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Josh Sargent in der Partie der USA gegen Irland.

US-Sturmtalent

Sargent sicher: „Ich kann mithalten“

Dublin - Nennen wir diese ersten Monate bei Werder Bremen ruhig „Hinübergleiten in eine neue Dimension“. Josh Sargent hat diese Zeit bekommen, zwangsweise allerdings.

Weil er bei seinem Wechsel an die Weser im Januar noch nicht 18 Jahre alt war, bekam er als Junge aus den USA noch keine Spielberechtigung, durfte nur trainieren, nicht aber spielen. „Ein bisschen frustrierend“ sei das gewesen, berichtet der talentierte Stürmer nun im Gespräch mit „bundesliga.com“. Aber es hat sich auch gelohnt. Denn am Ende des Hinübergleitens vom US-Nachwuchskicker zum Profi-Spieler stehen für ihn die ersten A-Länderspiele für die USA.

Sargent stolz auf seine Leistung

Dem Debüt am Dienstag mit einem Tor beim 3:0 über Bolivien folgte am Samstag der zweite Einsatz – es war allerdings nur ein 15-Minuten-Auftritt gegen Irland. Die USA verloren in Dublin 1:2, Einwechselspieler Sargent blieb dabei ohne Tor und große Auffälligkeiten. „Schade, dass wir nicht gewonnen haben. Aber ich habe getan, was ich konnte und bin ziemlich stolz auf meine Leistung“, sagt er.

Letzteres wird wohl mehr auf seine Entwicklung insgesamt als auf dieses eine Spiel gemünzt gewesen sein. Denn trotz fehlender Spielpraxis hat er den Sprung ins Nationalteam geschafft. Die Partien gegen Bolivien und Irland waren für ihn sogar die ersten überhaupt im Herrenbereich. Die Erkenntnisse? Positiv, meint Sargent: „Wenn man den Übergang von der Jugend zur Nationalmannschaft schafft, ist das natürlich ein großer Schritt. Aber ich denke definitiv, dass ich auf diesem Level mithalten kann.“

Max Kruse sei „ein großartiger Mentor“

Auch in der Bundesliga? Vielleicht wird der Teenager schon in der Hinrunde der kommenden Saison seine ersten Einsatzchancen bekommen. Akklimatisieren konnte er sich bislang nur in den Übungseinheiten mit den Profis. Und wenn dabei Ungeduld oder Frust aufkamen, wären ihm die Mitspieler aus dem Bremer Bundesliga-Team „alle eine große Hilfe“ gewesen. Sargent: „Sie haben gesagt ,Warte bis zur nächsten Saison' – so haben sie mir durch diese Zeit geholfen. Das war eine gute Erfahrung.“ Besonders Max Kruse sei in dieser Hinsicht als „ein großartiger Mentor“ aufgetreten.

Bevor Sargent nun in die Sommerpause gehen kann, steht am Samstag noch ein weiteres Test-Länderspiel auf dem Programm. In Lyon trifft die US-Auswahl auf Vize-Europameister Frankreich – es wird ein weiteres Highlight für das Bremer Talent. Dessen Blick geht allerdings schon über den Samstag hinaus in die neue Saison, in die für ihn neue Dimension des Fußballs. „Auf das alles“, sagt Sargent, „freue ich mich jetzt einfach.“

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