Gehen endgültig getrennte Wege: Bundestrainer Joachim Löw und Werder-Profi Torsten Frings.

Allofs schimpft: „Einige Aussagen hätte man sich sparen können“

Jetzt zählt Löw Frings endgültig aus

Werder-Bremen - BREMEN (kni) · Sicher, Joachim Löw hatte Torsten Frings schon vor einer Woche erklärt, dass die WM 2010 in Südafrika ohne den Werder-Profi stattfinden wird. Doch es blieb die Frage: Was passiert, wenn sich Nationalspieler auf der Frings-Position verletzten?

Gestern gab’s die Antwort: Es passiert nichts! Zumindest in Sachen Frings. Der Bundestrainer schloss nach der Bekanntgabe des drohenden WM-Ausfalls von Leverkusens Simon Rolfes (Knorpelschaden im Knie) ein Comeback des Bremers aus: „Das kommt nicht infrage. Torsten spielt in unseren Planungen keine Rolle mehr, da wir ein offensives Spielsystem bevorzugen.“

Löw hätte auch sagen können: Frings ist mit seinen 33 Jahren ein Auslaufmodell und wird nicht mehr gebraucht. Zu den Leistungen des Bremers in der Hinrunde passt das nicht. Löw sieht’s anders: „Einige Spieler stehen vor ihm auf seiner Position als Sechser im Mittelfeld. Spieler wie Khedira, Gentner oder auch Hitzlsperger und auch Schweinsteiger können im Mittelfeld spielen, falls Rolfes nicht zur Verfügung steht.“

So deutlich wurde schon lange keinem Nationalspieler mehr vorgehalten, wie schlecht er geworden ist. Das ärgert auch Klaus Allofs. „Einige Aussagen hätte man sich sparen können“, meinte der Werder-Boss und fügte noch an: „Irgendwie ist das alles ziemlich verwunderlich, denn vor gar nicht langer Zeit herrschte beim DFB noch eine ganz andere Meinung zu Frings.“

Der Betroffene selbst biss sich gestern auf die Zunge. „Das interessiert mich alles nicht, dazu sage ich nichts“, fauchte er. Es war allerdings nicht zu übersehen, wie es in ihm brodelte. Frings fühlt sich – so war zu hören – ungerecht behandelt, glaubt an eine persönliche Geschichte. Nur sagen will er das nicht. Dabei hat er als Ex-Nationalspieler eigentlich nichts mehr zu verlieren. Vielleicht befolgt Frings aber auch einfach nur den Rat von Klaus Allofs: „Torsten sollte nicht zu viel Energie verschwenden, sich damit zu beschäftigen, was Löw denkt.“

Quelle: kreiszeitung.de

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