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Mit einer Notelf erkämpfte Werder Bremen gestern ein 2:2 bei Bayer 04 Leverkusen.

Am Ende reicht es nur für einen Punkt

Mit einer Notelf erkämpfte Werder Bremen gestern ein 2:2 bei Bayer 04 Leverkusen. So richtig zufrieden war Klaus Allofs aber nicht.

Nach einer mühsamen ersten Halbzeit kam Werder in der zweiten Hälfte besser ins Spiel und erzielte in der 62. Minuten sogar den Führungstreffer. Am Ende reichte es dennoch nur zu einem Punkt. Das 2:2 in der 78. Minute durch Eren Derdiyok war zugleich der Endstand.

Die Noten der Spieler

Die Noten der Werder-Spieler

Tim Wiese: Dieses Trikot wollte er nie tragen, doch nach 24 Gegentoren in elf Spielen war es so weit. Die bittere Erkenntnis: Auch in Orange klingelt’s in Wieses Kasten. Beim ersten Tor entschied sich der Keeper allein gegen Patrick Helmes sehr früh für die kurze Ecke. Auszeichnen konnte sich Wiese nur bei einem Schuss von Sidney Sam (45.). Note 3,5
Petri Pasanen: Diesmal wurde er auf der rechten Abwehrseite gebraucht, allerdings nicht, um das Abseits beim 0:1 aufzuheben und beim 0:2 zu passiv zu sein. Es gab aber auch den zupackenden Finnen. Note 4,5
Per Mertesacker: Bis zur 78. Minute der Turm in der Schlacht, räumte im Strafraum konsequent ab – bis Eren Derdiyok kam, Mertesacker austanzte und den Ausgleich erzielte. Dazu passte auch das etwas zu zaghafte Zweikampfverhalten des Bremers vor dem 0:1. Note 4
Sebastian Prödl: Eine üble Kerze im eigenen Strafraum, eine vergebene Hundertprozentige elf Meter vor dem Tor – in den letzten Sekunden machte sich der Österreicher eine ordentliche Leistung noch kaputt. Note 4,5
Mikael Silvestre: Immerhin blieben seine Fehler diesmal ohne direkte Folgen. Aber mit dem einst so starken Silvestre in der Premier League hat dieser Linksverteidiger nichts mehr gemeinsam. Note 5 © nordphoto
Wesley: Der Duracell-Hase ist eine Schlaftablette gegenüber dem Brasilianer. Immer unter Strom, ständig unterwegs – ob zunächst als Sechser oder später weiter vorne. Einziges Manko: Abgesehen von dem langen Ball vor dem Führungstreffer kommt dabei noch zu wenig rum. Note 3 © nordphoto
Philipp Bargfrede (bis 45.): Zweimal Retter in höchster Not, einmal dabei sogar auf der Torlinie (15.). Nach vorne nicht so stark, deshalb fand die Aufholjagd ohne ihn statt. Note 3,5
Marko Marin: Erster Bundesliga-Treffer in dieser Saison, und den hatte er sich auch verdient. Zuvor zwei gute Torchancen und ein Quasi-Assist, weil er den Freistoß zum Ausgleich herausgeholt hatte. Note 2,5
Daniel Jensen: Nach Tim Borowski in Mailand durfte sich diesmal Jensen als Spielmacher probieren. Erst scheiterte er an Bayer-Keeper Rene Adler (13.), dann an Schiedsrichter Manuel Gräfe, der den Dänen zu Unrecht wegen Abseits zurückpfiff (29.). Als Sechser nach der Pause wertvoller. Note 3,5
Aaron Hunt (bis 86.): Der Mittelfeldspieler quälte sich lange Zeit in die Partie, wurde nach der Pause endlich stärker und krönte seine Leistung mit der feinen Vorarbeit zum Führungstreffer. Note 3,5
Marko Arnautovic (bis 83.): Positiv: Der Österreicher versuchte immer, direkt zu spielen und hatte damit gelegentlich auch Erfolg. Negativ: Die lange Zeit einzige Spitze strahlte keinerlei Torgefahr aus – und irgendwie wirkte der ganze Auftritt zu pomadig. Note 5
Hugo Almeida (ab 46.): Warum bloß hat er nicht von Beginn an gespielt? Der Portugiese brachte Werder zurück ins Spiel, erst mit viel Kampf, dann mit einem Hammer-Freistoß (53.) und schließlich noch mit einem starken Pass vor dem 2:1. Allerdings: Beim Stand von 2:1 zerstörte er fahrlässig einen vielversprechenden Konter. Note 2,5
Onur Ayik (ab 83.): Kurios: Auch beim zweiten Bundesliga-Einsatz des 20-jährigen Stürmers hieß der Gegner Leverkusen und lautete das Endergebnis 2:2. Note -
Said Husejinovic (ab 86.): Saisonpremiere dank Personalnot. Note -

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