Robin Dutt herzte Aaron Hunt nach dem Sieg. ·
+
Robin Dutt herzte Aaron Hunt nach dem Sieg. ·

Hunt erklärt den Abschied

Werder-Bremen - Aaron Hunt, es war eine bewegte Woche für Sie, nachdem Sie sich entschieden haben, Werder im Sommer zu verlassen. War es für Sie ein komisches Gefühl, heute hier aufzulaufen?

Aaron Hunt:Nicht wirklich. Das wird es wohl erst im letzten Spiel.

Warum haben Sie sich für einen Abschied aus Bremen entschieden?

Hunt:Ich bin jetzt schon sehr lange hier im Verein, und deshalb war es auch eine sehr schwierige Entscheidung für mich. Aber ich will einfach noch einmal eine neue Herausforderung und etwas Neues ausprobieren. Das ist der Hauptgrund für meine Entscheidung. Natürlich gehe ich auch mit einem weinenden Auge, weil ich so lange für Werder gespielt habe.

Wo werden Sie nächste Saison spielen?

Hunt:Ich habe mich noch nicht entschieden und noch nichts unterschrieben. Da bin ich auch ganz entspannt. Erst mal zählt für mich der Abstiegskampf mit Werder.

Wie wichtig war dabei heute der Dreier?

Hunt:Sehr wichtig, weil wir gegen einen direkten Konkurrenten gewonnen haben. Aber durch sind wir noch nicht. Wir haben noch ein schweres Restprogramm. Aber es war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Wie hat es Ihre Mannschaft geschafft, nach den letzten Spielen nicht nervös, sondern sehr selbstbewusst aufzutreten?

Hunt:Wir haben eine gute Mentalität in der Mannschaft. Immer wenn wir unter großem Druck stehen, dann sind wir voll da.

Wir hart war es da, am Ende einer guten ersten Halbzeit noch in Rückstand zu geraten?

Hunt:Das 0:1 war natürlich ein Nackenschlag für uns, weil wir das Spiel dominiert hatten. Wir sahen alle nicht gut aus bei dem Gegentor, aber die Mannschaft hat das gut weggesteckt und sich dafür belohnt.

Nach dem 1:1 sah es aber nicht mehr so aus, als wollte Werder nicht mehr gewinnen. War Ihre Auswechslung für Theodor Gebre Selassie nicht das Signal, wir sichern jetzt den einen Punkt?

Hunt:Nein. Wir haben auch nach dem 1:1 noch Chancen erspielt. Aber natürlich muss man auch aufpassen, dass man das Spiel nicht wieder aus der Hand gibt. Natürlich ist es glücklich, wenn man in der 90. Minute das Siegtor macht. Aber unser Sieg war absolut verdient. · ck

Werder Bremen gegen Hannover 96: Die Noten

Raphael Wolf: Bei Husztis Freistoßtor sieht der Keeper unglücklich aus, weil die Kugel direkt neben ihm einschlägt. Aber: Der Ball kam auch durch die poröse Mauer. Stark gegen Andreasen (77.) – und der Sieg-Retter beim Schulz-Kopfball in der Nachspielzeit. Note 3 © nph
Clemens Fritz: Toller Schlenzer, den Zieler gerade noch entschärfte (13.). Ansonsten sehr defensiv eingestellt. Sein Ausrutscher bescherte Andreasen eine Riesenchance (77.); insgesamt ganz ordentlich. Note 3 © nph
Sebastian Prödl: Einfach überragend, dieser Österreicher! Der Herrscher in beiden Strafräumen. Hinten köpfte er alles weg – und vorne das Siegtor. Note 1 © nordphoto
Luca Caldirola: Kehrte nach langer Zeit von der Außen- in die Innenverteidigung zurück. Längst nicht so präsent wie Prödl, aber konsequent und mit Köpfchen Vorbereiter des 2:1. Note 3 © nph
Santiago Garcia: Gerade erst zurück im Mannschaftstraining nach seiner Knieverletzung – und dann so ein fulminanter Auftritt. Der Linksverteidiger hatte die meisten Ballkontakte (92), führte die meisten Zweikämpfe (23) und marschierte seine Seite rauf und runter. Note 2 © nph
Philipp Bargfrede: Nach seiner Gelbsperre zurück im Team – und als alleiniger Sechser vornehmlich Abräumer und weniger Spielmacher vor der Abwehr. Unglückliches Foulspiel vor dem 96-Freistoßtor. Aber auch starke Balleroberung vor dem 1:1. Note 3 © nph
Zlatko Junuzovic: Lange sah es so aus wie immer: sehr aktiv, aber nicht effektiv. Doch dann leitete der Österreicher den Ausgleich ein, verpasste anschließend zweimal nur knapp das 2:1 – und am Ende brachte seine Ecke den Sieg. Note 2,5 © nph
Cedric Makiadi (bis 90.): Zurück in der Startelf, weil er als Einwechselspieler gegen Wolfsburg überzeugt hatte. Mit mehr Selbstbewusstsein und einigen ganz guten Aktionen im linken Mittelfeld, aber auch mit alten Problemen: Er gewann nur jeden dritten Zweikampf. Humpelte mit Oberschenkelproblemen vom Platz. Note 3,5 © nph
Aaron Hunt (bis 84.): Erstes Spiel nach der Bekanntgabe seines Abschieds im Sommer – und eines steht fest: Der Spielmacher gibt weiter Vollgas. Aber er tat sich gestern auch schwer, blieb immer mal wieder hängen. Immerhin bereitete er den Ausgleich mit seinem Pass zu Vorlagengeber Elia vor. Note 3 © nph
Eljero Elia (bis 79.): Überraschend für Obraniak in der Startelf. Sehr aktiv, aber auch sehr oft im Abseits – gleich fünfmal (!) in der ersten Halbzeit. Nach 17 Minuten muss er das 1:0 machen oder für Di Santo vorbereiten. In der 58. Minute ist das vergessen: Mit feinem Fuß bedient der Holländer den Argentinier – und Werder ist wieder im Spiel. Note 3 © nph
ranco Di Santo: Ist er doch ein Vollblutstürmer? Jedenfalls spielte er so. Lange unauffällig – und dann eiskalter Knipser zum 1:1. Beinahe hätte der Argentinier mit dem Kopf noch das 2:1 nachgelegt. Note 3 © nph
Nils Petersen (ab 79.): Stammplatz verloren, aber als Joker das Spiel zumindest mitgewonnen. Note - © nph
Assani Lukimya (ab 90.): Garcias Genesung kostet ihn den Platz in der Innenverteidigung, den nun Caldirola wieder einnimmt. Immerhin durfte Lukimya noch kurz den Dreier mitverteidigen. Note - © nph
Theodor Gebre Selassie (ab 84.): Kam für Hunt, um die Defensive zu stärken und das Unentschieden zu sichern – und er ging als Sieger vom Platz. Note - © nph

Quelle: kreiszeitung.de

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare