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Maximilian Eggestein bejubelte gegen Schalke 04 sein erstes Saisontor.

Eggestein als Musterbeispiel

Ostkurven-Max – so geht der Werder-Weg

Bremen - Mit seinem Tor gegen Schalke 04 ist Maximilian Eggestein auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner noch jungen Bundesliga-Karriere. Der 20-Jährige ist ein Musterbeispiel für den Werder-Weg.

Mit 14 Jahren ist er ins Werder-Internat gezogen, mit 20 Jahren dann das erste Tor in der Bundesliga: Hätte Maximilian Eggestein das Drehbuch für diesen besonderen Moment am Dienstagabend selbst schreiben dürfen – sein Entwurf wäre der Wirklichkeit vermutlich ziemlich nahe gekommen. Der 20-Jährige sorgte mit seinem Treffer für den 3:0-Endstand im Heimspiel gegen Schalke 04, direkt vor der Ostkurve – dort wo Werders treueste Fans stehen, und dort, wo Eggestein selbst viele Jahre lang gelebt hat.

Werders Internat ist in diesem Teil des Weserstadions untergebracht, es bietet den Talenten neben Kost und Logis auch einen exklusiven Blick auf den heiligen Rasen – als Ansporn sozusagen, es eines Tages selbst einmal dorthin zu schaffen. So wie Eggestein. Der Mittelfeldspieler hat es geschafft, ist nun sogar Torschütze – und auf einmal ist aus dem träumenden Jugendlichen ein Vorbild geworden, eines, das plötzlich als Musterbeispiel für den oft zitierten Werder-Weg gilt.

"Tolles Beispiel für andere junge Spieler, den Weg hier zu gehen"

Frank Baumann, Werders Sportchef, betonte am Mittwoch, dass ihn Eggesteins Treffer besonders gefreut habe. Eine „schöne Geschichte“ sei das gewesen, sagte Baumann, und kam dann auf das zu sprechen, was sie sich in Bremen so sehr vorgenommen haben, was zuletzt aber nicht so recht klappen wollte: eigene Talente zu Bundesligaspielern auszubilden. Eggesteins Entwicklung sei ein tolles Zeichen dafür, „dass gute Nachwuchsarbeit belohnt wird. Das ist ein wichtiges Signal für andere junge Spieler, den Weg hier zu gehen.“

Jung, talentiert und wichtig – für Maximilian Eggestein gilt das in diesen Tagen mehr denn je. Da in Werders defensivem Mittelfeld durch die Ausfälle von Thomas Delaney, Clemens Fritz und Philipp Bargfrede vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt große Personalnot herrscht, stellt sich Eggestein im Grunde von selbst auf. Coach Alexander Nouri traut ihm jedenfalls zu, von Beginn an Verantwortung zu übernehmen, das Bremer Spiel zu ordnen. „Maxi hat eine sehr gute Entwicklung genommen. Wir haben vollstes Vertrauen darin, dass er diese Stabilität hat“, sagte er.

Das sieht auch Baumann so, während seiner aktiven Karriere selbst ein Abräumer vor der Abwehr. Der Sportchef wies aber auf einen großen Unterschied zwischen ihm und Eggestein hin: „Maxi verfügt über deutlich mehr Offensivqualität als ich“, sagte Baumann – und schob hinterher: „Es wird nicht sein letztes Tor gewesen sein.“

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