Sebastian Mielitz
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Sebastian Mielitz

Kritik gibt’s nur am Gegentor in Hamburg

Lehmann und Kraft stärken Mielitz

Bremen - Sebastian Mielitz hatte gestern einfach keine Lust zu reden. Wahrscheinlich ahnte er, dass es auch um Frank Rosts herbe Kritik gehen sollte.

Die ehemalige hatte die aktuelle Bremer Nummer eins wegen Heung-Min Sons Ausgleichstors in Hamburg („Das war ein Geschenk“) angezählt und generell bemängelt: „Es sind zu viele haltbare Bälle, die durchgelassen werden.“

Statt Mielitz sprachen andere – und die nahmen ihn in Schutz. Ex-Nationalkeeper und TV-Experte Jens Lehmann lobte den 23-Jährigen bei „Sky“: „Ich habe ihn ein paar Mal gesehen, er macht einen guten Eindruck. Er hat ein gutes Auge, ist fußballerisch gut – und auf der Linie hat er relativ sichere Hände. Ich habe nicht gesehen, dass er unsicher wirkt“, meinte Lehmann und antwortete auf die Frage, ob die Bremer ein Torwartproblem haben: „Nein. Ich würde nicht sagen, dass das Werders Problem ist.“ Der Bremer Torwarttrainer Michael Kraft sieht es genauso und wirbt um Geduld: „Sebastian ist jung, es ist seine erste Saison als Stammtorwart. Dass noch nicht alles perfekt läuft, ist klar.“

Bei Sons Tor, da waren sich die Beiden einig, gab Mielitz jedoch keine gute Figur ab. „Den muss er halten“, meinte Lehmann. Kraft war etwas vorsichtiger, aber ebenfalls kritisch: „Er geht ein bisschen zu früh runter und hat dann keine Chance mehr. Das weiß er selbst. Doch Sebastian wird das wegstecken und konzentriert weiterarbeiten.“

Auf Rosts Attacke reagierte Kraft ganz entspannt. „Er müsste wissen, wie sehr die neuen Spielbälle flattern und wie schwer sie zu halten sind“, meinte der 46-Jährige und fügte augenzwinkernd an: „Falls nicht, sollte er mal herkommen und sich eine Stunde lang diese Bälle um die Ohren schießen lassen.“ · mr

Quelle: kreiszeitung.de

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