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Luca Plogmann überzeugte im Trainingslager bei den Werder-Profis.

17-Jähriger auf dem Weg ins Werder-Tor

Plogmann macht gehörig Eindruck

Bremen/Algorfa - Wer Luca Plogmann im Trainingslager in Algorfa beobachtete, der konnte kaum glauben, dass dieser Torwart erst 17 Jahre alt ist.

Das große Talent wirkte so souverän, von Nervosität überhaupt keine Spur. Dabei besitzt Plogmann noch nicht mal einen Profi-Vertrag, den darf er erst an seinem 18. Geburtstag am 10. März unterschreiben. Mit ihm ist in den nächsten Jahren bei Werder auf jeden Fall zu rechnen.

Kein riesiger Abstand zu Pavlenka und Co.

Besonders auffällig: Plogmann ist ein richtig guter Fußballer. Ihn bringt kein Rückpass aus der Ruhe, auch kein heranstürmender Angreifer. Nur selten kickt er die Kugel planlos nach vorne. Da ist der junge Torwart sogar besser als seine wesentlich erfahrenen Kollegen. Der 37-Jährige Jaroslav Drobny hat es so gar nicht mit dem Fuß, Stammkeeper Jiri Pavlenka (25) kann sich in dem Bereich auch noch verbessern.

Ansonsten sind sie dem jungen Herausforderer aber schon noch überlegen. Der Abstand ist allerdings nicht riesig. Und Plogmann arbeitete mit Torwarttrainer Christian Vander in Spanien hart daran, sich zu verbessern. In einigen Übungen war deutlich zu erkennen, wie schnell der 17-Jährige lernt. Sein Vorteil: Die Profi-Welt ist nicht neu für ihn.

Plogmann wurde auch wegen Kohfeldt Torwart

Schon im Sommer 2017 durfte er mit ins Trainingslager ins Zillertal. Auch damals gab es viel Lob. Während der Saison ist Plogmann auch regelmäßig beim Training der Profis dabei. Er spielt aber weiterhin in der U19. In der nächsten Spielzeit wird Plogmann wohl aufrücken – zunächst in die U23. Werder will den jungen Keeper behutsam aufbauen.

Kurios daran: Der heutige Werder-Chefcoach Florian Kohfeldt ist quasi Mitschuld, dass Plogmann überhaupt im Tor steht. In der U15 wechselte das Talent noch zwischen Feld und Tor. Der damalige Coach Viktor Skripnik und dessen Co-Trainer Kohfeldt rieten ihm, sich komplett für das Tor zu entscheiden. Der Plan ging auf – und jetzt sehen sich zumindest Kohfeldt und Plogmann wieder.

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Luca Plogmann bei Werder Bremen

Luca Plogmann
Der gebürtige Bremer Luca Plogmann spielt seit seinem sechsten Lebensjahr in Werders Jugendmannschaften.  © Gumz
Luca Plogmann
Mittlerweile ist Plogmann Vollblut-Torhüter, in der U14 lief er noch zeitweise als Feldspieler auf - und war zweitbester Torschütze.  © Gumz
Luca Plogmann
Schon mit 16 Jahren durfte Plogmann am Training der Profis teilnehmen - und mit den gestandenen Bundesliga-Torhütern zusammenarbeiten. © nordphoto
Luca Plogmann
Mit Werders U17 schaffte er 2016/17 den Einzug in die Endrunde der Liga, verlor aber das Finale gegen den FC Bayern München 0:2.  © imago
Luca Plogmann
Seit der Saison 2017/18 hütet Plogmann das Tor für Werders U19 in der A-Junioren-Bundesliga.  © Gumz
Luca Plogmann
Außerdem durfte er mit den Profis als vierter Torhüter zum Trainingslager ins Zillertal reisen. © nordphoto
Luca Plogmann
Dort schaffte er es beim Kreisspiel Werder-Star Max Kruse frech zu tunneln - sehr zur Belustigung von Aron Johannsson. © nordphoto
Luca Plogmann
Das eigentliche Highlight seiner bisherigen Karriere war aber die Reise zur U17-WM in Indien. Nach der Teilnahme an der Junioren-Europameisterschaft im Frühjahr stand er auch im Herbst 2017 bei allen Pflichtspielen der deutschen Mannschaft als Torhüter auf dem Platz. Im Viertelfinale war leider gegen Brasilien Schluss. © Gumz

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