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3:5 verlor Werder das letzte Aufeinandertreffen gegen 1899 Hoffenheim. Zum Auftakt in die neue Saison werden sich Thomas Delaney (M.), Kerem Demirbay (l.) und Sandro Wagner (r.) direkt wiedersehen. Ob es dann wieder soch hoch hergeht?

Bundesliga-Spielplan 2017/2018

Schweres Programm leicht genommen

Bremen - Es beginnt mit einem Auswärtsspiel, und es endet mit einem Auswärtsspiel – das ist schon mal schlecht. Im neuen Bundesliga-Spielplan kommt es für Werder aber sowieso ziemlich hart.

Zum Start in die neue Bundesliga-Saison bekommt Werder Bremen es nacheinander mit 1899 Hoffenheim, Bayern München und Hertha BSC zu tun. Zwei Champions-League-Clubs und ein Europa-League-Starter – da darf man schon mal unzufrieden sein. Werder-Sportchef Frank Baumann ist es auch: „Das Auftaktprogramm hat es in sich. Wir nehmen das aber so an und wollen gut in die Saison starten.“

Trotz hammerhartem Start: „Wir befürchten nichts“

Im letzten Jahr gelang das nicht. Drei Niederlagen zum Auftakt der Bundesliga-Spielzeit plus das vorangegangene blamable Pokal-Aus bei den Sportfreunden Lotte kosteten Trainer Viktor Skripnik den Job. Werder hing anschließend die gesamte Hinrunde im Tabellenkeller fest, die Abstiegsangst begleitete das Team bis in die Rückrunde. All das wollen die Bremer in dieser Saison nach Möglichkeit vermeiden.

Doch das wird schwer, so viel lässt sich schon sagen. Am ersten Spieltag geht es nach Hoffenheim, am zweiten kommt Meister Bayern München ins Weserstadion, am dritten gastiert Werder bei Hertha BSC. Oder anders gesagt: Der Achte der Vorsaison startet gegen den Vierten, den Ersten und den Sechsten. Hammerhart! Droht da etwa der nächste Null-Punkte-Start? „Wir befürchten nichts“, sagt Baumann, „wir bereiten uns vor. Es ist spannend, gegen zwei Champions-League-Teams zu beginnen.“

Weniger Spannung hätte es aber auch getan. Zumal Werder einmal mehr am ersten Spieltag auswärts ran muss – zum fünften Mal innerhalb der letzten sechs Jahre übrigens. Auch das letzte Saisonspiel muss Werder auswärts bestreiten – am 12. Mai 2018 bei Mainz 05. Möglicherweise könnte das im Saisonfinish wieder zu einem entscheidenden Nachteil werden. Wie im vergangenen Mai, als Werder zum Saisonausklang bei Borussia Dortmund antreten musste und mit dem 3:4 den noch möglichen Sprung in die Europa League verpasste.

Doch zurück zum Start und den schlechten Erinnerungen, die die Paarungen wecken. In Hoffenheim haben die Bremer bislang nur einmal verloren (bei fünf Siegen und drei Unentschieden), das letzte Aufeinandertreffen endete am vorletzten Spieltag der Vorsaison aber mit einer 3:5-Pleite. Gegen die Bayern hat es seit 13 Spielen keinen Punktgewinn mehr gegeben, sogar seit 17 Partien wartet Werder schon auf einen Sieg über den Rekordmeister.

Baumann will noch kein Saisonziel formulieren

Werder-Coach Alexander Nouri spricht von einem „sehr fordernden Startprogramm“ und von einem „großen Reiz“ im ersten Heimspiel den Meister zu empfangen. Auch Kapitän Zlatko Junuzovic bemüht sich, die schweren Aufgaben leicht zu nehmen. Hoffenheim werde „interessant und witzig“, weil es direkt das Wiedersehen mit dem Ex-Bremer Florian Grillitsch gibt. Und die eigenen Fans mit einem Spiel gegen den FC Bayern in die Saison schicken zu dürfen, bezeichnet er auf „werder.de“ trotz der vermeintlichen Aussichtslosigkeit auf Punkte als eine „coole Sache, etwas Besonderes für die Fans und die Mannschaft“.

Dass die Bremer beim Ritt durch die 34 Spieltage an die höchst erfolgreiche vergangene Rückrunde (29 Punkte, Platz vier) anknüpfen wollen, ist keine Frage. Was sie sich konkret zum Ziel setzen, bleibt dagegen vorerst ein Geheimnis. Frank Baumann: „Wir formulieren heute nichts und morgen auch nichts. Wir werden die komplette Saisonvorbereitung abwarten, bevor wir uns dazu äußern.“ Auf wen sie sich als erste Gegner vorbereiten müssen, wissen die Bremer ja jetzt.

Der Bundesliga-Spielplan 2017/2018

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