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Jaroslav Drobny bleibt bei Werder Bremen.

37-Jähriger wird Backup und Vorbild

Drobny bleibt bei Werder

Bremen - Die eigene Kamera darf beim Training nicht fehlen – und Jaroslav Drobny wird auch in der kommenden Saison seine Arbeit in Bremen filmen.

Nach Informationen der DeichStube hat sich Werder mit dem 37-Jährigen auf eine Verlängerung des am 30. Juni auslaufenden Vertrags verständigt. Offiziell bestätigen will das noch keiner der Beteiligten, das liegt wahrscheinlich auch an der gerade etwas schwierigen Torwartsituation bei Werder.

Drobny soll Backup sein

Der Club sucht nämlich weiterhin nach einer neuen Nummer eins. Jiri Pavlenka soll von Slavia Prag kommen. Doch der tschechische Meister fordert eine Ablöse von über drei Millionen Euro, Werder hat bislang aber erst 1,8 Millionen Euro geboten. Am Wochenende soll sich der Poker um den 25-Jährigen entscheiden.

Der Tscheche hatte bereits erzählt, dass ihm seine Landsleute Theodor Gebre Selassie und Drobny die Eingewöhnung in Bremen erleichtern könnten. Als ernsthaften Konkurrenten muss er den Torhüterkollegen indes nicht fürchten. Für Drobny ist die Rolle als Backup vorgesehen, als Notnagel oder noch besser gesagt: als Absicherung. Denn weder Pavlenka noch der als Ersatzmann vorgesehen Michael Zetterer (21) verfügen über Bundesliga-Erfahrung. Das ist riskant.

Jaroslav Drobny hat jede Menge Bundesliga-Erfahrung. Jetzt soll er als Notnagel und Vorbild bleiben.

Felix Wiedwald hat jede Menge Bundesliga-Erfahrung (70 Spiele) und auch noch einen Vertrag bis 2018. Trotzdem sieht es sehr nach einer Trennung aus. Trainer Alexander Nouri fordert eine Verbesserung auf der Torwartposition und der Spieler einen langfristigen Vertrag. Beides zusammen geht eigentlich nicht. Dass Wiedwald seinen Vertrag einfach aussitzt, ist ausgeschlossen. Der 27-Jährige will spielen.

Grundsätzlich will Drobny das auch. Aber mit 37 Jahren fällt es ihm leichter, mit der Ersatzrolle umzugehen. Sein Rezept: Er gibt einfach im Training Vollgas. Und zwar immer. Der Tscheche gilt als Musterprofi, der auch für den Teamgeist sehr wichtig sein soll. Er ist also nicht nur als Backup, sondern auch als Vorbild eingeplant. Mindestens ein Jahr wird Drobny seine Kamera noch mit zum Trainingsplatz tragen und die Filme danach auswerten, um weiter an sich zu arbeiten.

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