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Jiri Pavlenka hat noch keine Bundesliga-Erfahrung.

Kommentar zur Torwart-Situation

Pavlenka ist ein Risiko

Werder Bremen rotiert zur neuen Saison kräftig auf der Torwart-Position. Die neue Konstellation ist allerdings ein Risiko, kommentiert DeichStuben-Redakteur Carsten Sander.

Jetzt ist also raus, mit welcher Torwart-Konstellation Werder Bremen in die neue Saison gehen wird. Jiri Pavlenka wird die Nummer eins, Michael Zetterer sein Stellvertreter, Jaroslav Drobny der alte Mann im Hintergrund. Und Felix Wiedwald, der Rückhalt der Rückrunde, darf gehen. Soweit die Fakten. Doch was bedeutet es, mit diesem Trio anzutreten? Antwort: ein Risiko.

Werder macht Jiri Pavlenka, einen Torhüter, der 25 Jahre alt werden musste, ehe er den Weg raus aus der sportlich wenig herausfordernden ersten tschechischen Liga gefunden hat, zur unumstrittenen Nummer eins. Dabei hat Pavlenka null Erfahrung in der Bundesliga, und eine Nummer zwei, die ihm Druck machen kann, hat er auch nicht. Jedenfalls steht Nachwuchskraft Michael Zetterer noch nicht dafür, um den Platz in einem Bundesliga-Tor kämpfen zu können. Eine Konkurrenzsituation, die Werder grundsätzlich auf allen Positionen haben möchte, ist erstmal nicht zu erkennen.

Jetzt bitte nicht falsch verstehen: Natürlich ist es richtig und notwendig, ein Talent wie Zetterer an die erste Liga heranzuführen. Aber dann bitte mit einem Stammkeeper, der schon bewiesen hat, dass er in der Bundesliga bestehen kann. Bei Pavlenka besteht dahingehend nur die Hoffnung, aber keine Gewissheit. Dennoch voll auf ihn zu setzen, ist mutig von Trainer Alexander Nouri und Sportchef Frank Baumann. Es zeugt vor allem davon, wie gering das Vertrauen in Felix Wiedwald letztendlich war.

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