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Werder-Keeper Jiri Pavlenka bewies gegen 1899 Hoffenheim, dass er zu den besten Torhütern der Bundesliga gehört.

Torwart rettet Werder 1:1 gegen Hoffenheim

Pavlenkas unglaubliche Parade

Bremen - Es war die Szene des Spiels, wenn nicht gar die größte Rettungstat der laufenden Saison.

65 Minuten waren am Samstag zwischen Werder Bremen und 1899 Hoffenheim absolviert, als Jiri Pavlenka seine Mit- und Gegenspieler sowie die Fans im Weserstadion und vor dem Fernseher in Staunen versetzte. In gehöriges Staunen! Am Ende blieb die Frage: Wie hat er das nur gemacht!?

Werder hatte gerade den wichtigen Ausgleich erzielt, als sich Hoffenheim prompt die Großchance zur erneuten Führung bot. Nach punktgenauem Zuspiel von Pavel Kaderabek kam Andrej Kramaric im Strafraum vollkommen frei zum Abschluss - Sekundenbruchteile später schoss dann dieser gelbe Pfeil von rechts heran. Mit hochgerissenen Armen wehrte Pavlenka in seiner auffälligen Torwart-Kluft den Ball im Flug spektakulär ab.

Selbst die fünfte Zeitlupe konnte die eingangs gestellte Frage nicht beantworten: Wie hat er das nur gemacht!? Sei es drum, fest steht: Sollte noch ein Beweis nötig gewesen sein, dass der Tscheche einer der besten Keeper der Liga ist - bitteschön, da war er!

„Pavlas macht das überragend. Dafür gibt es gar kein anderes Wort“, lobte Werder-Trainer Florian Kohfeldt, den es ziemlich geärgert hatte, dass seine Spieler kurz nach dem Ausgleich direkt eine so dicke Chance zugelassen haben. „Es war ein Moment, in dem ich dachte: Das kann doch nicht euer Ernst sein.“ Hätte Hoffenheim postwendend auf 2:1 erhöht - Werders Start ins Jahr 2018 wäre nicht 1:1 aus-, sondern womöglich gründlich in die Hose gegangen. Das war hinterher auch Sportchef Frank Baumann und den anderen Bremer Profis bewusst.

Pavlenkas Potenzial „noch gar nicht ganz ausgeschöpft“

„Kramaric hat den aus meiner Sicht gut geschossen, aber Jiri hat noch besser pariert“, freute sich Baumann, der die Szene von der Bank aus beobachtet hatte. Noch näher dran war Florian Kainz. „Das war eine unglaubliche Parade von Jiri“, lobte der Österreicher seinen Torhüter. Werders Kapitän Zlatko Junuzovic benutzte nach dem Spiel übrigens ebenfalls dieses laut Kohfeldt einzig passende Wort, um die Aktion zu beschreiben: „Überragend.“

Bei Werder wissen sie also nur zu gut, dass sie in Pavlenka einen der besten Torhüter der Bundesliga zwischen den Pfosten stehen haben. Kohfeldt formulierte es auf Nachfrage so: „Im Ligavergleich ist Jiri ganz weit oben.“ Dann ließ der Trainer noch einen Satz folgen, der richtig Lust auf die Zukunft macht: „Und er hat sein Potenzial noch gar nicht ganz ausgeschöpft.“

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Fotostrecke: Werder spielt 1:1 gegen Hoffenheim

Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim
Freundlicher Empfang von Werder-Coach Florian Kohfeldt (r.) für den früheren Bremer und heutigen Hoffenheimer Florian Grillitsch. © Gumz
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim
Für Serge Gnabry war es die erste Rückkehr ins Weserstadion seit seinem Abschied aus Bremen im Sommer 2017. © nordphoto
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim
Eine Kerze von Milos Veljkovic bringt Werder-Torwart Jiri Pavlenka ordentlich in Bedrängnis. Hoffenheim kann die Chance nicht nutzen (10.). © nordphoto
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim
Ansonsten sahen die Zuschauer im Weserstadion eine ziemlich trockene erste Hälfte ohne große Höhepunkte von Max Kruse und Co.. © dpa
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim
Kurz vor der Pause schlug Hoffenheim dann zu. Nach einer Ecke brachte Gnabry den Ball in den Strafraum - Benjamin Hübner köpfte ein (39.). Hoffenheim führt zur Pause. © nordphoto
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim
Im zweiten Durchgang glich Werder aus. Ausgangspunkt war erneut eine Ecke. In der Mitte stand Theodor Gebre Selassie richtig und drosch den Ball ins Tor. © nordphoto
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim
Werder bejubelte den Ausgleich in der 63. Minute. © nordphoto
Werder Bremen gegen 1899 Hoffenheim
Kurz nach dem Ausgleich hätte Hoffenheim beinahe wieder zugeschlagen. Doch mit einer Glanzparade rettete Jiri Pavlenka Werder vor dem schnellen erneuten Rückstand. Die Partie wurde danach wesentlich munterer. Es blieb aber beim 1:1. © dpa

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