Marco Bode
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Aufsichtsratschef Marco Bode erklärt seine Rolle: „Ich bin kein heimlicher Geschäftsführer.“

Geld ist da für einen neuen Coach

Bode gibt Baumann Rückendeckung

Bremen - Zwei Trainerentlassungen in den ersten 17 Monaten nach Dienstantritt – der Start als Sportchef von Werder ist für Frank Baumann nicht wirklich glücklich verlaufen.

Zumal er sowohl mit Viktor Skripnik als auch Alexander Nouri erst wenige Monate vor der Entlassung die Verträge verlängert hatte. Doch Baumann selbst muss nicht um seinen Job fürchten, vom Aufsichtsrat gibt es in diesen schwierigen Werder-Tagen volle Rückendeckung. „Wir sind mit seiner Arbeit grundsätzlich sehr zufrieden“, berichtet Marco Bode als Chef des Kontrollgremiums auf Nachfrage der DeichStube: „Frank vertritt die Werte von Werder sehr gut, er trifft klare Entscheidungen und ist sehr professionell.“

Werder fährt aktuell zweigleisig

Natürlich sei es nicht schön, dass gleich zwei Trainerentlassungen in Baumanns noch kurze Amtszeit fallen würden, aber das will ihm Bode nicht vorwerfen: „Bei Skripnik und Nouri gab es zunächst eine positive Entwicklung. Mit beiden sind wir nach oben geklettert, mit Alex sogar Achter geworden. Leider war es nicht nachhaltig. Aber das kannst du vorher nie wissen.“ Allein mit dieser Aussage gibt sich Bode aber nicht zufrieden: „Wir werden uns natürlich alle hinterfragen, ob wir Fehler gemacht haben.“

Aktuell fährt der Club zweigleisig, vertraut vorerst U23-Coach Florian Kohfeldt die Profis an und sucht gleichzeitig nach Alternativen. Ein Job für Baumann, wie Bode betont. Der Aufsichtsrat sei daran nur wenig beteiligt – genauso wie an der Entlassung von Nouri. „Natürlich sind wir informiert und nach unserer Einschätzung gefragt worden, aber entschieden hat das die Geschäftsführung“, erklärt der Ex-Profi und geht dabei auch auf seine eigene Rolle ein: „Ich bin hier sicherlich näher dran am operativen Geschäft als ein Aufsichtsrat bei einem Wirtschaftsunternehmen. Aber ich bin kein heimlicher Geschäftsführer.“

Namhafte Trainer sind kein großes Problem

Andererseits: Wenn es ums Geld geht, wird der Aufsichtsrat schon sehr wichtig. Namhafte Trainer könnten durchaus teuer für den SV Werder werden. Kein großes Problem, versichert Bode: „Wir versuchen, die bestmögliche Lösung zu finden. Und dann werden wir auch einen wirtschaftlichen Weg finden, um das zu realisieren.“ Heißt: Es ist durchaus eine große Lösung a la Lucien Favre oder Thomas Tuchel möglich. Aber es könnte eben auch bei Florian Kohfeldt bleiben. „Wir sind froh, dass wir ihn haben. Er ist ganz sicher in der Auswahl“, sagt Bode.

Wer noch, darüber wird auch am Donnerstagabend gesprochen. Bei der turnusmäßigen Sitzung des Aufsichtsrates will Baumann über den Stand der Dinge in der Trainersuche berichten. „Es wird aber definitiv noch keine Entscheidung fallen“, betont Baumann. Schließlich gilt es, auch noch das Spiel in Frankfurt abzuwarten.

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