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Steigen Ludwig Augustinsson (v.l.), Fin Bartels und Max Kruse mit Werder Bremen ab?

Algorithmus errechnet wahrscheinlichste Tabelle

Laut Statistik: Werder Bremen steigt ab

Muss sich der SV Werder Bremen wieder auf eine ganz harte Saison im Abstiegskampf einstellen? Ja, sogar auf den Abstieg, sagen Unternehmer aus Hamburg. Und das nicht weil sie HSV-Fans wären, sondern Mathematiker.

Laut einer Erhebung des Unternehmens „Goalimpact“ werden der SV Werder Bremen als Tabellen-17. und Eintracht Frankfurt als -18. am Ende der Saison 2017/2018 absteigen. Auf dem Relegationsplatz lande der SC Freiburg. „Goalimpact“ gibt seit mehr als zehn Jahren Fußballprognosen ab und behauptet, statistisch gesehen zuverlässiger zu sein als alle Wettanbieter am Markt.

Komplexer Algorithmus sieht schlechte Werte bei Werder

Denn das ist es, worum es geht - reine Statistik: Die Mathematiker haben einen Algorithmus entwickelt, der angibt, wie groß der Einfluss eines bestimmten Spielers auf den Ausgang eines Fußballspiels ist. Der entscheidende Faktor: Tore. Konkret: Wie ist das Ergebnis, die Tordifferenz, wenn dieser Spieler auf dem Feld steht?

Die Analyse, die einfach klingt, aber ziemlich komplex ist, schließt alle Spiele eines Spielers in seiner Karriere ein und vergleicht sie mit allen anderen Spielern. Auch Faktoren wie Heimvorteil, Ermüdung und Platzverweise spielen eine Rolle - Lauf- und Zweikampfwerte oder Torschüsse nicht. So ergibt sich ein Wert, der „Goal Impact“, für jeden Spieler - und ein Durchschnittswert für die ganze Mannschaft.

Dann rechnet der Algorithmus die Bundesliga-Saison durch - rund 20.000 Mal. Am Ende steht ein Ranking der Clubs, die wahrscheinlichste Abschlusstabelle - mit schlechten Karten für den SV Werder. Der Meister wird demnach übrigens zu mehr als 80 Prozent Wahrscheinlichkeit erneut Bayern München, Borussia Dortmund wird Vizemeister. Der HSV rettet sich mal wieder gerade so über den Strich. Sagen zumindest die Hamburger.

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