+
Nordderby 2014: Zum 100. Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV sind mehr als tausend Polizisten im Einsatz.

Polizei-Großaufgebot und noch intensivere Kontrollen am Stadion

Derby-Maßnahmen und mehr

Bremen - Das Nordderby elektrisiert die Fans – und setzt die Polizei unter Strom: Wenn Werder Bremen am Samstag den Hamburger SV zur 103. Auflage des Bundesliga-Klassikers empfängt, sind weit mehr als 1000 Beamte im Einsatz.

Sie werden – so viel wird verraten – mit den in früheren Derbys erprobten Mitteln versuchen, rivalisierende Fans zu trennen. Doch wie die Reaktion auf die aktuelle Terrorgefahr aussehen wird, bleibt Geheimsache. Das Thema wird bewusst kleingehalten.

Holger Jureczko, Sprecher der Bundespolizei, erklärt, dass es „keine konkrete Terrorwarnung für Bremen“ gebe. Konkrete Aufmerksamkeit wird von den Beamten selbstverständlich trotzdem verlangt. Was am Samstag speziell am Bremer Bahnhof eine herausfordernde Aufgabe sein wird. Wenn ab etwa 12.00 Uhr die Fans beider Lager mit Zügen eintreffen, wird der Bahnhof überschwemmt. Tausende Fußball-Anhänger kommen geballt an – darunter auch viele Problemfans. Shuttle-Busse warten, um die Massen zum Stadion zu fahren, einen Fan-Marsch durch die Stadt wird es nicht geben. Alkohol, Glasflaschen, Dosen und alles, was der Vermummung dient, sind auf An- und Abreise verboten. Jureczko: „Es gilt die Leitlinie: Wer auf der Anreise randaliert, wird das Spiel nicht sehen.“

Die Hoffnung ist, dass die Fans auf das Zünden von Böllern und Pyros verzichten. „Es geht nicht nur um ein Knalltrauma bei Umstehenden, sondern auch um Panikreaktionen“, sagt Jureczko. Stichwort Terrorangst eben.

Die Bremer Polizei, die für die Sicherheit am Stadion verantwortlich ist, gibt kaum Auskunft, wie sie auf die sehr spezielle Situation reagiert. „Aus taktischen Gründen“, wie es heißt. Und wie sich der private Ordnungsdienst auf die intensiven Einlasskontrollen an den Stadiontoren vorbereitet, bleibt offen. Null Infos. Nur so viel: Besucher sollten mehr Zeit einplanen als sonst und auf das Mitführen von Taschen verzichten. Das Stadion öffnet für Heimfans um 13.30 Uhr, für Gästefans um 13.00 Uhr.

csa

Quelle: kreiszeitung.de

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare