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„Natürlich möchte auch ich mit Werder irgendwann Titel gewinnen“ - Milot Rashica hofft auf eine erfolgreiche Zukunft in Bremen.

Angreifer über die Anfangszeit bei Werder und seine Ziele

Rashica: „Im Fernsehen sah alles viel leichter aus“

Bremen - 58 Minuten waren im Heimspiel gegen den 1. FC Köln gespielt, dann ein Zuspiel von Florian Kainz, ein überlegter Abschluss mit dem rechten Fuß - da war Milot Rashica so richtig bei Werder angekommen.

Nach seinem Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 trennten den 21-Jährigen im Weserstadion nur wenige Meter von der vor Freude explodierenden Ostkurve - einen besseren Ort für seinen ersten Treffer im Werder-Trikot hätte es also nicht geben können.

„Es war ein toller Moment, der Jubel im Stadion war unglaublich laut“, erinnert sich Rashica, für den dieses Tor vom 12. März einen Anfang markieren soll - den Anfang einer erfolgreichen Zeit mit Werder. Am Mittwoch hat Rashica ausführlich über seine Anfangszeit in Bremen gesprochen, sein Verhältnis zu Trainer Florian Kohfeldt erklärt - und verraten, für welchen Spieler er seit Jugendtagen schwärmt.

Milot Rashica über...

... seine ersten Monate bei Werder

„Als ich im Winter hergekommen bin, war natürlich alles neu für mich, die Liga, die Mannschaft, die Stadt. Die ersten Spiele waren sehr schwierig, vor allem wegen der hohen Intensität. Das hatte ich so nicht erwartet. Ich kannte die Bundesliga vorher nur aus dem Fernsehen, und da sah alles viel leichter aus (lacht). Wenn man dann selbst auf dem Platz steht, ist es etwas vollkommen anderes. Das hohe Tempo und die Laufarbeit waren eine große Herausforderung, du bist ja immer in Bewegung und hast nie Pause. Mittlerweile habe ich mich aber gut daran gewöhnt, vieles fällt mir jetzt leichter.“

... das Verhältnis zu Trainer Kohfeldt

„An den Punkten, die wir unter seiner Leitung geholt haben, kann man ja schon ablesen, dass er sehr gute Arbeit leistet. Das trifft auch auf mich persönlich zu. Ich spreche sehr viel mit Florian und kann verstehen, wenn ich mal nicht spiele, weil er es mir vorher erklärt. Ich fühle mich sehr wohl, weil der Trainer mir die nötige Zeit lässt und mich nicht unter Druck setzt. Dass er langfristig bei Werder bleiben möchte, ist wichtig für mich. Wir wollen unseren Weg erfolgreich und gemeinsam fortsetzen.“

... Ziele für die neue Saison

„Ich bin im Sommer zum ersten Mal in der Vorbereitung dabei, im Trainingslager, bei den Testspielen. Da muss ich fit sein und mich beweisen. Es ist doch klar, dass jeder Spieler möglichst immer in der Startelf stehen möchte. Mit der Mannschaft wollen wir weiter oben in der Tabelle mitspielen. Schon bevor ich hergekommen bin, habe ich gesagt, dass Werder es nicht verdient, unten zu stehen, weil der Fußball, den das Team spielt, dafür zu gut ist. Angst vor dem Abstieg hatte ich nie. Ich war überzeugt, dass wir da unten rauskommen würden. Natürlich möchte auch ich mit Werder irgendwann Titel gewinnen und international spielen, aber wir müssen abwarten. Es geht nur Schritt für Schritt.“

... Konkurrent Fin Bartels

„Ich habe ihn vor seiner Verletzung schon spielen sehen. Er ist ein sehr guter Spieler, der wichtig für die Mannschaft ist. Konkurrenzkampf macht einen Fußballer aber nur stärker, weil er härter für seinen Platz arbeiten muss, wodurch die ganze Mannschaft besser wird. Am Ende entscheidet der Trainer, wer spielt.“

... seine Ablösesumme

„Natürlich ist schon etwas Druck da, aber nicht so viel, dass er mich stören würde. Es war doch klar, dass ich nicht innerhalb eines Monats hier alles verändern kann. Ich möchte immer mein Bestes geben und zeigen, dass ich das Geld wert bin (Rashica kam für 7,5 Millionen Euro von Vitesse Arnheim, Anm. d. Red.). In jedem Spiel habe ich bisher etwas dazugelernt. Ich bin also bereit für die neue Saison.“

Milot Rashica kam bisher acht Mal in der Bundesliga für Werder Bremen zum Einsatz.

... Mitspieler Yuning Zhang

Wir sprechen über seine Situation, denn wir kennen uns ja schon länger (Rashica und Zhang spielten schon gemeinsam in Arnheim, Anm. d. Red.). Es ist nicht einfach für Yuning. Er ist ein guter Spieler und arbeitet sehr hart. Ein körperlich starker Stürmer, gut am Ball. Wir müssen abwarten, was er nach der Saison macht.“

... Urlaubspläne

„Nach der Saison geht es für mich zur Nationalmannschaft und danach zu meiner Familie in den Kosovo. Dort werde ich mir die Weltmeisterschaft ansehen. Für mich ist es wichtig, meine Familie um mich zu haben. Meine Verwandten besuchen mich auch oft in Bremen. Eine Tante von mir lebt in Frankfurt, die andere in der Nähe von Stuttgart. Beide sind Fans von mir (lacht).“

... Deutschkenntnisse

„Ich habe bei Instagram schon mal etwas auf Deutsch gepostet, aber da hatte ich etwas Hilfe (lacht). Mit dem Unterricht fange ich bald an, verstehen kann ich aber jetzt schon ein bisschen - das meiste von dem, was der Trainer in der Kabine sagt, zum Beispiel.“

... sein Vorbild

„Seit ich ein Kind war, sehe ich mir Spiele von Cristiano Ronaldo an. Er spielt ja mehr oder weniger auf der gleichen Position wie ich, ist auch ein Rechtsfuß. Auch heute verfolge ich seinen Weg noch aufmerksam. Obwohl er jetzt schon am Ende seiner Karriere steht, ist er neben Messi immer noch der Beste der Welt.“

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