Kampf um jeden Zentimeter Boden: Tim Borowski grätscht Clemens Fritz ab.

Jetzt mischt Werder Beton an

Bremen - Von Arne Flügge · Bei Werder Bremen läuten die Alarmglocken. Die Krise mit spielerischen Mitteln zu lösen, ist nicht drin. Das vernichtende Urteil von Sportchef Klaus Allofs: „Wir sind nicht reif, guten Fußball zu spielen.“

Und daher gilt für die Bremer ab sofort nur noch: kämpfen, kämpfen, kämpfen. „Unsere einzige Taktik muss es sein, alles in die Waagschale zu werfen, alles zu geben, was in uns steckt“, sagt der in Köln gelb-gesperrte Abwehrspieler Sebastian Prödl. Und „da ist es fast ein Segen, dass wir am Sonnabend gegen die Bayern spielen, da muss man niemenden extra wachrütteln“, weiß Allofs.

Werder-Training am Mittwoch

Die erste Trainingseinheit am Mittwochvormittag musste Marko Arnautovic wieder vorzeitig abbrechen, ging dann aber am Nachmittag mit dem Großteil der Werder-Mannschaft in den Kraftraum. © nordphoto
Die erste Trainingseinheit am Mittwochvormittag musste Marko Arnautovic wieder vorzeitig abbrechen, ging dann aber am Nachmittag mit dem Großteil der Werder-Mannschaft in den Kraftraum. © nordphoto
Die erste Trainingseinheit am Mittwochvormittag musste Marko Arnautovic wieder vorzeitig abbrechen, ging dann aber am Nachmittag mit dem Großteil der Werder-Mannschaft in den Kraftraum. © nordphoto
Die erste Trainingseinheit am Mittwochvormittag musste Marko Arnautovic wieder vorzeitig abbrechen, ging dann aber am Nachmittag mit dem Großteil der Werder-Mannschaft in den Kraftraum. © nordphoto
Die erste Trainingseinheit am Mittwochvormittag musste Marko Arnautovic wieder vorzeitig abbrechen, ging dann aber am Nachmittag mit dem Großteil der Werder-Mannschaft in den Kraftraum. © nordphoto
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Die erste Trainingseinheit am Mittwochvormittag musste Marko Arnautovic wieder vorzeitig abbrechen, ging dann aber am Nachmittag mit dem Großteil der Werder-Mannschaft in den Kraftraum. © nordphoto
Die erste Trainingseinheit am Mittwochvormittag musste Marko Arnautovic wieder vorzeitig abbrechen, ging dann aber am Nachmittag mit dem Großteil der Werder-Mannschaft in den Kraftraum. © nordphoto
Die erste Trainingseinheit am Mittwochvormittag musste Marko Arnautovic wieder vorzeitig abbrechen, ging dann aber am Nachmittag mit dem Großteil der Werder-Mannschaft in den Kraftraum. © nordphoto
Die erste Trainingseinheit am Mittwochvormittag musste Marko Arnautovic wieder vorzeitig abbrechen, ging dann aber am Nachmittag mit dem Großteil der Werder-Mannschaft in den Kraftraum. © nordphoto
Die erste Trainingseinheit am Mittwochvormittag musste Marko Arnautovic wieder vorzeitig abbrechen, ging dann aber am Nachmittag mit dem Großteil der Werder-Mannschaft in den Kraftraum. © nordphoto

Doch darauf allein will sich Thomas Schaaf nicht verlassen. Der Bremer Trainer hat sich eine klare Marschroute zurechtgelegt, wie er gegen die Münchner bestehen will: Mit Kampf, Einsatz, Leidenschaft und einer kompromisslosen, dichtgestaffelten Defensive. Das zumindest ist aus den Trainingseindrücken der letzten Tage zu erkennen. Schaaf mischt Beton an. Am Montag hatte der 49-Jährige Zweikampfe üben lassen. Immer und immer wieder – und seine Profis rannten, grätschten, flogen als ginge es ums nackte Überleben. Geht’s ja schließlich auch, zumindest sportlich.

Training am Dienstag

Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto
Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto
Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto
Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto
Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto
Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto
Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto
Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto
Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto
Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto
Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto
Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto
Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto
Mannschaftstraining am Dienstag: Wenige Tage vor dem Heimspiel gegen Bayern München nahm neben Tim Borowski auch Petri Pasanen wieder am Training teil. © nordphoto

Gestern nun setzte der Werder-Coach auf die Kompaktheit in der Defensive. Die Viererkette, davor in Torsten Frings und Philipp Bargfrede zwei „Sechser“ – so will Schaaf den Bayern begegnen. „Zuordnung, rausrücken, dagegengehen, helfen!“ Schaaf schrie sich fast die Seele aus dem Leib, korrigierte ständig, führte noch auf dem Platz – wie mit Per Mertesacker – Einzelgespräche. „Die Bayern haben eine große Qualität, gegen die wir uns durchsetzen müssen. Vor allem ist Bayern in der Offensive stark. Da müssen wir entsprechend dagegenhalten“, begründete Bremens Co-Trainer Wolfgang Rolff später das gezielte Bremer Abwehrtraining. Und Rolff war mit den Einheiten zufrieden: „Es sieht nicht schlecht aus, die Defensive arbeitet gut. Ich bin guten Mutes.“

Hinten dicht, und vorn hilft Werder der liebe Gott – das alleinige Rezept gegen die Bayern? „Nein“, sagt Rolff, „wir müssen natürlich auch nach vorn etwas tun, denn wir wollen das Spiel gewinnen. Dafür müssen wir in der Offensive aber effektiv sein, denn wir werden gegen die Bayern nicht viele Chancen bekommen.“ Standardsituationen seien beispielsweise auch ein Mittel, um zum Erfolg zu kommen. So trainierte Werder gestern Nachmittag fast ununterbrochen Freistöße und Eckbälle. In der Liga ist den Bremern in dieser Saison noch kein Tor nach einem Eckball geglückt – als einzigem Team wohlgemerkt. „Wir arbeiten dran“, versprach Rolff. Vor allem die beiden „Langen“, Per Mertesacker und Sebastian Prödl, rückten bei den Standards immer wieder in die Spitze. Sie sollen es gegen die Münchner bei ruhenden Bällen richten.

Zugegeben, Werders Ecken sind weiterhin stark verbesserungswürdig, wie das Training zeigte. Kampf und Einsatz aber stimmten. Doch das will nichts heißen. Auch vergangene Woche hatten die Bremer gut trainiert, waren dann aber in Köln sang- und klanglos untergegangen. Und daher war Prödl nach dem Training am Nachmittag auch eher zurückhaltend: „Ob es was gebracht hat, werden wir am Sonnabend sehen.“

Bis dahin hat der Bremer Trainerstab aber nicht nur viel Arbeit auf dem Platz vor sich. Angesichts der Krise sind Schaaf, Rolff und Co. auch wiederholt als Psychologen gefragt. „Der eine braucht es mehr, der andere weniger“, sagte Rolff: „Den einen muss man mal in den Arm nehmen, dem anderen in den Arsch treten. So ist das halt. Als Trainer gibt man auch viel davon weiter, was man selbst als Spieler erlebt hat.“ Rolff selbst wurde zu seiner Zeit beim Hamburger SV sehr von Ernst Happel geprägt. Und welche Art der Psychologie hatte der Trainer-Guru bei Rolff angewandt? „Ich brauchte nur einen Arschtritt von Happel. Da wusste ich, was zu tun war.“ Streichelheinheiten werden die Werder-Profis vom Schaaf-Assistenten also nicht erwarten können . . .

Quelle: kreiszeitung.de

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