+
Christian Schulz wird seine aktive Fußballer-Karriere im Sommer beenden. Es sei vorstellbar, anschließend als Trainer auf der Bank Platz zu nehmen. 

Karriere-Ausklang in Graz

Nach 16 Jahren als Profi: Ex-Werderaner Schulz macht Schluss

Bremen - Sollte er tatsächlich noch unentschlossen gewesen sein, dann hat ihm das beste Argument der Welt die Entscheidung letztlich doch leicht gemacht: Ex-Werder- und Ex-Hannover-Profi Christian Schulz wird am Saisonende seine aktive Laufbahn nach 16 Jahren als Fußballprofi beenden.

„Von jetzt an zählt die Familie“, sagt der 35-Jährige, denn im August wird seine Frau das zweite gemeinsame Kind zur Welt bringen. „Das bekräftigt mich, dass Schluss sein sollte mit dem Fußball“, meint der gebürtige Bassumer im Gespräch mit der DeichStube.

Mehr Zeit für die Familie

Bis Saisonende steht Schulz noch beim aktuellen österreichischen Tabellenzweiten Sturm Graz unter Vertrag. Doch obwohl es dort gut läuft, im Sommer sogar die Qualifikationsrunde zur Champions League winkt, zieht der Abwehrspieler durch, was schon bei Vertragsabschluss vor zwei Jahren sein Plan gewesen war: Aufhören und für einige Zeit dem Privatleben den Vorzug geben. „Ich gehe davon aus, dass es so sein wird. Es ist jetzt auch gut so. Es war eine schöne und lange Zeit im Fußball“, erklärt Schulz.

Beim SV Werder war er als Jugendlicher ausgebildet worden, als Jung-Profi gewann er mit den Bremern 2004 Meisterschaft und Pokal – das Double blieb auch sein größter Erfolg. Zwischen 2002 und 2007 bestritt Schulz 140 Pflichtspiele für die Grün-Weißen. Anschließend lief er bis 2016 285 Mal für „96“ auf. Die zwei Jahre bei Sturm Graz wurden zum Karriere-Ausklang.

Trainerjob: Für „Schulle“ eine Option

„Sieben, acht Wochen bleiben wir noch in Graz, dann geht es zurück nach Hause“ , sagt der Abwehrspieler. Und zu Hause ist für ihn längst Hannover, dort hat die Familie ihr Haus, ihre Heimat. Eine Rückkehr nach Bassum oder Bremen ist nicht angedacht. Aber wer weiß, wohin der berufliche Weg des viermaligen Nationalspielers noch führen wird? Zwar hat Schulz aktuell keine konkreten Pläne, wie die Karriere nach der Karriere aussehen wird, aber mit Fußball wird es ziemlich sicher etwas zu tun haben: „Das Naheliegendste wäre, in Richtung Trainer zu gehen. Aber ob das wirklich etwas für mich ist, weiß ich noch nicht.“ Mit Hannover 96 laufen bereits Gespräche, welche Möglichkeiten zur Orientierung ihm der Club bieten kann.

Vor einiger Zeit hatte Werder-Sportchef Frank Baumann dem ehemaligen Mitspieler das Angebot gemacht, bei der U23 als Routinier zu helfen und später als Trainee in alle Bereiche des Club-Lebens reinzuschnuppern. Christian Schulz hatte abgelehnt. Sturm Graz bekam den Vorzug.

Schon gelesen?

Christian Schulz im WhatsApp-Interview

Alles zum Werder-Double 2004

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Kommentare