Im Manipulationsskandal um den VfL Osnabrück liegen jetzt die Strafanträge vor.

Spieler setzten Werders U23 unter Druck

Nach Manipulationsverdacht: Sperre für Osnabrücker

Bremen - Vor knapp sechs Wochen hatte ein Manipulationsverdacht den Klassenerhalt von Werder Bremens U23 in der Dritten Liga überschattet. Jetzt liegen die Strafanträge des DFB-Sportgerichts gegen drei damalige Spieler des VfL Osnabrück vor.

Marc Heider und Addy-Waku Menga werden demnach für vier Spiele gesperrt, Tobias Willers muss sogar sechs Monate zuschauen, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Im Fall von Marc Heider ist das Urteil bereits rechtskräftig, er hat die Sperre und eine Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro akzeptiert. Menga will Einspruch einlegen.

Was war los? Die Spieler des VfL Osnabrück sollen versucht haben, Prämien bei Werder Bremens U23 herauszuhandeln, damit sie sich im Saisonfinale gegen den SC Paderborn anstrengen. Paderborn war ein direkter Konkurrent für die Bremer, durfte nicht gewinnen, wenn Werder die Klasse halten sollte.

VfL Osnabrück mit Urteilen zufrieden

Schon kurz nach Spielende wurde der Manipulationsverdacht publik. Osnabrücks Marc Heider, ebenso wie Menga ein ehemaliger Werder-Spieler, gab daraufhin einen „Riesenfehler“ zu. Etwas Unrechtes will er, der im Spiel gegen Paderborn gar nicht auf dem Feld stand, aber nicht getan haben.

„Ich habe zwar – wie eigentlich jede zweite Woche – mit meinem Freund Rafael Kazior telefoniert“, zitiert die „NOZ“ jetzt Heider, „und am Rande des Gesprächs habe ich erwähnt, dass einer unserer Spieler partout glaubt, Werder würde für uns eine Prämie locker machen, wenn wir gegen Paderborn gewinnen.“

Dieser Mitspieler, das ist mittlerweile bekannt, war Tobias Willers. Die DFB-Ermittler sehen ihn als Anstifter und brummten ihm eine härtere Strafe auf. Ob er diese akzeptiert oder Einspruch einlegt, ist noch unklar. Willers und Menga haben den Verein mittlerweile verlassen, Heider bleibt. Der VfL Osnabrück reagierte zufrieden auf die Urteile: „Das deckt sich mit unserem Eindruck über die Abläufe“, sagte Manager Lothar Gans.

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