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Neben dem SV Werder buhlen auch andere Clubs um Stürmer Niclas Füllkrug (hier im Duell mit Philipp Bargfrede).

96-Sportchef Heldt eröffnet den Poker um Füllkrug

Nicht nur Werder will Füllkrug haben

Bremen – Der SV Werder möchte Niclas Füllkrug nach Bremen zurückholen, aber so einfach wird das nicht. Dessen Noch-Club Hannover 96 hat nun den Poker um den Angreifer eröffnet. „Trotz der Verletztensituation ist es bei Fülle so, dass sich Vereine interessiert zeigen“, sagte 96-Sportchef Horst Heldt nach der 1:3-Pleite in Wolfsburg und den damit wohl besiegelten Abstieg.

Von einer angeblichen Vereinbarung mit Werder, über die in Medien berichtet worden war, wollte Heldt nichts wissen. Die Sache ist ziemlich klar: Hannover 96 muss Füllkrug im Sommer abgeben. Der 26-Jährige ist für die Zweite Liga viel zu teuer, außerdem wird seine Ablösesumme benötigt, um das Minus dieser Saison etwas auszugleichen und eine neue Mannschaft aufzubauen. Auch Füllkrug will weg, die Zweite Liga ist in seiner Karriereplanung nicht mehr vorgesehen. 

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Füllkrug schoss sich mit 14 Toren in den Fokus der DFB-Elf

Schließlich gilt er als Kandidat für die Nationalmannschaft. Echte Mittelstürmer wie ihn gibt es in Deutschland nur sehr wenige. Deswegen will ihn auch Werder zurückholen. Schon von 2006 bis 2013 trug Füllkrug Grün-Weiß, landete dann über Fürth und Nürnberg in Hannover. Dort sorgte er in der vergangenen Saison mit 14 Toren für Furore. Im Dezember stoppte ihn dann eine schwere Knieverletzung, wieder einmal. Es war bereits sein dritter Knorpelschaden.

Werder hat offenbar keine Bedenken, dass Füllkrug wieder ganz der Alte wird. Und Heldt unterstreicht noch diese Einschätzung, indem er von Interesse anderer Clubs berichtet. Als Sportchef von Hannover 96 ist es allerdings auch seine Pflicht, sich so zu äußern. Es geht darum, eine möglichst hohe Ablösesumme zu generieren. Im Fall des Abstiegs soll Füllkrug für zwölf Millionen Euro zu haben sein. 

Werder hofft offenbar, diese Summe aufgrund der Verletzung noch unter zehn Millionen Euro drücken zu können. Finanzstarke Konkurrenten könnten dieses Unterfangen natürlich erschweren. Letztlich wird aber auch entscheidend sein, was Füllkrug will. Seine besondere Beziehung zu Kohfeldt ist bekannt, der Werder-Coach war schon in der U14 Co-Trainer des Angreifers. Aber reicht das?

Im vergangenen Sommer wollte Borussia Mönchengladbach Füllkrug unbedingt verpflichten, bot eine Ablöse von über 20 Millionen Euro. Auch Clubs aus England hatten sich sehr interessiert gezeigt. Es wird nicht leicht für Werder, Füllkrug zu bekommen. Vor allem, wenn er tatsächlich noch in dieser Saison sein Comeback feiern und groß aufspielen sollte. Der 26-Jährige will das unbedingt schaffen, befindet sich auch schon im Lauftraining.

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