuttgart auskontern, verliert mit 1:3. © Nordphoto
33. Spieltag: Erst der Transfer-Knüller, dann das Ende aller Euro-Träume. Vor dem Spiel beim VfL Wolfsburg verkündet Klaus Allofs den Wechsel von Marko Marin zum FC Chelsea. Anschließend lässt sich die Mannschaft wie schon in Stuttgart auskontern, verliert mit 1:3. © Nordphoto
34. Spieltag: 2:3 gegen Schalke – mit der vierten Pleite in Folge verabschiedet sich Werder aus der Saison. „Gott sei Dank, es ist vorbei“, sagt Kapitän Clemens Fritz. © Nordphoto
34. Spieltag: 2:3 gegen Schalke – mit der vierten Pleite in Folge verabschiedet sich Werder aus der Saison. „Gott sei Dank, es ist vorbei“, sagt Kapitän Clemens Fritz. n csa © Nordphoto
34. Spieltag: 2:3 gegen Schalke – mit der vierten Pleite in Folge verabschiedet sich Werder aus der Saison. „Gott sei Dank, es ist vorbei“, sagt Kapitän Clemens Fritz. n csa © Nordphoto

Wobei von einem Tropfen eigentlich nicht die Rede sein kann. 0:5 in Mönchengladbach, 1:4 in München, 0:5 zum Abschluss auf Schalke – das ist gleich ein See an Sorgen, die Werder mit in die Rückrunde nimmt. Dennoch schubsen sowohl Schaaf als auch Allofs die guten Aspekte nach vorne. „Die Saison ist bisher im Vergleich zur vorigen viel besser. Die Mannschaft hat wieder in die positive Schiene gefunden, spielt wieder besseren Fußball“, sagt der Coach, schränkt aber ein: „Es ist nicht alles gut.“ Die vergangene, von Abstiegsangst geprägte Serie habe „ihre Kratzer hinterlassen. Spiele wie das 0:5 auf Schalke entstehen, weil das Gebilde nicht so gefestigt ist.“

Bei dem Bild lässt sich bleiben: Auf wackeligem Fundament, aber auf Rang fünf verbringt Werder die Winterpause. „Ganz ordentlich“, nennt Klaus Allofs dieses Zwischenergebnis: „Unterm Strich eine gute Position.“ Die in der zweiten Saisonhälfte verteidigt werden muss.

Die Werder-Fieberkurve: Zuhause top, auswärts Flop

Auf frische Kräfte im Team wird Thomas Schaaf dabei nicht vertrauen können. Winter-Einkäufe sind nicht in Aussicht. „Mit ganz großer Wahrscheinlichkeit werden wir nichts unternehmen“, erklärt Sportdirektor Allofs. Zum einen hält er den Kader für „ausreichend besetzt“ und hofft auf Spieler wie Sebastian Boenisch, Mikael Silvestre oder Denni Avdic, die nach langer Verletzungspause vor der Rückkehr stehen. Zum anderen fehlt bei einem zu erwartenden Millionen-Verlust im laufenden Geschäftsjahr schlicht das Geld, um auf dem Transfermarkt tätig zu werden. Allofs: „Die Mittel sind nicht vorhanden.“ Und in Vorleistung gehen, sprich: Schulden machen, ist nicht drin. Das hat Aufsichtsratschef Willi Lemke am Montag nach der Vertragsverlängerung mit Allofs (bis 2015) und Schaaf (bis 2014) erneut bekräftigt: „Nicht mit mir.“

Schaaf muss folglich das Vermögen aktivieren, das er in sportlicher Hinsicht angehäuft hat. Die Millionen-Einkäufe Marko Marin, Marko Arnautovic, Wesley und Mehmet Ekici (kosteten zusammen mehr als 26 Millionen Euro) kamen in der Hinrunde überhaupt nicht auf Touren, saßen zu oft als totes Kapital auf der Bank. Dieses zum Leben zu erwecken, ist die große Aufgabe und Chance in der Rückrunde. · csa

Quelle: kreiszeitung.de

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