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Enttäuschter Max Kruse im Spiel gegen Eintracht Frankfurt.

Die Stimmen zum Spiel 

Kruse: „Wir haben endlich wieder Fußball gespielt“

Starke Bremer unterliegen bei Kohfeldt-Premiere mit 1:2 in Frankfurt. Die Stimmen zum Spiel.

Florian Kohfeldt (Werder-Coach): „Wir wollten mehr Fußball spielen, das haben wir in der ersten Halbzeit gemacht. Da müssen wir klar führen. In der zweiten Halbzeit sind wir wieder diesen einen Schritt zurückgewichen, da waren wir zu passiv. Trotzdem: Wenn wir so weitermachen, werden wir auch punkten. Es ist alles klar besprochen. Wir fliegen nach Bremen zurück und dann werden wir sehen, wie es weitergeht.“

Zlatko Junuzovic (Werder-Kapitän): „So etwas passiert, wenn du in der Kiste stehst. Aber wir müssen so weitermachen, wir waren mutig. Die Enttäuschung ist riesig, das ist ein Nackenschlag. Wir können vieles mitnehmen, aber wir müssen auch endlich punkten.“

Max Kruse (Werder-Stürmer): „Wir müssen in der ersten Halbzeit die Tore machen, aber wir haben endlich mal wieder Fußball gespielt. Ich weiß nicht, wie es weitergeht, ich bin ja nicht der Manager.“

Kevin-Prince Boateng (Eintracht-Profi): „Die Bremer haben das in der ersten Halbzeit überragend gemacht. Das war etwas vogelwild, da wussten wir gar nicht, was wir machen sollten. Zum Glück hatten wir Lukas im Tor. Wir haben dann ein bisschen umgestellt, dann lief es besser.“

Niko Kovac (Eintracht-Coach): „Florian, das habt ihr richtig gut gemacht. Gegen die mobilen Bremer haben wir es nicht geschafft, in die Zweikämpfe zu kommen. Wir können uns bei unserem Torwart bedanken, dass wir zur Pause nicht 1:3 zurückgelegen haben. Dann wäre der Drops gelutscht gewesen. Unser Sieg war glücklich, aber aufgrund der zweiten Halbzeit nicht unverdient, da waren wir besser. Wenn Werder so weiterspielt, stehen sie bald ganz woanders in der Tabelle.“

Frank Baumann (Werder-Sportchef): „Florian ist in jedem Fall die Benchmark. Ein Neuer Trainer müsste erstmal besser sein als er. Unser Ziel ist es, vor dem Hannover-Spiel die Entscheidung herbeizuführen.“

Einzelkritik: Moisanders Premiere, Gebre Selassies Ausfall 

Jiri Pavlenka
Jiri Pavlenka: 1,96 Meter ist der Keeper lang – und selbst wenn nochmal 20, 30 Zentimeter dazugekommen wäre, hätte er gegen das 0:1 nichts machen können. Bei Willems' Schuss (64.) und Moisanders Beinahe-Eigentor verhinderte Pavlenka binnen weniger Momente zweimal den erneuten Rückstand. Note 2,5 © nordphoto
Theodor Gebre Selassie
Theodor Gebre Selassie: Wieso um alles in der Welt rückte er vor dem 0:1 in die Mitte und ließ Rebic rechts unbewacht? Auch in der Folge mit Schwächen im Stellungsspiel, ließ zudem die Flanke zum 1:2 zu. Note 5 © nordphoto
Milos Veljkovic
Milos Veljkovic (Mitte): Nach zwei Spielen auf der Bank gab der Innenverteidiger sein „Comeback“ in der Startelf. Lamine Sane blieb für ihn draußen. Veljkovic bedankte sich mit dem Assist zum 1:1. Hinten wirkte er oft aber nicht sicher. Note 3,5  © nordphoto
Niklas Moisander
Niklas Moisander: Premiere für den Finnen. Erstmals traf er in der Bundesliga – und das auch noch gegen seinen finnischen Nationalmannschaftskollegen Lukas Hradecky im Eintracht-Tor. Als Abwehrchef hatte Moisander in einer Phase der ersten Halbzeit einige heikle Situationen zu überstehen. Danach sicherer. Note 2,5 © nordphoto
Ludwig Augustinsson
Ludwig Augustinsson (bis 90.): Der Linksverteidiger begann schwach, biss sich dann aber in die Partie. Am Ende musste er sich aber gemeinsam mit Delaney ankreiden lassen, Haller bei dessen 2:1 nicht gestört zu haben. Insgesamt bleibt bei dem Schweden das Gefühl, dass er unter seinen Möglichkeiten spielt. Note 4  © nordphoto
Philipp Bargfrede
Philipp Bargfrede (bis 67): Der 28-Jährige spielte sowohl im defensiven 4-4-2 als Dirigent vor der Viererkette, als auch im offensiven 4-1-4-1 als erster Aufbauspieler eine Schlüsselrolle. Er füllte diese mit großer Routine aus. Festzuhalten bleibt aber auch: 90 Minuten schafft Bargfrede offenbar nicht mehr. Note 3 © Gumz
Fin Bartels
Fin Bartels: Stürmer? Nicht wirklich! Bartels rückte bei Frankfurter Ballbesitz auf der rechten Seite weit zurück – wie auch Junuzovic auf links. In seinem 100. Bundesliga-Spiel für Werder spulte Bartels ein großes Laufpensum ab, blieb aber ohne Durchschlagskraft. Note 3,5  © nordphoto
Maximilian Eggestein
Maximilian Eggestein (bis 90.): Wechselte zwischen den Positionen „6“ und „8“ hin und her, war folglich vorne wie hinten zu finden. Was durchaus Gefahr brachte. Seine Vorlage für Junuzovic war Zucker (40.), sein Schlenzer aus 20 Metern auch (42.). Beide Male parierte Hradecky. Note 3 © nordphoto
Thomas Delaney
Thomas Delaney: Dem Dänen kam in der defensiven Organisation die Rolle des ersten Störenfrieds zu. Delaney lief die Frankfurter an, suchte die Zweikämpfe. Nach der Bargfrede-Auswechslung übernahm er dessen Position. Note 3,5  © nordphoto
Zlatko Junuzovic
Zlatko Junuzovic: Der Kapitän kam über links und hatte richtig gute Aktionen. Zweimal legte er bestens für Kruse auf, einmal kam er selbst zum Abschluss, traf freistehend den Ball aber nicht richtig (40.). Aus der Szene hätte er mehr machen müssen. Note 3 © nordphoto
Max Kruse
Max Kruse: Eurosport-Experte Matthias Sammer nannte ihn den „Schlepper“ – weil Kruse oft den Ball nach vorne trug und auch viele Räume zulaufen musste. Mit etwas mehr Fortune (und etwas weniger Hradecky-Klasse) hätte er eine seiner zwei Großchancen (2./42.) genutzt. In der zweiten Halbzeit war von ihm nicht mehr so viel zu sehen. Note 3,5  © nordphoto
GER, 1. FBL, Eintracht Frankfurt vs SV Werder Bremen
Florian Kainz (ab 67.): Rückte auf die linke Seite, brachte aber auch nicht mehr den entscheidenden Impuls. Note -  © nordphoto
Ishak Belfodil
Ishak Belfodil (rechts, ab 90.): Letzte Hoffnung, Teil 1. Note -  © nordphoto
Aron Johannsson
Aron Johannsson (ab 90.): Letzte Hoffnung, Teil 2. Note - © nordphoto

Lest auch den Spielbericht: Später Schock für ein anderes Werder

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