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Milot Rashica überzeugte zuletzt mit einem Doppelpack gegen Schalke 04.

Pizarro und Harnik halfen dem Stürmer

Rashica: Dem Haareraufen folgt der Höhenflug

Drei Monate ist es her, es war kurz vor Weihnachten, da kam Milot Rashica aus dem Kopfschütteln und Haareraufen gar nicht mehr heraus.

Gegen die TSG Hoffenheim vergab er beste Chancen zum Siegtreffer, auch gegen RB Leipzig ließ er zu viel liegen. Die Folge: Rashica galt als Chancentod. An dem 22-jährigen Werder-Angreifer ist das nicht spurlos vorübergegangen, wie er nun im Interview mit „werder.de“ verraten hat.

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„Mentale Entwicklung“: Rashica hadert nicht mehr so viel

„Ehrlicherweise spukten mir vergebene Chancen schon immer etwas länger durch den Kopf“, sagt Rashica. „Ich habe den Kopf früher teilweise im Spiel hängen lassen, wenn ich nicht getroffen habe.“ Das habe sich geändert, der Kosovare habe gelernt, mehr nach vorne statt nach hinten zu schauen. „Vielleicht ist das eine mentale Entwicklung, die ich in den vergangenen Monaten gemacht habe.“ Eine Entwicklung, die inzwischen auch auf dem Platz sichtbar ist: In diesem Jahr hat Rashica bereits sechs Pflichtspieltore erzielt. Zuletzt glänzte er mit einem Doppelpack gegen Schalke.

Zu verdanken hat der 22-Jährige diesen Aufschwung auch seinen erfahrenen Sturm-Kollegen Martin Harnik und Claudio Pizarro. „Sie haben mir immer wieder zugeredet, dass es ein gutes Zeichen sei, dass ich die Chancen kreiere. Ich müsse einfach weitermachen, der Ball ginge irgendwann rein“, erzählt Rashica. „Es tut schon sehr gut, wenn dich jemand wie ‚Piza‘ aufbaut. Das war eine riesige Motivation für mich.“

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Rashica sieht sich nicht als Star, aber „als Beispiel“

Das Tor zum Rückrunden-Start gegen Hannover 96 habe ihm dann neues Selbstvertrauen gegeben. Seitdem läuft es zwar noch nicht konstant gut, aber zumindest deutlich verbessert - und mit häufigeren Ausreißern nach oben. Zwei Tore gegen Augsburg, zwei Tore gegen Schalke, dazu ein Treffer im Pokal gegen Dortmund - Milot Rashica, der seinen Marktwert bei Werder Bremen zuletzt verdreifachen konnte, gehört aktuell zu den erfolgreichsten Stürmern in Deutschland.

Das ist auch den Fans in seiner Heimat nicht entgangen. „Ich bin einer der ersten, die es aus dem Kosovo in eine Top-Liga geschafft haben, ohne beispielsweise den Umweg über Albanien gegangen zu sein. Es freut mich sehr, dass die Menschen aus meiner Heimat mich deshalb so sehr unterstützen“, sagt Rashica und betont: „Ich sehe mich nicht als Star, aber vielleicht als Beispiel für viele Kids, dass sie es schaffen können.“ Rashica hat es geschafft – auch wenn zwischendurch ein paar Haare dran glauben mussten.

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