Werder-Coach Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann.
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Werder-Coach Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann.

Werder braucht Verstärkungen

Kommentar: Kohfeldt allein ist keine Garantie

Werder Bremen erhielt nach drei Siegen aus den vergangenen vier Spielen wieder einen Dämpfer in Leverkusen und droht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern. Ein Kommentar von Björn Knips.

Wer nach Werders Sieg in Dortmund schon an die Rettung dachte, der war zu voreilig. Und wer jetzt nach der Niederlage in Leverkusen im Abstiegskampf wieder schwarz sieht, handelt genauso fahrlässig. Für eine Mannschaft im Abstiegskampf sind drei Zähler aus den beiden schweren Auswärtsspielen in Dortmund und Leverkusen gut. Das sind Bonuspunkte. Entscheidend sind Duelle wie das am Samstag gegen Mainz. Da kann Werder mit einem Sieg sogar Weihnachten nicht nur unter dem Baum, sondern auch über dem Strich feiern. Das wäre schon gut fürs Gemüt.

Fotostrecke: Verdiente Niederlage in Leverkusen

Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen
Mit der Nummer 22: Die Werder-Spieler machten sich in Shirts mit einem Gruß an den verletzten Fin Bartels warm. © Gumz
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen
In der elften Spielminute klingelte es bereits im Bremer Kasten: Lucas Alario traf für die Leverkusener. © dpa
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen
Die Gastgeber blieben in der ersten Hälfte überlegen, Werder konnte nicht an die Leistungen aus dem Dortmund-Spiel anknüpfen. © nordphoto
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen
Florian Kohfeldt konnten das Spiel seines Teams und der Halbzeitstand nicht gefallen. © nordphoto
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen
In der zweiten Hälfte wurde das Spiel aggressiver, Werder kämpfte, um zumindest einen Punkt mit nach Hause zu nehmen. © nordphoto
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen
Das Wetter passte zum Spiel, Werder konnte in der zweiten Halbzeit keine echten Torchancen verbuchen. © nordphoto
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen
Der Trainer versuchte, seinem Team Lösungen an die Hand zu geben, auf dem Platz war davon aber nichts zu sehen. © nordphoto
Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen
Werder lief die meiste Zeit hinterher, Bayer Leverkusen kam vor allem in der Schlussphase noch zu Chancen. Es blieb beim 0:1. © nordphoto

So oder so – eines steht schon jetzt fest: Florian Kohfeldt allein kann den Klassenerhalt nicht garantieren. Der Trainer erledigt einen guten Job, das ist unstrittig. Werder macht - abgesehen vom Leverkusen-Spiel - wieder Spaß, ist mit neun Punkten aus sechs Spielen durchaus im Soll. Doch spätestens nach dem Ausfall von Fin Bartels fehlt Kohfeldt das nötige Personal, um Werder nach vorne zu bringen – und zwar auf dem Platz und in der Tabelle. Das muss die Lehre aus dem Leverkusen-Spiel sein. Kohfeldt braucht für sein Spiel Akteure mit Tempo, die zudem eine gute Technik und Durchschlagskraft mitbringen. Bartels hatte das, wenn er in Form war. Florian Kainz, Izet Hajrovic und Ishak Belfodil blieben diesen Beweis bislang schuldig. Sie haben alle sicherlich ihre Qualitäten, aber die allein reichen nicht aus für den Überlebenskampf in der Bundesliga. Und kaum auszudenken, was passiert, wenn Max Kruse plötzlich schwächelt. In Leverkusen spielte er ohne seinen Lieblingspartner Fin Bartels schon wesentlich schlechter als in Dortmund.

Abstieg würde teurer werden

Werder muss also handeln, Sportchef Frank Baumann einen schnellen Angreifer holen, der bestmöglich zu Kruse passt. Das wird schwierig und wahrscheinlich auch teuer. Bevor es am Ende am Geld scheitern sollte, müssen die Verantwortlichen aber bedenken: Ein Abstieg würde ungleich teurer!

Diskutiert heute Abend ab 18:00 Uhr mit Björn Knips im StubenSchnack!

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