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Milos Veljkovic und Lamine Sane - ungläubig nach dem kuriosen Gegentor zum 1:1.

Abwehrspieler über Tor und Gegentor

Sane: „Ich hatte ungefähr 30 schöne Sekunden“

Bremen - Vorne der Held, hinten Teil einer kuriosen Fehlerkette: Lamine Sane hat während Werders 1:2-Heimniederlage gegen Schalke 04 am eigenen Leib erfahren, wie nah Freud und Leid manchmal beieinander liegen.

In der 20. Minute hatte der Innenverteidiger die Hausherren nach einem Eckball mit 1:0 in Führung gebracht, im direkten Gegenzug machte er vor dem Schalker 1:1 dann eine mehr als unglückliche Figur. „Ich hatte ungefähr 30 schöne Sekunden“, sagte Sane hinterher bei „Sky“ über die geschätzte Zeit zwischen den beiden Szenen.

Sane trifft Veljkovic - und der köpft ins eigene Tor

Der Senegalese hatte einen hohen Ball klären wollen und versuchte, im Strafraum per Fallrückzieher an die Kugel zu kommen - ein Plan, der gründlich misslang. Sane traf nämlich nicht den Ball, sondern den Kopf von Mitspieler Milos Veljkovic, der ebenfalls retten wollte. Die Folge: Veljkovic köpfte den Ball ins eigene Tor (22.).

„Das hatte auch mit Pech zu tun“, sagte Sane. „Ich habe mich einbringen wollen, wollte den Ball mit dem Fuß retten und habe Milos noch anfliegen sehen.“ In der Halbzeitpause hätten beide Bremer Abwehrspieler über die Szene gesprochen. Ihr Fazit: „Es ist blöd gelaufen“, erklärte Sane.

Sane: „Es war nicht die Schuld eines Einzelnen“

Veljkovic nahm die Schuld nach dem Schlusspfiff allerdings komplett auf sich. „Man hätte es besser lösen können, es ist natürlich mein Fehler“, sagte der 21-Jährige, der zunächst gar nicht wusste, dass er der Torschütze war. Nach dem Tritt in den Nacken war er kurze Zeit benommen liegen geblieben.

„Ich habe Lamine gefragt“, berichtete Veljkovic. Sein Nebenmann in der Dreierkette wollte die Selbstkritik des Serben übrigens nicht unkommentiert lassen. „Es war nicht die Schuld eines Einzelnen. Wir haben beide die Reflexe gehabt, die ein Abwehrspieler in so einer Situation zeigt“, betonte Sane.

Werder Bremen vs. Schalke 04

Max Kruse bleibt nach dem Duell mit Thilo Kehrer am Boden liegen und muss in der 19. Minute verletzt ausgewechselt werden.
Max Kruse bleibt nach dem Duell mit Thilo Kehrer am Boden liegen und muss in der 19. Minute verletzt ausgewechselt werden. © nordphoto
Max Kruse bleibt in der 19. Minute verletzt am Boden leiegen: Ludwig Augustinsson und Florian Kainz sind sofort zur Stelle.
Max Kruse bleibt in der 19. Minute verletzt am Boden leiegen: Ludwig Augustinsson und Florian Kainz sind sofort zur Stelle. © nordphoto
Lamine Sané schießt Werder in der 20. Min zum 1:0.
Lamine Sané schießt Werder in der 20. Min zum 1:0. © nordphoto
Ishak Belfodil kam in der 19. Minute für den verletzten Max Kruse. Hier im Duell mit Ex-Bremer Naldo.
Ishak Belfodil kam in der 19. Minute für den verletzten Max Kruse. Hier im Duell mit Ex-Bremer Naldo. © nordphoto
Fin Bartels im Duell mit Thilo Kehrer.
Fin Bartels im Duell mit Thilo Kehrer. © Gumz
Thilo Kehrer foult Ludwig Augustinsson und sieht gelb von Schiri Brand.
Thilo Kehrer foult Ludwig Augustinsson und sieht gelb von Schiri Brand. © nordphoto
Florian Kainz im Duell Amine Harit.
Florian Kainz im Duell Amine Harit. © Gumz
Das Bild sagt alles: Eigentor von Milos Veljkovic, dahinter Lamine Sané und Thomas Delaney.
Das Bild sagt alles: Eigentor von Milos Veljkovic, dahinter Lamine Sané und Thomas Delaney. © nordphoto
Max Kruse geht verletzt vom Platz und auf dem direkten Weg ins Krankenhaus. Verdacht auf Schlüsselbeinbruch.
Max Kruse geht verletzt vom Platz und auf dem direkten Weg ins Krankenhaus. Verdacht auf Schlüsselbeinbruch. © nordphoto
Schiri Benjamin Brand mit einer soliden Leistung.
Schiri Benjamin Brand mit einer soliden Leistung. © nordphjoto
Mannschaft
Mannschaft © nordphjoto
Thomas Delaney im Duell mit Benjamin Stambouli.
Thomas Delaney im Duell mit Benjamin Stambouli. © nordphjoto
DFB-Präsident Reinhard Grindel (re.) mit Dieter Burdenski.
DFB-Präsident Reinhard Grindel (re.) mit Dieter Burdenski. © Gumz

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