Vom Talent zum Profi: Diese Spieler spielten unter anderem in dieser Saison für Werder Bremen in der 2. Liga (von links): Maximilian Eggestein, Fabio Chiarodia, Manuel Mbom, Nick Woltemade und Niclas Füllkrug,
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Vom Talent zum Profi: Diese Spieler spielten unter anderem in dieser Saison für Werder Bremen in der 2. Liga (von links): Maximilian Eggestein, Fabio Chiarodia, Manuel Mbom, Nick Woltemade und Niclas Füllkrug,

Werder mit den meisten Eigengewächsen

Talentschmiede Werder Bremen? Ein Vergleich der Nachwuchsarbeit bei den Aufstiegskandidaten in der 2. Bundesliga

Bremen – Werder Bremen will in Zukunft noch mehr auf den eigenen Nachwuchs setzen, so sieht es das Konzept von Sportchef Frank Baumann vor. Bei seiner Vertragsverlängerung betonte der 46-Jährige, dass der Club schon jetzt die Früchte der guten Nachwuchsarbeit ernten würde und verwies auf die vielen jungen Spieler, die in dieser Saison bereits zum Einsatz kamen. Die DeichStube hat nachgeschaut, wie Werder dabei im Vergleich mit anderen Spitzenclubs der 2. Liga – dem FC Schalke 04, Hamburger SV und FC St. Pauli – abschneidet.

Mit zwölf bislang eingesetzten Eigengewächsen ist Werder Bremen absolut top. Allerdings relativiert sich die Zahl ein bisschen bei genauerer Betrachtung. Niclas Füllkrug stammt zwar aus der Werder-Jugend, war aber lange weg und wurde dann für viel Geld aus Hannover zurückgeholt. Die Gebrüder Eggestein und Josh Sargent (der erst als 18-Jähriger nach Bremen kam) haben den Club nach ein paar Einsätzen in der 2. Liga im Sommer verlassen – und Oscar Schönfelder wechselte erst als 19-Jähriger aus Mainz nach Bremen. Bei den restlichen sieben Jungprofis ist die Sache eindeutiger: Ilia Gruev (16 Einsätze), Manuel Mbom (16), Niklas Schmidt (14), Eren Dinkci (13), Abed Nankishi (6), Nick Woltemade (2) und Fabio Chiarodia (1) sind schon lange grün-weiß und waren maximal zwischenzeitlich ausgeliehen.

Werder Bremen: Acht aktuelle Profis des Zweitligisten stammen aus der eigenen Jugend

Nur der FC Schalke 04 kann da mit Werder Bremen mithalten, kommt auf elf eingesetzte Eigengewächse. Allerdings stammen nur Malick Thiaw (22 Einsätze), Mehmet Aydin (14) und Kerim Calhanoglu (1) wirklich aus der berühmten Knappenschmiede. Henning Matriciani (4), Florian Flick (15), Blendi Idrizi (12) und Ex-Bremer Keke Topp (1) kamen erst später zu den Königsblauen oder sind noch nicht so lange dort. Danny Latza und Ralf Fährmann spielten nach ihrer Ausbildung auf Schalke auch schon für andere Clubs, Timo Becker und Matthew Hoppe haben den Pott inzwischen verlassen.

Beim HSV wurden immerhin sieben Eigengewächse gezählt, wobei nur Jonas David (16 Einsätze), Faride Alidou (13), Anssi Suhonen (11), Josha Vagnoman (1) und Elijah Krahn (1) so richtig in die Wertung kommen. Bakery Jatta (22) war als Flüchtling vereinslos gewesen und durfte dann direkt in der zweiten Mannschaft starten, ehe er es zu den Profis schaffte. Robin Meißner (4) wurde im Winter an Rostock ausgeliehen und traf bei der 1:2-Niederlage von Hansa gegen Werder Bremen.

Talentschmiede Werder Bremen? Kein Zweitligist hatte bisher mehr Eigengewächse auf dem Platz

Überraschende Zahlen liefert der FC. St. Pauli: Der Spitzenreiter hat bislang nur drei echte Eigengewächse aufgeboten: Finn Ole Becker (13 Einsätze), Igor Matanovic (8) und Jannes Wieckhoff (2). Die Nachwuchsarbeit bei Werder Bremen macht sich also bemerkbarer als bei vergleichbaren Clubs. Allerdings profitierten die Bremer Talente zu Beginn der Saison auch vom Verletzungspech erfahrener Kollegen und kamen zuletzt nicht mehr ganz so häufig zum Einsatz.  (kni/bvo)

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