Gute Noten gegen desolate Freiburger

Bremen - Leichtes Spiel hatte Werder Bremen am Sonnabend gegen den SC Freiburg. Mit 4:0 besiegten die Hanseaten die abstiegsbedrohten Breisgauer.

Zwischen Note 1 und 3: Die Einzelkritik

Tim Wiese: Ausgewechselt wurde er nicht, dennoch dauerte das Spiel für den Torwart nur 21 Minuten. In dieser Zeit zeigte Wiese bei Schüssen von Flum (7.) und Cissé (23.) außergewöhnliche Paraden – danach war Schluss. Von Freiburg kam nichts mehr. Wiese durfte sich dennoch rühmen, in der wackeligen Startphase seinen Teil zum glatten Sieg beigetragen zu haben. Note 2 © Nordphoto
Clemens Fritz: Fritz hielt sich – trotz Unterforderung in der Defensive – zunächst mit Offensivvorstößen auffallend zurück, wurde mit zunehmender Spielzeit aber aktiver. Hatte seine beste Szene bei einem abgefälschten Distanzschuss, der Zentimeter am Tor vorbeitrudelte (39.). Note 3 © Nordphoto
Per Mertesacker: Stress hatte der Innenverteidiger ähnlich wie Wiese nur im ersten Viertel der Partie. In der Folge reichten Routine und sein gutes Kopfballspiel, um die mutlos vorgetragenen Angriffe des Gegners abzufangen. Note 3 © Nordphoto
Naldo (bis 76.): Einen Schnitzer erlaubte er sich, als er gegen Cissé einen Zweikampf verlor und so die frühe Flum-Chance ermöglichte. Sein persönliches Highlight war die Vorlage zum 1:0 sowie ein gefährlicher Kopfball nach 59 Minuten. Immer wieder schaltete sich Naldo ins Angriffsspiel ein. Note 2 © Nordphoto
Petri Pasanen: Um zu belegen, dass das Bremer Spiel lange Zeit linkslastig war, braucht es nur eine Zahl: 116 – so viele Ballkontakte (und damit die meisten aller Bremer) hatte der Linksverteidiger. Was Pasanen daraus machte, ist mit dem Oberbegriff Sicherheitsfußball am besten zusammengefasst. Note 3 © Nordphoto
Torsten Frings: Die unfreiwillige Pause am Spieltag zuvor hat seiner Form nicht geschadet. Frings agierte zweikampfstark und umsichtig. Zu behaupten, dass er voll gefordert war, wäre allerdings gnadenlos übertrieben. Note 2,5 © Nordphoto
Philipp Bargfrede (bis 70.): Arbeitete gut im defensiven Mittelfeld und rechtfertigte einmal mehr das Vertrauen des Trainers, der Bargfrede den Vorzug vor dem wiedergenesenen Tim Borowski gegeben hatte. Note 3 © Nordphoto
Marko Marin: Unglaublich fleißig, unglaublich wuselig – aber ohne Glück im Abschluss. Marin flankte und schoss aus nahezu allen Lagen, bei den vier Toren waren aber andere die Hauptdarsteller. Was freilich nichts daran ändert, dass Marin erneut eine starke Leistung zeigte. Note 2,5 © dpa
Mesut Özil: Endlich wieder ein (Traum-)Tor, endlich wieder eine überzeugende Leistung von Özil. Der Treffer zum 4:0 war sein erstes Erfolgserlebnis seit dem 20. Spieltag und überhaupt erst das zweite in der Rückrunde. Vor seinem Tor hatte er das 3:0 vorbereitet und zwei weitere Großchancen (24./51.) vergeben. Note 2 © dpa
Aaron Hunt: Erst ein Aktivposten, dann ziemlich abgetaucht, schließlich cooler Vollstrecker zum 2:0. Für Hunt war das Spiel eine Achterbahnfahrt. Note 3 © dpa
Claudio Pizarro (bis 70.): Mit einem Wort: überragend! Zwei Tore selbst gemacht, eines vorbereitet – diese Quote lässt keine Wünsche offen. Grandios vor allem, wie Pizarro das 2:0 vorbereitete: erst die Ballbehauptung an der Mittellinie, dann ein Slalomlauf durch vier Freiburger, um schließlich uneigennützig dem kreuzenden Hunt den Ball zu überlassen. Note 1 © Nordphoto
Hugo Almeida (ab 70.): Sorgte mit dem Versuch eines Fallrückziehers noch für einen gewissen Showeffekt – mehr aber nicht. Note - © Nordphoto
Tim Borowski (ab 70.): Setzte sich in der Schlussphase nicht mehr in Szene. Note - © Nordphoto
Sebastian Prödl (ab 76.): Kam für den angeschlagenen Naldo, wurde aber vor keine Prüfungen mehr gestellt. Note - © Nordphoto

Den Grundstein zum Sieg legte mal wieder Claudio Pizarro. Der Peruaner erzielte seine Saisontreffer 13 und 14. Welche Note er und die anderen Werder-Spieler von unserer Redaktion erhalten haben, sehen Sie in der Bildergalerie.

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