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Stürmer Ishak Belfodil wird Werder nach dieser Saison wohl verlassen.

Stürmer soll Kaufoption beendet haben

Belfodil will Werder angeblich verlassen

Bremen - Ishak Belfodil sieht seine Zukunft offenbar nicht beim SV Werder Bremen. Die belgische Zeitung „La Dernière Heure“ berichtet, dass der Algerier den Bundesligisten nach seiner Ausleihe am Saisonende verlassen will.

Geplant sei allerdings nicht eine Rückkehr zu seinem belgischen Club Standard Lüttich, sondern ein Wechsel zu einem europäischen Club. Werder-Sportchef Frank Baumann hatte bislang stets betont, dass sich der Club erst nach der Saison entscheiden werde, ob die Kaufoption für Belfodil gezogen wird. Doch laut „La Dernière Heure" ist das gar nicht mehr möglich, weil der Spieler selbst diese Kaufoption beendet hat – und das angeblich schon im November.

Damals hatte der 26-Jährige nach dem Trainerwechsel von Alexander Nouri zu Florian Kohfeldt nicht mehr so viel gespielt. Womöglich aus Frust habe Belfodil deshalb von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, nicht bei Werder bleiben zu müssen. Für eine Ablöse von sieben Millionen Euro hätte Werder, so der Bericht, Belfodil am Saisonende fest verpflichten können. Die Leihgebühr für diese Saison soll 800.000 Euro betragen haben.

Unter Kohfeldt wurde Belfodil zur festen Größe

Schon im Winter wäre Belfodil beinahe gewechselt. Der chinesische Club Beijing Renhe wollte ihn holen, doch Werder und der Spieler sprachen sich dagegen aus, obwohl das Angebot finanziell sehr lukrativ war. Sportlich zahlte sich die Entscheidung aus, auch mit der Hilfe Belfodils spielte sich Werder aus dem Tabellenkeller. In 25 Bundesliga-Spielen hat der Algerier bislang vier Tore erzielt und eine Vorlage beigesteuert. In den drei Partien im DFB-Pokal traf er zwei Mal. Wichtiger als die Statistik ist allerdings Belfodils Auftreten: Der kraftvolle Stürmer hat eine enorme Präsenz auf dem Platz – und ist mit seinem Durchsetzungsvermögen und seiner körperbetonten Spielweise einzigartig im Kader der Bremer.

Unter Kohfeldt wurde Belfodil zur festen Größe. In den vergangenen acht Partien kam er immer zum Einsatz, stand dabei vier Mal in der Startelf. Deshalb hat Werder auch darüber nachgedacht, Belfodil fest zu verpflichten, allerdings nicht für die festgeschrieben Ablösesumme von sieben Millionen Euro (plus späterer, leistungsbezogener Bonuszahlungen). Baumann wollte versuchen, den Preis nach der Saison zu drücken. Das Thema könnte sich nun erledigt haben, falls Belfodil tatsächlich nicht in Bremen bleiben möchte.

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