Kommentar: Es wird eng für Schaaf und Allofs

Bremen - Von Björn Knips - Bei wohl allen anderen Clubs wäre Thomas Schaaf längst gefeuert worden. Oder wo darf ein Trainer mit einer Millionen-Truppe erst fast absteigen und ein Jahr später die schlechteste Rückrunde der Vereinsgeschichte spielen?

Bei Werder ist das möglich, weil der Verein dem Double-Gewinner von 2004 blind vertraut. Es scheint so, als würde eher über ein neues Vereinswappen als über einen neuen Trainer nachgedacht. Das hat Werder schon bei Otto Rehhagel so gemacht. Und es hat funktioniert. Nach schlechten Jahren folgten tatsächlich wieder gute. Aber ist das nun auch bei Schaaf möglich? Momentan fehlt der Glaube daran.

Björn Knips

Der Trainer hat es nicht geschafft, das Potenzial der Spieler auf den Platz zu bringen, immer wiederkehrende Fehler abzustellen und der Mannschaft Leidenschaft einzuimpfen. Sein Boss Klaus Allofs gesteht das zwar ein, sieht die Hauptschuld aber bei den Profis. Auch deshalb wird jetzt nicht der Trainer, sondern die halbe Mannschaft ausgetauscht. Mit der Überzeugung, dass Schaaf es mit neuen Leuten wieder besser macht. Doch Neues ist nicht in Sicht. Deshalb steht nun auch Allofs mehr denn je unter Druck. Der Clubchef muss beweisen, dass er noch gute bezahlbare Fußballer für Werder aufspürt. Es wird eng für das Erfolgsduo Allofs/Schaaf!

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