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Luca Caldirola kommt bei Werder Bremen kaum mehr zum Zug. Verlässt er den Verein im Winter?

Wechsel im Winter?

Caldirola sucht das Gespräch mit Werder

Bremen - Luca Caldirola hat mal gesagt, dass er ein grün-weißes Herz hat. Der Italiener fühlt sich mit seiner Frau seit 2013 sehr wohl in Bremen, identifiziert sich mehr als andere Profis mit dem SV Werder.

Doch die Zeichen stehen auf Abschied. Italienischen Medien sagte er nun, dass er Ende Dezember mit seinem Club über die Zukunft sprechen will. Ein Wechsel nach Italien ist denkbar, dort steht der 26-jährige Abwehrspieler hoch im Kurs. Werder will Caldirola zwar nicht unbedingt abgegeben, ihn aber auch dem Vernehmen nach auch nicht mit aller Macht behalten.

Das liegt auch an der Person Caldirola. Der Abwehrspieler wird für sein loyales Auftreten sehr geschätzt. Er trägt die Reservistenrolle mit professioneller Fassung, arbeitet hart im Training. Dabei sitzt der Frust tief. Schon im Sommer hatte er an einen Wechsel gedacht, war aber mit der Aussicht auf einen Platz vor allem in der Dreierkette geblieben. Doch Coach Alexander Nouri vertraute ihm nicht, obwohl Niklas Moisander für den linken Part der Innenverteidigung lange ausfiel.

Der Trainerwechsel brachte Caldirola auch nicht viel. Nouri-Nachfolger Florian Kohfeldt berief ihn zwar in den Kader, ließ ihn aber nicht spielen. Gegen Stuttgart und Dortmund fehlte Caldirola zuletzt wegen einer Fußprellung. In seiner Saisonbilanz stehen nur die 90 Minuten beim 1:1 am fünften Spieltag in Wolfsburg.

Luca Caldirola: Seine Karriere in Bildern

Luca Caldirola
Seit Juli 2013 steht Luca Caldirola bei Werder unter Vertrag. In der ersten Saison absolvierte er fast alle Spieler über die volle Distanz. © nordphoto
Luca Caldirola
Unter Ex-Coach Viktor Skripnik spielte er dann keine Rolle mehr, war nur noch Ergänzungsspieler. © nordphoto
Luca Caldirola
Die Folge: In der Spielzeit 2015/2016 wechselte er als Leihspieler zu Darmstadt 98... © nordphoto
Luca Caldirola
...und verpasste dort in 34. Bundesligapartien keine einzige Spielminute. © nordphoto
Luca Caldirola
Angefangen hat seine Karriere bei Inter Mailand. Dort konnte er jedoch nicht Fuß fassen - wurde ständig verliehen. © imago
Luca Caldirola
Caldirola spielte unter anderem bei den italienischen Clubs Brescia Calcio und AC Cesna, ehe er an die Weser kam. © nordphoto
Luca Caldirola
Caldirola steckte sich vor der Saison 2016/2017 ein hohes Ziel. Er wollte sich durchbeißen... © nordphoto
Luca Caldirola
...und bei Werder der Abwehrchef werden. © nordphoto
Luca Caldirola
Doch bereits am zweiten Spieltag kam es für den Italiener ganz bitter. Bei der 1:2-Pleite gegen Augsburg verletzte er sich kurz vor Abpfiff schwer - Knöchelbruch. © nordphoto
Luca Caldirola
Caldirola kämpfte sich zurück, musste sich aber gedulden. Die Werder-Abwehr war bei seiner Rückkehr bereits eingespielt. Erst durch eine Verletzung von Lamine Sane... © nordphoto
Luca Caldirola
...bekam Caldirola seine nächste Chance - und machte seine Sache in den Spielen von 26. bis 28. Spieltag gut. Doch dann die nächste Hiobsbotschaft: Gegen Eintracht Frankfurt brach er sich den Mittelfuß. Für ihn das Saisonende. © nordphoto
Luca Caldirola
Caldirola war der Pechvogel der Saison 2016/2017. Trotzdem einigte sich Werder mit dem Innenverteidiger auf eine Vertragsverlängerung bis 2019. © nordphoto
Luca Caldirola
Aber auch zu Beginn der folgenden Saison 2017/18 saß der Italiener nur auf der Bank.  © Gumz

„Ich habe nicht viel gespielt“, sagte Caldirola der Internetplattform „tuttomercatoweb“ und kündigte an: „Ende Dezember werde ich mich mit dem Verein treffen, um eine Bewertung vorzunehmen.“ Dass die italienischen Erstligisten FC Genua und Cagliari Calcio ein Auge auf ihn geworfen haben, ist ihm natürlich nicht entgangen. „Es ist klar, dass Interesse aus Italien immer schön ist. Wir werden sehen“, meinte Caldirola: „Ich weiß noch nicht, was passieren wird.“

Sein Vertrag bei Werder läuft noch bis 2019 und ist auch nicht so schlecht dotiert. Doch Caldirola gehört zu den Spielern, die vor allem eines wollen: spielen. Deshalb hat er sich 2015 auch an Bundesliga-Aufsteiger Darmstadt 98 ausleihen lassen. Dort spielte er stark auf, kehrte 2016 ziemlich selbstbewusst zurück. Doch den Durchbruch schaffte er in Bremen nicht. Das lag auch an zwei schweren Verletzungen. Jetzt ist es nur eine Prellung, die ihn aus den Verkehr gezogen hat. Aber wer weiß, vielleicht hätte er in Dortmund für den erkrankten Lamine Sane gespielt.

Wenn Caldirola geht, braucht Werder Ersatz

Diese Chance ist dahin. Stellt sich die Frage, ob es sich Werder leisten kann, einen so erfahrenen Abwehrspieler gehen zu lassen – gerade im Abstiegskampf. Niklas Moisander und Milos Veljkovic sind im Abwehrzentrum der Viererkette gesetzt, in der Dreierkette kommt Sane dazu. Als Alternativen stehen dazu noch Außenverteidiger Robert Bauer und seit neuestem auch Mittelfeldspieler Philipp Bargfrede zur Verfügung.

Nachwuchsmann Jesper Verlaat ist kein Thema mehr, der 21-Jährige hat selbst in der U23 gerade etwas Probleme. Fazit: Wenn Caldirola wirklich geht, bräuchte Werder noch einen gelernten Innenverteidiger als Ersatz. Ob dafür die Ablöse für Caldirola reichen wird? Über eine Million Euro sollte der 26-Jährige schon einbringen. Als ehemaliger Kapitän der U21-Nationalmannschaft besitzt er in Italien einen sehr guten Ruf.

Montags-Training im Schnee 

Werder-Training am Montag
Zum Wochenstart ging es ins Schneegestöber. © nordphoto
Werder-Training am Montag
Zum Wochenstart ging es ins Schneegestöber. © nordphoto
Werder-Training am Montag
Zum Wochenstart ging es ins Schneegestöber. © nordphoto
Werder-Training am Montag
Zum Wochenstart ging es ins Schneegestöber. © nordphoto
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Zum Wochenstart ging es ins Schneegestöber. © nordphoto
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Zum Wochenstart ging es ins Schneegestöber. © nordphoto
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Zum Wochenstart ging es ins Schneegestöber. © nordphoto
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Zum Wochenstart ging es ins Schneegestöber. © nordphoto
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Zum Wochenstart ging es ins Schneegestöber. © nordphoto
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Zum Wochenstart ging es ins Schneegestöber. © nordphoto
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Zum Wochenstart ging es ins Schneegestöber. © nordphoto
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