Kevin De Bruyne und Marko Arnautovic spielten 2012/13 gemeinsam bei Werder Bremen, jetzt sind sie Gegner in der Premier League.
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Kevin De Bruyne und Marko Arnautovic spielten 2012/13 gemeinsam bei Werder Bremen, jetzt sind sie Gegner in der Premier League.

Von Kapitän bis Bankdrücker

Ex-Bremer in der Premier League: So läuft‘s bei Arnautovic, De Bruyne und Co.

Bremen – Von Arne Ewald. Marko Arnautovic von Topclubs gejagt, Mesut Özil zum Kapitän ernannt, Kevin De Bruyne im Dauerpech, Sokratis, Jannik Vestergaard, Sebastian Prödl und Leon Balogun nur Bankdrücker. Ein Streifzug durch die Premier League zeigt: Bei den einen Ex-Bremern läuft es bestens, bei den anderen nicht.

Mesut Özil ist der Strahlemann beim FC Arsenal. Kapitän darf er sein und erlebt nicht nur deshalb einen richtigen Aufschwung in London. Nach seinem Rücktritt aus der Deutschen Nationalmannschaft stärkte ihm sein Club den Rücken. Unter der Leitung des neuen Trainers Unai Emery wurde Özil direkt zum Ersatz-Spielführer ernannt. Der ehemalige Werder-Spieler vertritt in dieser Rolle den französischen Abwehrspieler Laurent Koscielny, da dieser zurzeit noch verletzt ist.

Özil übernimmt Verantwortung und überzeugt durch Leistung. Die „Gunners“ stehen momentan auf Platz fünf der Tabelle. Ihr Ziel ist es, in der kommenden Saison in der Champions League mitzumischen. Özil absolvierte zwischen 2008 und 2010 insgesamt 108 Spiele für Werder Bremen. Er spielt nun schon seit fünf Jahren für den FC Arsenal.

Sokratis ist im Gegensatz zu Özil nur Bankdrücker beim FC Arsenal. Das Kapitel Premier League begann im Sommer eigentlich gut. Sokratis spielte die ersten fünf Ligapartien mit seiner neuen Mannschaft über die volle Distanz. Doch in den Spielen gegen die starken Konkurrenten Manchester City und FC Chelsea sah der 31-jährige alles andere als gut aus.

Auffällig war, dass sich der Grieche meist überlaufen ließ. Aufgrund einer Knieverletzung musste Sokratis dann am sechsten Spieltag gegen Everton passen, Youngster Rob Holding übernahm seinen Platz. Fortan verlor Arsenal zwölf Partien in Folge nicht – und Sokratis war raus. Coach Emery denkt angesichts der Serie nicht daran, etwas an der Innenverteidigung zu ändern und lässt den Ex-Bremer (von 2011 bis 2013 für Werder aktiv) auf der Bank schmoren.

Nach schwachen Auftritten unter anderem gegen den FC Chelsea wurde Sokratis schnell vom Stammspieler zum Bankdrücker beim FC Arsenal.

Der Belgier Kevin De Bruyne befindet sich momentan im Dauerpech. In der laufenden Saison kam er aufgrund von Verletzungen so gut wie gar nicht zum Einsatz. Nachdem eine Außenbandverletzung am rechten Knie nach drei Monaten endlich verheilt war, zog sich der 27-Jährige kurz danach eine weitere Bänderverletzung zu und wird weitere fünf bis sechs Wochen ausfallen. In der vergangenen Saison überragte De Bruyne bei Manchester City und führte die „Skyblues“ zum fünften Meistertitel. Die Bedeutung des Ex-Bremers für das Spiel der Citizens ist unumstritten. Seine Ablöse wurde auf bemerkenswerte 250 Millionen Euro festgeschrieben.

Marko Arnautovic ist momentan schwer angesagt in der Premier League. Der Österreicher (fünf Saisontore in elf Einsätzen) wird mit Top-Clubs wie Manchester United und dem FC Chelsea in Verbindung gebracht – was ihm natürlich schmeichelt. Arnautovic, mit 29 Jahren im besten Fußballer-Alter, möchte in naher Zukunft in der Champions League spielen und sich mit den Besten messen.

Mit West Ham United geht das eher nicht, der Club steht nach zwölf Spieltagen nur im Tabellenmittelfeld. Sein Bruder Danijel, der zugleich sein Spielerberater ist, sagte kürzlich dem „Kurier“: „Marko fühlt sich bei West Ham extrem wohl. Er liebt diesen Verein und seine Fans, aber es gibt eben auch das Gefühl, dass es das noch nicht gewesen sein kann und dafür sollten dann auch alle Verständnis haben. Marko ist bereit für den nächsten Schritt.“

Jannik Vestergaard (r., im Duell mit Roberto Firmino vom FC Liverpool) kommt beim FC Southamption kaum noch zum Einsatz.

Der FC Watford, die Mannschaft von Sebastian Prödl, schickte sich vor Kurzem noch an, die Premier League aufzumischen. Vier Spieltage, vier Siege – es war ein Traumstart. Watford galt plötzlich als möglicher Meisterschafts-Überraschungskandidat, quasi als ein Leicester City reloaded. Mittlerweile hat Watford aber das eine oder andere Spiel verloren, steht aber immerhin noch auf Tabellenplatz sieben. Prödl hat an der positiven Entwicklung seiner Mannschaft jedoch keinen großen Anteil. Nur einen Kurzeinsatz kann der 31-jährige Innenverteidiger vorweisen. Zwischen 2008 und 2015 absolvierte er 176 Spiele für Werder und stieg zwischenzeitlich sogar zum Kapitän auf.

Für Jannik Vestergaard läuft es beim FC Southampton alles andere als rund. Der 1,99 Meter große Innenverteidiger ist seit fünf Ligaspielen nur Bankdrücker und Zuschauer. Die Mannschaft befindet sich auf Tabellenplatz 17 und spielt somit gegen den Abstieg. Der Däne war im Winter 2015 nach Bremen gewechselt und blieb anderthalb Jahre. Nächste Station war Borussia Mönchengladbach, für 23 Millionen Euro ging es weiter in die Premier League.

Leon Balogun wurde beim Tabellenzwölften Brighton and Hove Albion mittlerweile seit neun Ligaspielen nicht mehr eingesetzt. Der Innenverteidiger schaffte über die Stationen Düsseldorf, Darmstadt und Mainz den Sprung in die Premier League. Bei Werder spielte der nigerianische Nationalspieler hauptsächlich für die zweite Mannschaft.

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