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Bei Hochrisikospielen fallen regelmäßig zusätzliche Polizeikosten an.

Gericht über Gebühren

Kommentar zum Polizeikosten-Urteil: Ohne einheitliche Linie geht es nicht

Ein Kommentar von Carsten Sander. Pöbler, Prügler und Proleten kosten die deutschen Profi-Fußballclubs künftig bares Geld. Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass die Vereine mit ihrem Dachverband Deutsche Fußball-Liga für die bei Hochrisikospielen anfallenden zusätzlichen Polizeikosten geradestehen müssen.

Es ist ein Urteil, für das der Steuerzahler zurecht viel Sympathie empfinden wird, schließlich muss er die Kostenlast für die Sicherheit rund um das Milliardenspiel Fußball nicht mehr alleine tragen. Theoretisch jedenfalls. Solange aber nicht alle Bundesländer dem Bremer Beispiel folgen und tatsächlich auch Gebührenbescheide an ihre Clubs verschicken, bleibt das Urteil in seiner Grundsätzlichkeit zwar richtig, die unterschiedliche Handhabung wäre aber schlicht unfair gegenüber den belasteten Vereinen.

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Werder klagt über Wettbewerbsnachteil

Rückstellungen von einer Million Euro pro Saison, wie Werder Bremen sie vornehmen musste, sind zwar nicht existenzbedrohend, aber auch keine Kleinigkeit. Das Werder-Wehklagen über den Wettbewerbsnachteil mag in den letzten Wochen etwas zu vehement dargeboten worden sein, in der Sache ist es aber nachvollziehbar.

Es muss deshalb der Auftrag für alle Innenminister sein, schnellstmöglich eine einheitliche Linie zu finden. Einer zahlt, einer lässt zahlen – so geht es eben nicht. Auch aus diesem Grund: Polizisten, die in Hannover, Hamburg, Dortmund oder München zum Einsatz kommen, werden schlussendlich mit Steuergeldern bezahlt. Wie die, die in Bremen gegen die vom Fußball angelockten Pöbler, Prügler und Proleten vorgehen müssen.

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