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Jerome Gondorf ist in Bremen angekommen.

Neuzugang startet bei Werder

Baumann: „Gondorf macht uns besser“

Bremen - Kaum war er da, war er auch schon wieder weg - zumindest konnte Fritz Munder Jerome Gondorf nirgendwo entdecken.

Werders Zeugwart hatte den Auftrag bekommen, den Neuzugang aus Darmstadt auf dem Parkplatz vor dem Weserstadion in Empfang zu nehmen und ihm den Weg in die Kabine zu zeigen. „Wo ist er?“, stöhnte Munder, nachdem Gondorf den Parkplatz auf der falschen Seite verlassen hatte. Der Mittelfeldspieler war am Donnerstag der einzige von drei Bremer Neuzugängen, der bereits die individuelle Leistungsdiagnostik absolvierte.

Allerdings wirkte er sichtlich irritiert, weil er nicht wusste, wohin er denn musste. Gondorf wusste sich jedoch zu helfen und meldete sich kurzerhand am offiziellen Empfang des Stadions. Dort sammelte Munder ihn schließlich ein. Dem etwas holprigen Start sollte aber keine Symbolik zugewiesen werden, denn bei Werder sind sie heilfroh, dass Gondorf in Bremen gelandet ist.

Baumann über Gondorf: „Er wird uns besser machen“

„Jerome ist in den letzten Jahren zu einem sehr, sehr guten Bundesliga-Spieler geworden“, lobte Sportchef Frank Baumann. Zwar sei der 29-Jährige keiner, der 15 Saisontore schießt, „aber für eine Mannschaft kann er ein ganz wichtiger Spieler werden. Er wird uns mit seiner fußballerischen Qualität besser machen.“ Gondorfs Heimat auf dem Platz ist das defensive Mittelfeld, er ist ein Abräumer, der dank seiner spielerischen Qualitäten aber auch das Spiel nach vorne mitgestalten kann.

In Bremen trägt der gebürtige Karlsruher künftig die Rückennummer acht, was irgendwie an Ironie des Schicksals grenzt. Bis dato gehörte diese Nummer Werders Kapitän Clemens Fritz, der seine Karriere inzwischen beendet hat - auch, weil er sich nach einer Verletzung in der Rückrunde keine neue Saison mehr zugetraut hat. Zugezogen hatte sich Fritz seinen Syndesmosebandriss im Heimspiel gegen Darmstadt, in einem Zweikampf mit - genau - Gondorf.

Übel nehmen wird dem neuen Mann das freilich keiner. Vor allem Fritz Munder nicht. Der wirkte vielmehr froh, dass er seinen Auftrag am Ende doch noch ausführen konnte.

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