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Milot Rashica lässt inzwischen auch Größen der Branche liegen – wie in dieser Szene Dortmunds Axel Witsel.

Rashica im Blickfeld anderer Clubs

Rakete auf dem Radar

Bremen – Elf Saisontore, zehn davon allein in der Rückrunde, dazu fünf Assists – das sind die Zahlen, die Milot Rashicas großen sportlichen Wert für Werder mehr als deutlich machen.

Und es sind Zahlen, die naturgemäß auch der Konkurrenz nicht entgehen. Kurz vor dem Ende seiner ersten kompletten Saison in der Bundesliga hat sich der Mann, der den Spitznamen Rakete trägt, längst ins Blickfeld anderer Clubs gespielt – Rakete auf dem Radar, wenn man denn so möchte. Geht es nach der „Sport Bild“, hat Rashica das Interesse von RB Leipzig geweckt. Beim Tabellendritten soll der schnelle Flügelstürmer für die neue Saison auf der Kandidatenliste stehen. Große Sorgen muss sich Werder deswegen aber nicht machen.

Rashica-Wechsel? Nur bei absolut unmoralischem Angebot

Klar ist: Der Verein möchte seinen Durchstarter, dessen Vertrag bis 2022 läuft, im Sommer auf gar keinen Fall abgeben. Und klar ist auch: Rashica hat nicht vor, Werder nach nur eineinhalb Jahren schon wieder zu verlassen. Das hatte der Spieler öffentlich bereits mehrfach erklärt. Und sein Berater – Ex-Profi Altin Lala – hatte einen Sommer-Wechsel gegenüber der DeichStube im April sogar ausgeschlossen: „Das ist für uns absolut kein Thema. Wir bleiben ganz ruhig und wollen einen Step nach dem anderen machen.“ Selbst bei einem Angebot eines anderen Vereins wolle Lala seinem Schützling raten, in Bremen zu bleiben. Dort sieht er ihn gut aufgehoben, dort soll sich Rashica erstmal dauerhaft zum Torjäger und Leistungsträger entwickeln.

Ein möglicher Interessent wie Leipzig müsste da schon ein absolut unmoralisches Angebot vorlegen, das Werder nicht ablehnen kann. Nur dann könnte es im Club zu einem Umdenken kommen. 30, 40 oder 45 Millionen Euro Transfereinnahmen für einen Mann, der im Januar 2018 für vergleichsweise läppische sieben Millionen Euro von Vitesse Arnheim gekommen war? Bei solchen Summen würde der Fall Rashica bei Werder sicher neu besprochen. Alles andere wäre ja auch fahrlässig. Aber eben nur bei solchen Summen. Und ob diese für den Kosovaren tatsächlich aufgerufen werden, darf bezweifelt werden.

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In Leipzig, so schreibt es die „Sport Bild“, soll Rashica neben Dodi Lukebakio von Fortuna Düsseldorf und Luca Waldschmidt vom SC Freiburg einer von drei Kandidaten sein, um den Druck auf Timo Werner zu erhöhen und dessen Abgang im Sommer zu forcieren. Hintergrund: Werner will seinen 2020 auslaufenden Vertrag nicht verlängern, hat aber offenbar auch nicht vor, den Verein schon bald zu verlassen. Und dass der Nationalspieler im kommenden Jahr womöglich ablösefrei geht, möchte RB unbedingt verhindern. Ein durchaus nachvollziehbarer Plan – geht es nach Werder, dann meldet sich RB aber am besten gar nicht erst in Bremen.

Trainer Florian Kohfeldt hatte die Tür in Sachen Milot Rashica schließlich schon Anfang April zugemacht – und zwar absolut unmissverständlich. „Da braucht keiner anzurufen“, betonte Kohfeldt. „Milot hat einen langfristigen Vertrag ohne Klausel und will auch nicht weg.“ Dank Sportchef Frank Baumann sei Werder zudem in der Situation, „dass wir im Sommer keinen Spieler verkaufen müssen“.

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