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Luca Caldirola erwägt einen Vereinswechsel im Winter.

Innenverteidiger über Bank-Platz frustriert

Caldirola vermisst das Vertrauen

Bremen - Er ist der große Verlierer in Werders Dreierkette, jetzt spricht Luca Caldirola öffentlich über seinen Frust und das verlorene Vertrauen in Trainer Alexander Nouri.

„Er sagt, ich sei ein wichtiger Spieler und er habe viel Vertrauen. Aber das empfinde und sehe ich aktuell nicht so“, erklärt der Verteidiger in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung. Caldirola kommt in dieser Saison bislang nur auf einen Einsatz – das war beim 1:1 in Wolfsburg, als neben Niklas Moisander auch Lamine Sane ausgefallen war. Doch ansonsten? Nix. Caldirola war nur Zuschauer.

Caldirola: „Vertrauen vom Trainer spüre ich nicht“

Und das, obwohl er vor Saisonbeginn noch seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2019 verlängert hatte. Damals im Glauben, dass er der erste Nachrücker ist, falls einer der etablierten Innenverteidiger ausfällt. Was früh der Fall war. Moisander verletzte sich schon in der Saisonvorbereitung, doch statt auf Caldirola zurückzugreifen, bastelte sich Nouri eine Lösung mit Robert Bauer und Milos Veljkovic zusammen.

Die Lösung funktioniert zwar, ist für Caldirola aber ein Tiefschlag. „Mir wurde gesagt, wir haben nur vier Innenverteidiger. Da habe ich meine Chance gesehen. Aber wir sind fünf. Jetzt ist es eine andere Situation“, sagt der 26-Jährige und gibt zu, dass er nicht bei Werder verlängert hätte, wenn er gewusst hätte, wie es wirklich gekommen ist: „Nein, das hätte ich nicht.“ Auch, dass Moisander nach nur kurzer Anlaufzeit zum Comeback kam, wertet Caldirola als Entscheidung gegen ihn: „Vertrauen vom Trainer spüre ich da nicht.“

Das Gespräch mit Alexander Nouri hat Caldirola schon gesucht und bekommen. Was er bekommen habe, sei die Aussage, dass das Vertrauen weiter da ist. Doch der Italiener ist mehr als skeptisch, denkt sogar an einen Vereinswechsel im Winter: „Ich hoffe weiter und lasse mich nicht hängen. Sollte sich die Situation bis Januar nicht ändern, müssen wir vielleicht eine andere Lösung finden.“

Luca Caldirola: Seine Karriere in Bildern

Luca Caldirola
Seit Juli 2013 steht Luca Caldirola bei Werder unter Vertrag. In der ersten Saison absolvierte er fast alle Spieler über die volle Distanz. © nordphoto
Unter Ex-Coach Viktor Skripnik spielte er dann keine Rolle mehr, war nur noch Ergänzungsspieler.
Unter Ex-Coach Viktor Skripnik spielte er dann keine Rolle mehr, war nur noch Ergänzungsspieler. © gumzmedia
Luca Caldirola
Die Folge: In der Spielzeit 2015/2016 wechselte er als Leihspieler zu Darmstadt 98... © nordphoto
Luca Caldirola
...und verpasste dort in 34. Bundesligapartien keine einzige Spielminute. © nordphoto
Luca Caldirola
Angefangen hat seine Karriere bei Inter Mailand. Dort konnte er jedoch nicht Fuß fassen - wurde ständig verliehen. © imago
Caldirola spielte unter anderem bei den italienischen Clubs Brescia Calcio und AC Cesna, ehe er an die Weser kam.
Caldirola spielte unter anderem bei den italienischen Clubs Brescia Calcio und AC Cesena, ehe er an die Weser kam. © gumzmedia
Caldirola steckte sich vor der Saison 2016/2017 ein hohes Ziel. Er wollte sich durchbeißen...
Caldirola steckte sich vor der Saison 2016/2017 ein hohes Ziel. Er wollte sich durchbeißen... © gumz media
...und bei Werder der Abwehrchef werden.
...und bei Werder der Abwehrchef werden. © gumzmedia
Doch bereits am zweiten Spieltag kam es für den Italiener ganz bitter. Bei der 1:2-Pleite gegen Augsburg verletzte er sich kurz vor Abpfiff schwer - Knöchelbruch.
Doch bereits am zweiten Spieltag kam es für den Italiener ganz bitter. Bei der 1:2-Pleite gegen Augsburg verletzte er sich kurz vor Abpfiff schwer - Knöchelbruch. © gumzmedia
Caldirola kämpfte sich zurück, musste sich aber gedulden. Die Werder-Abwehr war bei seiner Rückkehr bereits eingespielt. Erst durch eine Verletzung von Lamine Sane...
Caldirola kämpfte sich zurück, musste sich aber gedulden. Die Werder-Abwehr war bei seiner Rückkehr bereits eingespielt. Erst durch eine Verletzung von Lamine Sane... © gumzmedia
Caldirola kämpfte sich zurück, musste sich aber gedulden. Die Werder-Abwehr war bei seiner Rückkehr bereits eingespielt. Erst durch eine Verletzung von Lamine Sane...
Caldirola kämpfte sich zurück, musste sich aber gedulden. Die Werder-Abwehr war bei seiner Rückkehr bereits eingespielt. Erst durch eine Verletzung von Lamine Sane... © gumzmedia
...bekam Caldirola seine nächste Chance - und machte seine Sache in den Spielen von 26. bis 28. Spieltag gut. Doch dann die nächste Hiobsbotschaft: Gegen Eintracht Frankfurt brach er sich den Mittelfuß. Für ihn das Saisonende.
...bekam Caldirola seine nächste Chance - und machte seine Sache in den Spielen von 26. bis 28. Spieltag gut. Doch dann die nächste Hiobsbotschaft: Gegen Eintracht Frankfurt brach er sich den Mittelfuß. Für ihn das Saisonende. © gumzmedia
Caldirola war der Pechvogel der Saison 2016/2017. Trotzdem einigte sich Werder mit dem Innenverteidiger auf eine Vertragsverlängerung bis 2019.
Caldirola war der Pechvogel der Saison 2016/2017. Trotzdem einigte sich Werder mit dem Innenverteidiger auf eine Vertragsverlängerung bis 2019. © gumzmedia
Aber auch in der folgenden Saison 2017/18 saß der Italiener nur auf der Bank. Lediglich in einem Spiel durfte er ran - beim 1:1 in Wolfsburg im September 2017. 
Aber auch in der folgenden Saison 2017/18 saß der Italiener nur auf der Bank. Lediglich in einem Spiel durfte er ran - beim 1:1 in Wolfsburg im September 2017.  © gumzmedia
Nach seinem gescheiterten Wechsel im Sommer 2018 trainiert Caldirola nur noch individuell mit den Athletiktrainern der U23, da er - genau wie Thanos Petsos - nicht mehr am Teamtraining teilnehmen darf. 
Nach seinem gescheiterten Wechsel im Sommer 2018 trainiert Caldirola nur noch individuell mit den Athletiktrainern der U23, da er - genau wie Thanos Petsos - nicht mehr am Teamtraining teilnehmen darf.  © gumzmedia

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